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Wohin mit dem Haustier im Urlaub?

Für die geliebten Vierbeiner gibt es gute Möglichkeiten der Unterbringung

Kreis Lippe (js). Noch knapp zwei Wo­chen, dann star­ten auch hier in Lippe die großen Fe­ri­en. Die Vor­be­rei­tun­gen für den ge­mein­sa­men Ur­laub lau­fen auf vol­len Tou­ren und mit freu­di­ger Er­war­tung sehnt man sich die­ser Zeit des Jah­res ent­ge­gen.

Ge­nauso plan­voll wie der ei­gene Ur­laub, sollte al­ler­dings auch die Un­ter­brin­gung des ei­ge­nen Haus­tie­res or­ga­ni­siert wer­den. Denn der ge­liebte Vier­bei­ner muss auch in die­ser Zeit gut ver­sorgt wer­den. Während Hunde durch­aus mit auf Rei­sen ge­hen kön­nen, da sie nicht an die Um­ge­bungn son­dern an ihr Ru­del ge­bun­den sind, sieht es bei Kat­zen und klei­nen Heim­tie­ren schon an­ders aus, denn sie sind an ihr Um­feld ge­wöhnt und ver­las­sen die­ses nur un­gern. Die Zahl der aus­ge­setz­ten Tie­re, be­son­ders zur Fe­ri­en­zeit sei, zu­min­dest in Lip­pe, rück­läu­fig, er­läu­tert Ma­ria To­man vom Lip­pi­schen Tier­heim Det­mold. Sie führt dies un­ter an­de­rem auf die dras­ti­schen Stra­fen zurück, die die Tier­be­sit­zer im Falle der Ü­ber­führung er­war­ten wür­den. So sind Geld­stra­fen bis zu 25.000 Euro mög­lich und im schlimms­ten Fall gilt der Täter be­zie­hungs­weise die Täte­rin so­gar als vor­be­straft. To­mann hofft, dass die rück­läu­fi­gen Zah­len auch mit der gu­ten Auf­klärungs­ar­beit zu­sam­men­hän­gen und sich die Ein­stel­lung der Men­schen ge­genü­ber ih­ren Haus­tie­ren grundsätz­lich ver­än­dert hat. Räumt aber gleich­zei­tig ein, dass es auch Tier­hal­ter gibt, die mit ih­rem Tier ü­ber­for­dert sind und die­ses dann im In­ter­net ver­kau­fen, an­statt sich Hilfe zu su­chen. "Wir vom Lan­des­tier­schutz­ver­band stel­len im­mer noch so­ge­nannte "­Spit­zen" fest, Zei­ten al­so, zu de­nen ver­mehrt Tiere aus­ge­setzt wer­den und das ist zu Be­ginn der Som­mer­fe­rien im­mer noch ein großes Pro­blem", stellt der Köl­ner Tier­arzt Dr. Ralf Unna klar. Die Zahl aus­ge­setz­ter Tiere sei im Laufe der Jahre leicht ge­sun­ken, was auch er in Ver­bin­dung mit der Auf­klärungs­ar­beit der letz­ten Jahre bringt. Ge­naue Zah­len seien aber schlecht mög­lich, da ge­rade Kat­zen und Klein­tiere oft nicht in den Sta­tis­ti­ken auf­tau­chen. Wer sein Tier aber in der Fe­ri­en­zeit gut un­ter­ge­bracht wis­sen will, sollte be­reits im Vor­feld gut pla­nen. "­Die Un­ter­brin­gung des ei­ge­nen Tie­res sollte be­reits vor der Pla­nung des Ur­laubs mit berück­sich­tigt wer­den", er­klärt Ga­briele Gott­wald von der Tier­pen­sion Cat & Bello aus Det­mold. "Am bes­ten man er­kun­digt sich mög­lichst früh­zei­tig bei Fa­mi­lie, Freun­den und Nach­barn", rät auch Dr. Moira Ger­lach, Fach­re­fe­ren­tin für Heim­tiere beim Deut­schen Tier­schutz­bund. Denn im bes­ten Fall be­steht schon ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen Tier und Be­treu­er. Doch auch die Un­ter­brin­gung in ei­ner Tier­pen­sion bie­tet eine gute Al­ter­na­ti­ve. Für Klein­tiere und Kat­zen gibt es ne­ben der Pen­sion auch die Mög­lich­keit der Un­ter­brin­gung in ei­ner Tier­hand­lung oder im bes­ten Fall auch beim Tier­arzt sei­nes Ver­trau­ens. Auch der Tier­schutz hat mit sei­ner Ak­tion "­Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier" eine Platt­form ge­schaf­fen, bei der sich Tier­freunde im Wech­sel um die tie­ri­schen Lieb­linge küm­mern. Das A und O sei es aber, sich die Un­ter­kunft für sei­nen Vier­bei­ner im Vor­feld ge­naues­tens an­zu­se­hen, weiß Ga­briele Gott­wald. Mehr auf Seite 4

vom 04.07.2018 | Ausgabe-Nr. 27A

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