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Notfallcontainer retten Dokumente

Im Falle von Brand- oder Wasserschäden können Kulturgüter geschützt werden

Notfallcontainer-Übergabe mit  Dr. Johannes Burkardt (Leiter Landesarchiv NRW, Abteilung OWL), Dr. Christine Rühling (Lippische Landesbibliothek), Uwe Lukas (Feuerwehr), Tonia Witthaut (Landesarchiv NRW, Abteilung OWL) und Katja Wiebe (Archiv der Lippischen Landeskirche, von links). Foto: WAG

Not­fall­con­tai­ner-Ü­ber­gabe mit Dr. Jo­han­nes Bur­kardt (Lei­ter Lan­des­ar­chiv NRW, Ab­tei­lung OW­L), Dr. Chris­tine Rüh­ling (Lip­pi­sche Lan­des­bi­blio­thek), Uwe Lu­kas (Feu­er­wehr), To­nia Witt­haut (Lan­des­ar­chiv NRW, Ab­tei­lung OWL) und Katja Wiebe (Ar­chiv der Lip­pi­schen Lan­des­kir­che, von links). Fo­to: WAG

Det­mold (WAG). Sie­ben Not­fall­con­tai­ner wur­den am Don­ners­tag am Bau­hof an der Ge­orgstraße der Det­mol­der Feu­er­wehr ü­ber­ge­ben, die im Ka­ta­stro­phen­fall dazu die­nen sol­len, his­to­ri­sche Do­ku­mente oder wert­volle Bil­der zu schüt­zen. Der Not­fall­ver­bund Det­mold hatte sich für die An­schaf­fung der Not­fall­con­tai­nern stark ge­macht. Die Con­tai­ner kom­men dem Ar­chiv der Lip­pi­schen Lan­des­kir­che, der Bi­blio­thek der Hoch­schule für Mu­sik, dem Kreisar­chiv Lip­pe, dem Lan­des­ar­chiv NRW, der Lip­pi­schen Lan­des­bi­blio­thek, dem Lan­des­mu­seum und dem Stadt­ar­chiv Det­mold zu­gu­te. Die In­sti­tu­tio­nen un­ter­stüt­zen sich ge­gen­sei­tig, um bei Was­ser- oder Brand­schä­den Kul­tur­güter zu ret­ten.

"­Man muss ja nur an den Ein­sturz des Köl­ner Stadt­ar­chivs oder an den Brand in der Anna Ama­lia Bi­blio­thek in Wei­mar den­ken, dann sieht man, wie schnell so et­was manch­mal ge­hen kann", er­läu­tert Dr. Jo­han­nes Bur­kardt vom Lan­des­ar­chiv NRW den Hin­ter­grund der An­schaf­fung. Die Con­tai­ner ent­hal­ten Schutz­anzü­ge, Ar­beit­s­ti­sche und Ma­te­ria­li­en, mit de­nen die Kul­tur­güter ver­packt und trans­por­tiert wer­den kön­nen. Die Kos­ten lie­gen bei 25.700 Eu­ro, die zum größten Teil aus För­der­gel­dern der Ko­or­di­nie­rungs­stelle für die Er­hal­tung des schrift­li­chen Kul­tur­guts (KEK) stam­men. Die rest­li­chen Kos­ten ü­ber­nah­men die am Not­fall­ver­bund be­tei­lig­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen. Der­ar­tige Con­tai­ner kön­nen nicht bei je­der der am Not­fall­ver­bund be­tei­lig­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen selbst vor­ge­hal­ten wer­den, so dass ein zen­tra­ler La­ger­platz ge­fun­den wer­den muss­te. Die­ser be­fin­det sich nun in ei­ner der La­ger­hal­len des Bau­hofs, die durch ein Not­fall-Schlüs­sel-Sys­tem per­ma­nent zugäng­lich ist. "­Die Mit­ar­bei­ter der ein­zel­nen In­sti­tu­tio­nen sind be­reits größten­teils auf den Um­gang mit den Con­tai­nern ge­schult wor­den. Ein­mal jähr­lich soll nun eine re­gel­mäßige Ü­bung statt­fin­den", sagt Dr. Chris­tine Rüh­ling von der Lip­pi­schen Lan­des­bi­blio­thek. "­Die Ko­or­di­na­tion mit der Feu­er­wehr hat im­mer su­per funk­tio­niert. Wir konn­ten alle noch viel ler­nen, was den Um­gang mit den ein­zel­nen Geräten an­geht", fügt Rüh­ling hin­zu. Trotz al­lem hof­fen alle Be­tei­lig­ten, dass die Con­tai­ner nie­mals zum Ein­satz kom­men müs­sen.

vom 26.05.2018 | Ausgabe-Nr. 21B

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