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Neues Zeitalter beginnt beim digitalen Antennenfernsehen

Bald können Fernsehbildschirme dunkel bleiben – DVB-T2 startet am 25. April

Kreis Lippe (no­k). Größer, fla­cher, schär­fer – das vi­su­elle Emp­fangs­gerät in un­se­ren Woh­nun­gen hat sich geän­dert. Aus der eins­ti­gen Röhren­kiste mit leicht "­mil­chi­ger" Glas­front ist ein di­gi­ta­les End­gerät ge­wor­den, wel­ches mehr als nur ein Fern­se­her ist. Smart TV und zu­sätz­li­che Schnitt­stel­len ma­chen es mög­lich, im In­ter­net zu sur­fen, einen Spiel­film hoch­zu­la­den oder via Web­cam vom Sofa aus den Blick ins Kin­der­zim­mer zu wer­fen, ob der "kleine Racker" auch wirk­lich schläft. Die Tech­nik schrei­tet im­mer wei­ter und im­mer schnel­ler vor­an. Die ste­ti­gen Wei­ter­ent­wick­lun­gen ma­chen auch vor un­se­rem Land­strich kei­nen Halt. Ein Jahr nach den Bal­lungs­zen­tren an Rhein und Ruhr könn­ten in der nächs­ten Wo­che auch in hie­si­gen Wohn­zim­mern ei­nige Bild­schirme schwarz blei­ben. Grund dafür: das Di­gi­tale An­ten­nen­fern­se­hen (DVB-T) star­tet am 25. April in Ost­west­fa­len-Lippe ein neues Zeit­al­ter und ver­langt dann neue Emp­fangs­geräte. Dafür kön­nen dann die ü­ber An­tenne emp­fan­ge­nen Fern­seh­pro­gramme in ge­sto­chen schar­fer HD-Qua­lität emp­fan­gen wer­den. Für den einen oder an­de­ren TV-Be­sit­zer wird sich da­durch auch die Zahl der zu emp­fan­gen­den Pro­gramme er­wei­tern.

Bis zu 40 öf­fent­lich-recht­li­che und pri­vate Pro­gramme kön­nen mit DVB-T2 emp­fan­gen wer­den. Eine ge­naue Ü­ber­sicht kann un­ter "ww­w.dvb-t2h­d.­de/­pro­gram­me" ein­ge­se­hen wer­den. Der Emp­fang der öf­fent­lich-recht­li­chen Pro­gramme ist ohne Zu­satz­kos­ten mög­lich. Für den Emp­fang von DVB-T2 braucht es einen ent­spre­chen­den Re­cei­ver. Neuere Fern­se­her ha­ben die­sen meist be­reits in­te­griert. Sie sind dann mit dem grü­nen DVB-T2-HD-Logo ge­kenn­zeich­net. Al­ter­na­tiv kann eine se­pa­rate Set-Top-Box den Emp­fang von DVB-T2 auch mit äl­te­ren Fern­se­hern er­mög­li­chen. Für ver­schlüs­selte Pro­gramme ist je nach Emp­fangs­gerät ein zu­sätz­li­ches Ent­schlüs­se­lungs­mo­dul er­for­der­lich. Das wei­ter­ent­wi­ckel­te, di­gi­tale An­ten­nen­fern­se­hen mit dem Na­men "DVB-T2 HD" strahlt als ers­ter Ü­ber­tra­gungs­weg die Fern­seh­si­gnale in Full HD (1080p50) aus und dies wie bei DVB-T so­gar ü­ber eine ein­fa­che Zim­mer­an­ten­ne. Die Si­gnale kön­nen zu­dem in den Ver­sor­gungs­ge­bie­ten auch por­ta­bel und mo­bil emp­fan­gen wer­den. Mit ei­nem HBBTV-fähi­gen Fern­seh­gerät mit An­schluss an das In­ter­net kann der Zu­schauer ü­ber DVB-T2 HD zu­dem auf die On­line-An­ge­bote der Sen­der so­wie wei­tere öf­fent­lich-recht­li­che Pro­gramme zu­grei­fen. Die An­tenne muss mit der Um­stel­lung auf DVB-T2 im Norm­l­fall nicht aus­ge­tauscht wer­den. Wer ü­ber eine Dach- oder Außen­an­tenne ver­fügt, kann diese ge­nauso wei­ter nut­zen wie die weit ver­brei­te­ten klei­nen Zim­mer­an­ten­nen. Dach- oder Außen­an­ten­nen wer­den aber im­mer eine sta­bi­lere Emp­fangs­si­tua­tion auch in größe­ren Ent­fer­nun­gen von DVB-T2-Sen­dern ge­währ­leis­ten. Als Ka­bel­fern­se­hen-Kunde oder Sa­tel­li­ten­schüs­sel-Nut­zer ist man von die­ser Um­stel­lung natür­lich nicht be­trof­fen.

vom 17.04.2019 | Ausgabe-Nr. 16A

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