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CDU für einen zwei-
sprachigen Unterricht

Grundschule in Lipperreihe bekäme Alleinstellungsmerkmal

Oer­ling­hau­sen (k­d). Nach Auf­fas­sung der CDU in Oer­ling­hau­sen muss sich auch eine Grund­schule wei­ter­ent­wi­ckeln. Als zu­kunfts­ori­en­tier­ten Weg hat die Rats­frak­tion vor­ge­schla­gen, eine bi­lin­guale Klasse ein­zu­rich­ten. Die Schü­ler wür­den dann ganz oder in ein­zel­nen Fächern auf Eng­lisch und Deutsch un­ter­rich­tet. "Wir ha­ben die Grund­schule in Lipper­reihe im Blick", sagte die Vor­sit­zende des CDU-Stand­ver­bands, An­ge­lika Lind­ner, bei der Jah­res­ver­samm­lung im Ho­tel Mügge

Die Ent­schei­dung, die Grund­schule in Lipper­reihe nur noch einzü­gig wei­ter­zu­führen, hatte die CDU sei­ner­zeit kri­ti­siert. "Es gab keine ver­nünf­tige Mach­bar­keits­stu­die und keine Stand­ort­ana­ly­se", stellte An­ge­lika Lind­ner fest. Mit bi­lin­gua­lem Un­ter­richt würde ein be­son­de­res Schul­an­ge­bot ge­schaf­fen, das die not­wen­di­gen Schü­ler­zah­len si­chern und zu­sätz­lich ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal im Be­reich Bil­dung lie­fern könn­te. Er­for­der­lich wäre ein zwei­ter Zug. Im Rat hat die Uni­ons­frak­tion be­an­tragt, alle Vor­aus­set­zun­gen für eine bi­lin­guale Klasse zu er­mit­teln. Bi­lin­guale Grund­schu­len sind in Nord­rhein-West­fa­len noch nicht sehr ver­brei­tet. Die Frak­tion habe dem Dop­pel­haus­halt nicht zu­ge­stimmt, be­rich­tete An­ge­lika Lind­ner, weil er bis Ende 2018 eine Pro-Kopf-Ver­schul­dung um das Drei­ein­halb­fa­che be­deu­ten wür­de. "Wir ste­hen zu den Kon­zep­ten für die In­nen­stadt und die Süd­stadt, aber wenn nicht man nicht so viel Geld hat, muss man ein biss­chen auf die Bremse tre­ten", sagte sie. Für vor­dring­lich hält sie die Be­sei­ti­gung des Leer­stands im Zen­trum. "Das ist das A und O. Ich hof­fe, sehr, dass das In­nen­stadt­kon­zept greift." Meh­re­ren Mit­glie­dern dankte die Vor­sit­zende für ihre an­hal­tende Treue, denn das sei kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich. Nach dem Ende sei­ner Be­rufs­tätig­keit vor 15 Jah­ren fand Wil­fried Holz­ap­fel zur CDU. Er war Rats­mit­glied und ist wei­ter­hin als sach­kun­di­ger Bür­ger so­wie in Stadt­ver­band ak­tiv. Eben­falls seit 15 Jah­ren ist Mar­vin Lemke Mit­glied der CDU. Vor sei­nem be­rufs­be­ding­ten Um­zug nach Oer­ling­hau­sen war er in Not­tuln po­li­tisch ak­tiv. Eine Na­del in Sil­ber für 25-jäh­rige Zu­gehö­rig­keit nahm Rai­ner Lan­der­bar­thold ent­ge­gen. Auch er hat sich als sach­kun­di­ger Bür­ger und in der Par­tei­ar­beit en­ga­giert. Vor 30 Jah­ren trat Helga Schlei­cher der Union bei. Die Ju­bi­lare Kai Horst­schä­fer, Man­fred Schnor­pfeil und Klaus Ober – alle eben­falls seit 30 Jahre Mit­glied wa­ren ver­hin­dert. Auch wenn sie keine be­son­dere Eh­rung wünsch­te, wurde auch An­ge­lika Lind­ner für ihre 20-jäh­rige Mit­wir­kung in der CDU ge­dankt. Seit der Wahl 2017 ent­sen­det Lippe kei­nen An­ge­ord­ne­ten mehr in den nord­rhein-west­fä­li­schen Land­tag. In der Frak­tion nimmt je­doch Bern­hard Hoppe-Bier­meyer aus Del­brück die lip­pi­schen Be­lange wahr. Während der Jah­res­ver­samm­lung stellte er sich den Oer­ling­hau­sern Par­tei­freun­den kurz vor. Er setze sich für eine Stär­kung des länd­li­chen Raumes ein, sagte er. "Wir in Ost­west­fa­len-Lippe sind wich­tig, denn wir sind eine Wachs­tums­re­gion, das wis­sen auch alle Mi­nis­ter."

vom 02.05.2018 | Ausgabe-Nr. 18A

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