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Einmal Retter, immer Retter

Wachleiter André Grawe ist bei den Maltesern angekommen

Nach 100 Tagen als Wachleiter zieht André Grawe eine erste Bilanz. Foto: privat

Nach 100 Ta­gen als Wach­lei­ter zieht An­dré Grawe eine erste Bi­lanz. Fo­to: pri­vat  weitere Bilder »

La­ge. Seit An­fang Fe­bruar lei­tet An­dré Grawe bei den Mal­te­sern ein Team von zwölf Män­nern und Frau­en, die im 24- und 12-Stun­den-Schicht­be­trieb zwei Ret­tungs­wa­gen für den "Lip­pe­schutz" be­set­zen. "Ei­nen bes­se­ren Start hätte ich nicht ha­ben kön­nen", fasst der 27-jäh­rige Har­se­wink­ler seine ers­ten 100 Tage als Wach­leich­ter zu­sam­men. Be­vor Grawe sich an sei­nem ers­ten Tag mit ei­ner Platte Ku­chen als "­der Neu­e" vor­stell­te, hatte er be­reits ei­nige Tref­fen mit dem Mal­te­ser Ret­tungs­dienst­lei­ter Chris­tian Ost­hus hin­ter sich. Ziel war es, den neuen Wach­lei­ter best­mög­lich auf seine Auf­ga­ben vor­zu­be­rei­ten. Auf der Ta­ges­ord­nung stand un­ter an­de­rem Or­ga­ni­sa­to­ri­sches, Qua­litäts­ma­na­ge­ment, Per­so­nal­führung und das Ken­nen­ler­nen in­ter­ner Ab­läu­fe. Denn dass Grawe wie­der ak­tiv in den Ret­tungs­dienst ein­steigt, war lange Zeit nicht klar. Be­ruf­lich star­tete er di­rekt nach dem Ab­itur mit der Aus­bil­dung zum Ret­tungs­as­sis­ten­ten. In sei­ner Frei­zeit en­ga­gierte er sich zu­dem bei der Feu­er­wehr. So kom­men ü­ber zehn Jahre Tätig­keit im Ret­tungs­dienst ei­nes kom­mu­na­len Trä­gers zu­sam­men. Den­noch star­tete er mit ei­ner klei­nen IT- und Soft­ware-Firma in die Selbst­stän­dig­keit und kün­digte den Ret­tungs­dienst­job. "A­ber ein­mal Ret­ter, im­mer Ret­ter", sagt Gra­we; denn so ganz lässt ihn der Ret­tungs­dienst nicht los. Durch Zu­fall ging es An­fang 2018 dann ganz schnell. Ein Be­kann­ter be­rich­tet von der Stel­len­aus­schrei­bung der Mal­te­ser. An­sch­ließende Ge­spräche mit Ret­tungs­dienst­lei­ter Chris­tian Ost­hus und den Mal­te­sern las­sen den Ent­schluss rei­fen und der Har­se­wink­ler ent­schei­det sich für die va­kante Stelle als Ret­tungs­wa­chen­lei­ter in La­ge. Schon nach kur­zer Zeit ist Grawe klar, dass die Ent­schei­dung für den Job die rich­tige war. Auch sei­nen Wunsch nach ei­ner Wei­ter­bil­dung als Not­fall­sa­nitäter tra­gen die Mal­te­ser mit und er­mög­li­chen ihm, sich ne­ben­be­ruf­lich fort­zu­bil­den. Er­folge las­sen nicht lange auf sich war­ten. Die erste Sit­zung mit den Kol­le­gen wird zum Selbst­läu­fer. Grawes Er­fah­run­gen als Führungs­kraft aus sei­ner Selbst­stän­dig­keit hel­fen. Ver­bes­se­rungs­vor­schläge für die Wachräu­me, neue Auf­ga­ben­ver­tei­lung, Op­ti­mie­rung der Struk­tu­ren und eine of­fene Ge­sprächs­kul­tur las­sen den neuen Wach­lei­ter und seine Mit­ar­bei­ter zu ei­nem ech­ten Team zu­sam­men­wach­sen. "Ich kann mich voll als Ret­tungs­dienst­ler und mit mei­nem Team iden­ti­fi­zie­ren", be­tont Gra­we.

vom 18.07.2018 | Ausgabe-Nr. 29A

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