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Der Plan nimmt Gestalt an

Neues Feuerwehrgerätehaus erfüllt heutige Ansprüche

Blom­berg-Her­ren­trup (WAG). Im No­vem­ber soll an der Mein­ber­ger Straße ein neues Feu­er­wehr­gerätehaus ste­hen, Ende April soll der Spa­ten­stich für den Neu­bau er­fol­gen. Das Ge­bäude wird nur we­nige hun­dert Me­ter vom al­ten er­rich­tet.

"­Der Stand­ort ist uns als Feu­er­wehr sehr wich­tig, von hier aus wer­den Einsätze nicht nur in Her­ren­trup ge­fah­ren, son­dern es geht bis Hön­trup oder Wel­len­trup", er­klärt Stadt­brand­in­spek­tor und Wehr­füh­rer Joa­chim Hart­fel­der. "Es wurde drin­gend Zeit, dass wir et­was Neues be­kom­men", be­tont Lösch­grup­pen­füh­rer Jörg Il­li­gens. Das 104 Jahre alte Feu­er­wehr­gerätehaus er­fülle nicht mehr heu­tige An­sprüche, das zeige auch der Brand­schutz­be­darfs­plan. Feh­lende Park­plätze und die viel zu kleine Fahr­zeug­halle wer­den dort auf­ge­lis­tet. Zu­dem gibt es keine Um­klei­de­ka­bi­nen und es herr­schen Si­cher­heits­män­gel. Die ein­zel­nen Maß­nah­men im Brand­schutz­be­darfs­plan wür­den alle suk­zes­sive ab­ge­ar­bei­tet, ver­spricht Bür­ger­meis­ter Klaus Gei­se. Erste Pla­nungs­ent­würfe 2015 sa­hen vor, am al­ten Stand­ort zu er­wei­tern. Dafür er­warb die Stadt auch das Nach­bar­grund­stück. Die Kos­ten für den Neu­bau mit par­al­le­ler Sa­nie­rung des be­ste­hen­den Ge­bäu­des wären zu hoch ge­we­sen. "Im Haus­halts­jahr 2017 la­gen wir so was von aus der Keh­re, da wäre der da­ma­lige Plan wirt­schaft­lich nicht ver­tret­bar ge­we­sen", so Gei­se. Im wei­te­ren Be­ra­tungs­pro­zess be­schloss der Be­triebs­aus­schuss der Blom­ber­ger Im­mo­bi­lien- und Grund­stücks­ver­wal­tung (BIG) da­her, auf dem frei­en, zen­tral ge­le­ge­nen städ­ti­schen Grund­stück an der Mein­ber­ger Straße neu zu bau­en. Fi­nan­zi­ell bleibt es schwie­rig "a­ber die Lü­cke ist klei­ner ge­wor­den", so Gei­se. Jüngst hat der Rat ein­stim­mig eine ü­ber­plan­mäßige Auf­wen­dung von 62.000 Euro für das Gerätehaus be­wil­ligt. Die War­te­zeit hat sich aber fi­nan­zi­ell durch­aus ge­lohnt. Der Neu­bau werde rund 200.000 Eu­ro­güns­ti­ger als die ur­sprüng­li­che Pla­nung, so Gei­se. Das hängt auch mit der geän­der­ten Aus­schrei­bungs­art zu­sam­men, er­gänzt BIG-Be­triebs­lei­ter An­dreas Wolf. So wurde der Auf­trag nicht an einen Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer ver­ge­ben, statt­des­sen wur­den die Ge­werke ein­zeln bun­des­weit aus­ge­schrie­ben. Zu­schläge ha­ben vor al­lem re­gio­nale Fir­men er­hal­ten, etwa aus Det­mold, Bra­kel und Rin­teln, sagt Wolf. Ein Blom­ber­ger Un­ter­neh­men sei nicht da­bei. Das ein­ge­schos­sige Gerätehaus soll eine Nutz­fläche von rund 307 Qua­drat­me­tern ha­ben und in der Halle zwei Feu­er­wehr­fahr­zeu­gen Platz bie­ten. Im hin­te­ren Trakt wer­den nach Ge­schlech­tern ge­trennte Um­klei­de­ka­bi­nen, Sa­nitär- und Schu­lungs­räume un­ter­ge­bracht. Der Bau soll Ende April be­gin­nen und vor­aus­sicht­lich im No­vem­ber fer­tig sein. 757.000 Euro ver­an­schlagt die Stadt dafür, "­die größte In­ves­ti­tion in die­sem Jahr", so Bür­ger­meis­ter Klaus Gei­se. Das neue Gerätehaus sei zu­kunfts­si­cher und keine Kom­pro­miss­lö­sung, be­tont Hart­fel­der. Die Pläne wur­den in en­ger Ab­stim­mung mit der Feu­er­wehr und der BIG vom Büro "Ar­chi­tek­ten- und In­ge­nieure Schrö­der-Kai­ser" aus Blom­berg ent­wi­ckelt.

vom 04.04.2018 | Ausgabe-Nr. 14A

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