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Hermann wird beim Kreiselfest installiert

Künstler Hans Kordes freut sich über Installation der XXL-Figur

Meik Sprenger (verdeckt), Hans Kordes und Gabor Bogdan (von links) helfen, dass der Hermann in die dafür vorgesehen Fassung kommt. Foto: Wolff

Meik Spren­ger (ver­deck­t), Hans Kor­des und Ga­bor Bog­dan (von links) hel­fen, dass der Her­mann in die dafür vor­ge­se­hen Fas­sung kommt. Fo­to: Wolff

Det­mold-Hid­de­sen (g­w). End­lich ist es so­weit - der Her­mann wurde am ver­gan­ge­nen Wo­chen­ende un­ter den Au­gen vie­ler Schau­lus­ti­ger im Hid­de­ser Krei­sel, in der Nähe des Mar­kant­mark­tes, in­stal­liert. Es ru­ckelt ein we­nig, aber dann senkt sich die aus ei­ner vier Me­ter großen Stahl­platte ge­fer­tigte Fi­gur lang­sam ih­rem Be­stim­mungs­ort ent­ge­gen. "Da issa ja!", freute sich der Vor­sit­zende des Hei­mat­ver­eins Hid­de­sen, Cord Brü­ning, als der "­Stahl­her­mann" auf der Mit­tel­in­sel im neuen Krei­sel des Det­mol­der Orts­teils mit ei­nem Kran mil­li­me­ter­ge­nau nie­der­ge­las­sen wur­de. Während Dach­decker­meis­ter Meik Spren­ger mit Hilfe ei­ner Fern­be­die­nung den Kran be­dient, hel­fen der Künst­ler Hans Kor­des und Ga­bor Bog­dan, das Wahr­zei­chen in die dafür er­rich­tete Fas­sung zu len­ken.

In sei­ner Rede er­in­nerte Brü­ning dar­an, dass das Bau­amt vor knapp ei­nem Jahr die Bür­ger dazu auf­ge­ru­fen ha­be, Vor­schläge zur Ge­stal­tung des neuen Krei­sels zu ma­chen. Da der stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zende des Hei­mat­ver­eins Hans-Jür­gen Jo­han­nink ein Ex­em­plar des Her­manns in sei­nem Gar­ten hat­te, "ha­ben wir den Künst­ler Hans Kor­des ge­fragt, ob er nicht auch ein Ob­jekt in XXL fer­ti­gen kann", so Brü­ning. Aber nicht nur die Stahl­fi­gur ziert den Krei­sel, des­sen Ein­bau­ten ges­tern of­fi­zi­ell an die Stadt Det­mold ü­ber­ge­ben wur­den. Auch die ent­spre­chende gärt­ne­ri­sche Ge­stal­tung gehört da­zu, die durch Tho­mas Kers­ting von "­Der Gar­ten" kon­zi­piert wur­de. Der stell­ver­tre­tende Bür­ger­meis­ter Hel­mut-Vol­ker Schüte er­in­nerte in sei­ner An­spra­che noch ein­mal dar­an, dass es Geg­ner und Be­für­wor­ter für die Um­ge­stal­tung der Orts­durch­fahrt Hid­de­sen ge­ge­ben ha­be. "Das Er­geb­nis heute kann sich aber se­hen las­sen", so Schütes Fa­zit. Einen be­son­de­ren Dank rich­tete er da­bei an den Hei­mat­ver­ein und die Wer­be­ge­mein­schaft, die sich in­ten­siv mit der Um­set­zung be­schäf­tigt hät­ten. Und auch Künst­ler Hans Kor­des gab einen Ein­blick in die Ar­beit "­sei­nes Her­manns". "Ich bin seit drei Ta­gen auf Ad­rena­lin", er­klärte der Ver­ler Künst­ler im Ge­spräch mit der LZ schmun­zelnd. Er sei ein­fach sehr glück­lich ü­ber das Werk, das eine mo­der­ne, pro­gres­si­vere Ver­sion des lip­pi­schen Wahr­zei­chens dar­stel­le. Für die An­we­sen­den ist der Her­mann im Krei­sel ein ech­ter Hin­gucker. "Es ist ein­fach schön, un­ser Wahr­zei­chen hier im Ort zu ha­ben", schwärmte Hei­drun Lan­kes, während sie ein Sel­fie vor der Me­tall­fi­gur mach­te. Hans-Jür­gen Mühlen­stroth kann das Kunst­werk nach ei­ge­nen An­ga­ben fast vom Bal­kon aus se­hen. "Das ist eine wirk­li­che Be­rei­che­rung", freut sich der 65-Jäh­ri­ge. Und Pe­tra Gaus­mann vom Hei­mat­ver­ein brachte es viel­leicht für viele Hid­de­ser auf den Punkt: "Hei­mat ist dort, wo der Her­mann ist. Und jetzt ha­ben wir ihn so­gar in Hid­de­sen."

vom 28.04.2018 | Ausgabe-Nr. 17B

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