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Von Beethoven zu Brahms...

Sinfoniekonzert der NWD mit Yska Benzakoun als Solistin

Bad Sal­zu­flen (la). Mit der gran­dio­sen Ou­ver­türe zu "­Die Ge­schöpfe des Pro­me­theus" (o­pus 43) von Lud­wig van Beetho­ven wird das Sin­fo­nie­kon­zert der Nord­west­deut­schen Phil­har­mo­nie am Sams­tag, 5. Mai, um 19.30 Uhr in der Kon­zert­halle im Kur­park ein­ge­lei­tet, das mit dem Cello-Kon­zert "­Sche­lomo - He­bräi­sche Rhap­so­die" von Er­nest Bloch fort­ge­setzt wird. Schließ­lich mün­det das Pro­gramm in die Erste Sin­fo­nie von Jo­han­nes Brahms. Am Pult des Or­che­s­ters steht als Gast der franzö­si­sche Di­ri­gent Alex­andre Bloch, der vor zwei Jah­ren be­reits ein­mal in Bad Sal­zu­flen gas­tier­te. Die so­lis­ti­schen Auf­ga­ben ü­ber­nimmt die junge is­rae­li­sche Cel­lis­tin Yska Benz­a­k­oun, die nach ih­rer Aus­bil­dung vor al­lem in Pa­ris be­reits mit be­deu­ten­den Or­che­s­tern welt­weit be­geis­ter­te. Kar­ten im Vor­ver­kauf zu 16 bis 31 Euro gibt es an der Thea­ter­kasse der Kur­ver­wal­tung, Te­le­fon 05222/952909, und bei der Bür­ger­be­ra­tung im Rat­haus.

"­Die Ge­schöpfe des Pro­me­theus" ist ein Bal­lett von Sal­va­tore Vi­ganò (Li­bretto und Cho­reo­gra­phie). Die Uraufführung er­folgte am 28. März 1801 am Wie­ner Hof­burg­thea­ter zum Be­ne­fiz der Pri­ma­bal­le­rina Ma­ria Cas­sen­ti­ni, die auch die weib­li­che Hauptrolle tanz­te. In­klu­sive der Uraufführung am 28. März 1801 wurde das Bal­lett in der Spiel­zeit 1801/02 ins­ge­samt 29­mal ge­ge­ben, was für da­ma­lige Ver­hält­nisse er­staun­lich viel war. Die Ou­ver­türe der Bal­lett­mu­sik ist schon zu Beetho­vens Leb­zei­ten häu­fig se­pa­rat auf­ge­führt wor­den und gehört heute zum in­ter­na­tio­na­len Stan­dar­dre­per­toire der Sym­pho­nie­or­che­s­ter. "­Sche­lomo – He­bräi­sche Rhap­so­die" für Vio­lon­cello und Or­che­s­ter von Er­nest Bloch ist sein be­kann­tes­tes Stück und gehört sti­lis­tisch in die neo­klas­si­sche und spätro­man­ti­sche Pe­ri­ode des Kom­po­nis­ten. Es gehört zu Blochs Wer­kreihe Jü­di­scher Zy­klus, der ab 1912 ent­stand. Und die Erste Sin­fo­nie in c-Moll (o­pus 68) von Jo­han­nes Brahms wurde im No­vem­ber 1876 urauf­ge­führt, erste Skiz­zen stam­men al­ler­dings von 1862, so dass sich ihre Ent­ste­hungs­zeit auf mehr als 14 Jahre er­streckt. Sie wurde zunächst kri­tisch auf­ge­nom­men, weil sie sich, so Brahms, "­nicht durch Lie­bens­wür­dig­keit emp­fiehl­t". Auch viele Mu­sik­kri­ti­ker be­schei­nig­ten dem Werk eine "­karge Ernst­haf­tig­keit." Im 20. Jahr­hun­dert er­folgte dann eine Um­deu­tung: Das vor­her als uns­in­fo­nisch kri­ti­sierte wurde als Zei­chen der Mo­der­nität in­ter­pre­tiert. Der franzö­si­sche Di­ri­gent Alex­andre Bloch er­warb sich, be­wun­dert für seine Ener­gie und Be­geis­te­rungs­fähig­keit, sehr schnell die Re­pu­ta­tion als hoch­ta­len­tier­ter Di­ri­gent. Der Ge­winn der "­Do­na­tella Flick LSO Con­duc­ting Com­pe­ti­tion" er­mög­lichte ihm die Di­ri­gier­tätig­keit als Di­ri­gent beim Lon­don Sym­phony Or­che­stra (L­SO). Ne­ben Pro­jek­ten mit dem LSO mar­kier­ten die De­büts bei nam­haf­ten eu­ropäi­schen Or­che­s­tern seine be­ein­dru­ckende Kar­rie­re. Bloch stu­dierte in Pa­ris nach sei­nem Cello -Di­plom Kom­po­si­tion und Di­ri­gie­ren. Er ist Sti­pen­diat der "­Sa­sa­kawa Young Lea­ders Fel­low­ship Fun­d" in To­kio, der "­Fon­da­tion Ta­raz­zi” so­wie der franzö­si­schen "A­DA­MI” und di­ri­gierte re­nom­mierte eu­ropäi­sche Or­che­s­ter.

vom 02.05.2018 | Ausgabe-Nr. 18A

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