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Grundschule wird zu "Cape Canaveral"
Kinder und Lehrer präsentieren Ergebnisse der Sinus-Tage 
Lügde-Rischenau (afk). Alle zwei Jahre löst sich die Grundschule Rischenau eine Woche lang von ihren gewohnten Unterrichtsabläufen. In der "Sinus"-Woche beschäftigen sich die 106 Schüler und Lehrer mit dem Geobrett, mit Informatik, Sinneswahrnehmungen, dem Schwimmverhalten von Körpern und dem Universum, zeichneten mit Geodreieck und Zirkeln oder bauten Fahrzeuge. Auch ein Raketenstart stand auf dem Programm. 
Das Programm "Sinus an Grundschulen" gehört seit Jahren bereits zu den Standards der Grundschule Rischenau. Es wurde entwickelt als Reaktion auf Studien, die bei deutschen Schülern deutliche Schwächen im mathematischen und naturwissenschaftlichen Verständnis offenbart hatten, und zielt darauf, den Unterricht zu verbessern. 
Zusammen mit ihre Klassenlehrern durften sich die Kinder mit einem Thema beschäftigen, das sie gemeinsam auch vorab ausgesucht hatten. "Damit ist auch die Identifikation mit dem jeweiligen Projekt sehr groß", weiß Rektorin Dagmar Schultz, die vor einem Jahr die Leitung der Grundschule übernommen hat. 
Am Ende der Woche durften sich die Familien der Grundschüler Bild von den Projekten machen. Für viel Aufsehen sorgte der spektakuläre Raketenstart, bei dem die Wiese der Schule zu "Cape Canaveral". Im Beisein der Besucher zündete Lehrerin Angelika Gräler eine von den Schülern gebaute Rakete, die mit lautem Zischen rund 40 Meter in die Höhe jagte, um anschließend an einem Fallschirm wieder zur Erde zu sinken, wo die Kinder sie mit viel Gejohle bargen. 
In einem kleinen Pool schwammen zudem unterschiedlichste, in der Sinus-Woche entstandene, Konstruktionen, und auch Fahrzeuge aller Art wurden zum Rollen gebracht. Kinder und Erwachsene konnte auch mit kleinen Essproben ihren Geschmackssinn und mit Riechproben in Gläsern ihren Geruchssinn testen. Mit Material und Werkzeug konnten die Sprösslinge auch vor Ort unter den Augen ihrer Eltern werkeln. 
Für Schultz waren es die ersten Sinus-Tage in Rischenau. Sie freute sich über die besondere Atmosphäre, die gerade in dieser Woche an der Schule herrscht. "Hier können die Kinder individuell gefördert werden, und es wird eine ausbaufähige Grundlage für das Lernen in der Sekundarstufe geschaffen", lobte sie das Sinus-Programm. Die Grundschule beteiligt sich zudem jedes Jahr am Lügder MINT-Projekt, das sich auch der Förderung des Interesses an technischen Berufsbildern widmet. 

Gespannt verfolgten Schüler, Lehrer und Eltern den Start der von den Drittklässlern erbauten Rakete. Foto: Afk

Gespannt verfolgten Schüler, Lehrer und Eltern den Start der von den Drittklässlern erbauten Rakete. Foto: Afk

Ge­spannt ver­folg­ten Schü­ler, Leh­rer und El­tern den Start der von den Dritt­kläss­lern er­bau­ten Ra­ke­te. Fo­to: Afk

vom 30.06.2018 | Ausgabe-Nr. 26B

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