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Der jungen Kunst ein Profil bieten ...

Jahresprogramm 2018 der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus

 

Lemgo-Brake (b­c). Durch die Schen­kung des Ei­chen­mül­ler­hau­ses ha­ben sie der jun­gen Kunst ein Fo­rum ge­schaf­fen: Ger­trud und Lud­wig Ei­chen­mül­ler. Sie Ma­le­rin und Gra­fi­ke­rin, er Kunst­hand­wer­ker. Be­mer­kens­wert ist diese Schen­kung auch des­halb, da die Mo­derne auf Ger­trud Ei­chen­mül­lers Schaf­fen kei­nen Ein­fluss hat­te.

Ü­ber die Gren­zen Ost­west­fa­len-Lip­pes hin­aus hat sich die­ses Kleinod dank dem en­ga­gier­ten, lie­be­vol­len, un­er­müd­lich pro­fes­sio­nel­len Ein­satz des Bei­rats so­wie der Mit­glie­der des Kul­tur­ver­eins einen Na­men ge­macht. Im Jahr 2014 fei­erte der Kul­tur­treff in der Bra­ker Mitte 25-jäh­ri­ges Ju­biläum so­wie die Ein­wei­hung des Aus­baues des ers­ten Ober­ge­schos­ses. Und dort sind die Ar­bei­ten von Ma­ria Vis­ser, Sti­pen­dia­tin Junge Kunst der Al­ten Han­se­stadt Lemgo und der Staff Stif­tung Lemgo 2017/18 auf Vi­deo zu se­hen: Während ih­rer Lem­goer Zeit hat sie zwei Mo­de­kol­lek­tio­nen ent­wor­fen, die in ei­ner Tanz­per­for­mance in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Tän­zer und Cho­reo­gra­phen Dhélé Tchekpo un­ter­stützt von der Dans­Art Aca­demy Bie­le­feld und ei­gens kom­po­nier­ter Mu­sik des Ham­bur­ger Mu­si­kers Emma Air auf die Lein­wand ge­bracht wer­den. Das Jah­res­pro­gramm 2018 ist schlüs­sig - laut Bei­rat des Kul­tur­ver­eins Lemgo nach de­mo­kra­ti­scher Ab­stim­mung. Es bie­tet der jun­gen Kunst ein Pro­fil, keine Rou­tine im Neuen und er­wei­tert die Rän­der der Kunst. Die Künst­le­rin Dorthe Goe­den setzt sich in ih­ren Ar­bei­ten mit Wahr­neh­mungs- und Er­in­ne­rungs­pro­zes­sen aus­ein­an­der: Bild und Ab­bild, Ge­fühl der Ver­gäng­lich­keit, ge­bun­den an be­stimmte Orte und Din­ge. (29. April bis 3. Ju­ni). "­The life bet­ween death and 
­dea­th" (17. Juni bis 15. Ju­li) von Jo­sef Ro­sa­lia Hein zeigt Werk­stoffe in den Spar­ten Ma­le­rei und Bild­haue­rei, die – wie er sagt – im­mer zu ein­an­der tre­ten, stark be­ein­flusst von den zeit­genös­si­schen Me­dien. Un­ter dem Ti­tel "Fa­ke!" zeigt die Aus­stel­lung des Lip­pi­schen Künst­ler­bun­des (26. Au­gust bis 16. Sep­tem­ber) Bei­spiele von Il­lu­sion, op­ti­scher Täu­schung und Fäl­schung. Li­te­ra­tur als der stän­dige Be­glei­ter: Die Buch­künst­le­rin Anja Harms und Bild­hauer Eber­hard Mül­ler-Fries ver­ei­ni­gen in ih­ren Wer­ken diese bei­den Künste (9. Sep­tem­ber bis 28. Ok­to­ber). Schon der Ti­tel "­Groun­d" der Künst­le­rin Ka­tinka Theis führt in sei­ner dop­pel­ten Be­deu­tung von "­Bo­den" und "­Grun­d" auf die in­halt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung der Werke hin und lädt den Be­trach­ter ein, einen selbst­ge­wähl­ten Maß­stab ein­zu­neh­men, in­di­vi­du­ell zu er­kun­den. Eine Aus­stel­lung der Lip­pi­schen Ge­sell­schaft für Kunst e.V. be­en­det das Pro­gramm 2018: Jo­rinde Voigt und Schü­ler. Die Pro­fes­so­rin für kon­zep­tu­elle Zeich­nung und Ma­le­rei an der Aka­de­mie der Bil­den­den Künste Mün­chen wird ge­mein­sam mit aus­ge­wähl­ten Stu­den­ten die Aus­stel­lung im Rah­men der Reihe "­Meis­ter und Schü­ler" ge­stal­ten. (11. No­vem­ber bis 16. De­zem­ber). Aber da­mit nicht ge­nug. Ab Mai nimmt ein neuen Sti­pen­diat die Ar­beit auf, künst­le­ri­sche Ar­beit mit Kin­dern wird an­ge­bo­ten so­wie Work­shops ü­ber­wie­gend in den Fe­ri­en. Zu­satz­ver­an­stal­tun­gen wie Le­sun­gen und mu­si­ka­li­sche Bei­träge sind je­weils ak­tu­ell der Presse oder ü­ber der In­ter­netseite "ww­w.ei­chen­mu­el­ler­haus.­de" zu ent­neh­men. Und was wünscht sich der Bei­rat? Der Kunst­lieb­ha­ber möge sich hin­ein be­ge­ben in das Span­nungs­feld, es be­grei­fen und der Aus­wahl der Werke grund­neu­gie­rig ver­trau­en.

vom 18.04.2018 | Ausgabe-Nr. 16A

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