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Bach, Brahms und Beethoven

Konzert der Nordwestdeutschen Philharmonie

Bad Sal­zu­flen (la). Mit dem fünf­ten Kla­vier­kon­zert von Jo­hann Se­bas­tian Bach (BWV 1056) wird das nächste Sin­fo­nie­kon­zert der Nord­west­deut­schen Phil­har­mo­nie (N­WD) ein­ge­lei­tet, mit dem Dop­pel­kon­zert (o­pus 102) von Jo­han­nes Brahms wird es fort­ge­setzt, um mit dem "Tri­pel­kon­zer­t" von Lud­wig van Beetho­ven (o­pus 56) be­en­det zu wer­den. Für die Lei­tung die­ses Kon­zer­tes am Sams­tag, 14. April, um 19.30 Uhr in der Kon­zert­halle im Kur­park konnte der viel­fach aus­ge­zeich­nete bul­ga­ri­sche Di­ri­gent Mar­tin Pan­te­leev ge­won­nen wer­den. Gleich drei So­lis­ten wir­ken mit: Eld­b­jørg Hem­sing gilt als eine der be­son­ders auf­re­gen­den Vio­li­nis­tin­nen ih­rer Ge­ne­ra­tion, Be­ne­dict Klöck­ner (Cel­lo) zählt zu den am meis­ten be­wun­der­ten Be­ga­bun­gen der neuen So­lis­ten­ge­ne­ra­tion und Anna Fe­do­rova gehört zu den her­aus­ra­gen­den Ta­len­ten der jun­gen Pia­nis­ten­gil­de. Kar­ten im Vor­ver­kauf zu 16 bis 31 Euro gibt es an der Thea­ter­kasse der Kur­ver­wal­tung, Te­le­fon­num­mer 05222/952909, und bei der Bür­ger­be­ra­tung im Rat­haus an der Ru­dolph-Bran­des-Al­lee.

Jo­hann Se­bas­tian Bach gilt als der Er­fin­der ei­ner der wich­ti­gen Gat­tun­gen der klas­si­schen Mu­sik: des Kla­vier­kon­zer­tes (da­mals noch Cem­ba­lo). In sei­ner Leip­zi­ger Zeit schuf er sie­ben Kon­zerte für Cem­balo und Or­che­s­ter, von de­nen das kür­zeste Kon­zert die­ser Reihe ge­spielt wird. Vor­lage war das Vio­lin­kon­zert in g-Moll, des­sen Ecksätze Bach einen Ganz­ton tiefer legte und die Gei­gen­par­tie für Cem­balo abän­der­te. Das Dop­pel­kon­zert a-Moll für Vio­li­ne, Vio­lon­cello und Or­che­s­ter von Jo­han­nes Brahms gilt als ein wich­ti­ger Bei­trag für die in der Spätro­man­tik kaum ge­pflegte In­stru­men­tal­gat­tung Dop­pel­kon­zert oder "S­in­fo­nia Con­cer­tan­te". In die­sem letz­ten sei­ner So­lo­kon­zerte ließ er Vio­line und Cello mit­ein­an­der dia­lo­gi­sie­ren, wo­bei sich in der Wucht der la­ko­ni­schen Knapp­heit der Mo­tiv­ver­ar­bei­tung und dem herbst­lich-me­lan­cho­li­schen Duk­tus der späte Brahms ankün­digt. Und das C-Dur-Kon­zert opus 56 von Lud­wig van Beetho­ven, das auch kurz "Tri­pel­kon­zer­t" ge­nannt wird, folgt dem glei­chen Schema wie des­sen ers­tes Kla­vier­kon­zert mit dem Un­ter­schied, dass der Part der So­lis­ten be­son­ders be­tont wird. Durch das Ü­ber­ge­wicht des Cel­los ge­genü­ber der Vio­line er­hält es an­satz­weise den Cha­rak­ter ei­nes Cel­lo­kon­zerts.

vom 11.04.2018 | Ausgabe-Nr. 15A

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