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Mehr ältere Arbeitnehmer

Beschäftigungsstatistik ausgewertet

DEUTSCHLAND, BONN, 16.11.2007, Berufst

DEUTSCH­LAND, BONN, 16.11.2007, Be­rufst

Kreis Lip­pe. In den Be­trie­ben im Kreis Lippe ist die Zahl der äl­te­ren Ar­beit­neh­mer ge­stie­gen. Wa­ren im Sep­tem­ber 2015 noch 974 so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tigte in der Al­ters­gruppe der ü­ber 65-Jäh­ri­gen, stieg die Zahl in­ner­halb von zwei Jah­ren bis Sep­tem­ber 2017 um 25 Pro­zent auf 1.217 an. Zu­dem bes­sern im­mer mehr ü­ber 65-Jäh­rige ihr Ein­kom­men durch eine ge­ring­fü­gig ent­lohnte Be­schäf­ti­gung auf: Die An­zahl der Mi­ni­job­ber, mit ei­nem mo­nat­li­chen Ar­beits­ent­gelt bis 450 Eu­ro, stieg im glei­chen Zeit­raum um 15 Pro­zent auf 4.063 (2015: 3.533) Per­so­nen an. Das er­gab eine Aus­wer­tung der Kran­ken­kasse IKK clas­sic an­hand von Zah­len der Be­schäf­ti­gungs­sta­tis­tik der Bun­de­s­agen­tur für Ar­beit.

"Äl­tere Ar­beit­neh­mer rea­gie­ren auf die An­sprüche und Be­las­tun­gen der Ar­beits­welt ganz an­ders als jün­gere Mit­ar­bei­ter. Sie er­kran­ken zwar sel­te­ner, dafür sind die Krank­heits­ver­läufe oft lang­wie­ri­ger. Jün­gere Ar­beit­neh­mer sind im All­ge­mei­nen häu­fi­ger, dafür aber kür­zer krank", er­läu­tert Ste­fa­nie Weier von der IKK clas­sic. Sie hat die Ar­beits­un­fähig­keits­da­ten der knapp 339.000 ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten in West­fa­len-Lippe aus­ge­wer­tet. "In 2017 fehl­ten die ü­ber 59-jäh­ri­gen Ar­beit­neh­mer krank­heits­be­dingt an durch­schnitt­lich 35 Ta­gen, un­ter 20-Jäh­rige an 11 Ta­gen. Mit zu­neh­men­dem Al­ter führen vor al­lem chro­ni­sche und de­ge­ne­ra­tive Er­kran­kun­gen zu Fehl­zei­ten. Bei Ar­beit­neh­mern ab 60 Jah­ren ver­ur­sach­ten Er­kran­kun­gen der At­mungs­or­gane mit 35,8 Pro­zent die meis­ten Ar­beits­un­fähig­keits­ta­ge. Mus­kel- und Ske­let­ter­kran­kun­gen lie­gen mit 33,5 Pro­zent auf Platz zwei. Bei den un­ter 20-Jäh­ri­gen ver­ur­sach­ten Er­kran­kun­gen des Mus­kel- und Ske­lett­sys­tems da­ge­gen nur 15,9 Pro­zent der Krank­heits­ta­ge", so Ste­fa­nie Weier wei­ter. Die Ge­sun­der­hal­tung der Mit­ar­bei­ter durch die be­trieb­li­che Ge­sund­heits­för­de­rung, vor al­lem bei der äl­te­ren Be­leg­schaft, er­hält in der Ar­beits­welt da­durch eine im­mer größere Be­deu­tung. Ge­rade in Zei­ten des Fach­kräf­teman­gels könnte dies ein ent­schei­den­der Wett­be­werbs­vor­teil sein. Die Kran­ken­kas­sen hal­ten im Rah­men der be­trieb­li­chen Ge­sund­heits­för­de­rung ver­schie­dene An­ge­bote für Be­triebe be­reit und un­ter­stüt­zen sie bei der Durch­führung. Mehr In­for­ma­tio­nen zu die­sem Thema sind on­line un­ter "ww­w.ikk-clas­sic.­de/bgm".

vom 06.06.2018 | Ausgabe-Nr. 23A

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