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Rückgang der Einsatzkräfte macht Sorgen

Lagenser Wehr lässt ein Jahr der Hilfeleistungen Revue passieren

 

Lage (sc). Brand­schutz und Men­schen­ret­tung sind die Kern­auf­ga­ben der Feu­er­wehr. Le­dig­lich 36 Mal sind die La­gen­ser Ein­satz­kräfte dafür in 2017 aus­gerückt. "Das ist wirk­lich recht we­nig", ur­teilte Stadt­brand­in­spek­tor Fried­helm Stöl­ting bei sei­nem Rück­blick auf 28 Klein- so­wie acht Mit­tel­brände im Rah­men der Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr. "Lei­der hat­ten wir auch ge­nauso viele Fehl­alar­mie­run­gen, drei da­von bös­wil­lig", so der Lei­ter der Feu­er­wehr. Der Rest der Einsätze fiel un­ter Hil­fe­leis­tun­gen wie bei­spiels­weise Türöff­nun­gen, Was­ser- und Sturm­schä­den oder Öl­spur­einsät­ze.

Für 3.253 Stun­den im Dienst der Bür­ger bei 214 Alar­mie­run­gen stan­den 189 Ein­satz­kräfte zur Ver­fü­gung. Im Vor­jahr wa­ren es 205 – die Lage ist ernst, wenn auch noch nicht dra­ma­tisch. Auch im Ju­gend­be­reich gibt es herbe Ein­schnit­te. "­Mit 95 Ju­gend­li­chen, auf­ge­teilt in 30 Mäd­chen und 65 Jun­gen, ha­ben wir einen Rück­gang von 12 Ju­gend­li­chen im Ver­gleich zum Vor­jahr", mel­dete Stadt­ju­gend­feu­er­wehr­wart Jan Al­thö­fer kon­krete Zah­len aus La­ge. "Oft­mals ver­lie­ren die Kids ein­fach die Lust an der Ju­gend­feu­er­wehr", weiß Al­thö­fer. Man wolle sich ver­stärkt die­sem Pro­blem an­neh­men. "Wir müs­sen die Wer­be­kam­pa­gnen noch ag­gres­si­ver ge­stal­ten", ist sich auch Fried­helm Stöl­ting si­cher.  Auf die Un­ter­stüt­zung der Stadt könne man in den Rei­hen der Wehr im­mer zählen, setzte Thors­ten Pau­lus­sen ein Si­gnal. Die eh­ren­amt­lich ge­leis­tete Ar­beit werde sei­tens der Ver­wal­tung sehr ge­schätzt. "An­schaf­fun­gen für die Wehr sind zwar im­mer ein großer Pos­ten für die Stadt. Aber es ist gut an­ge­leg­tes Geld", sprach der Bei­ge­ord­nete von 125.000 Eu­ro, die im Ver­gan­ge­nen Jahr in­ves­tiert wor­den sind. Ins­ge­samt blickte Fried­helm Stöl­ting ab­sch­ließend op­ti­mis­tisch in die Zu­kunft: "Wir wer­den uns den Her­aus­for­de­run­gen stel­len." "Um die Viel­falt an Auf­ga­ben be­wäl­ti­gen zu kön­nen, be­darf es ei­ner um­fas­sen­den Aus- und Wei­ter­bil­dung", be­dankte sich Stöl­ting bei den ins­ge­samt 74 auf 40 Lehr­gän­gen. Eine der wich­tigs­ten Funk­tio­nen in­ner­halb der Or­ga­ni­sa­tion ü­ber­neh­men die Atem­schutz­geräte­trä­ger. "Ohne diese Funk­tion wäre eine Feu­er­wehr nicht in der La­ge, vom Brandrauch ein­ge­schlos­sene Per­so­nen zu ret­ten", freut sich der Feu­er­wehr-Chef in Lage ü­ber 96 aus­ge­bil­dete und ärzt­lich un­ter­suchte Atem­schutz­geräte­trä­ger zurück­grei­fen zu kön­nen. "In Lippe wird eine sehr gute Aus­bil­dung ge­macht", lobte Kreis­brand­meis­ter Karl-Heinz Bra­ke­meier die Ka­me­ra­den. Im Rah­men der Ver­samm­lung gab es auch zahl­rei­che Er­nen­nun­gen, Eh­run­gen und Be­för­de­run­gen. Sven Hart­wig, Fa­bian Fi­scher von Wei­kerst­hal, Cars­ten Dre­wes und Matt­hias Göhre wur­den zum Ober­brand­meis­ter, Ben­ja­min Pöhl­chen zum Haupt­brand­meis­ter, Lars Died­richs zum Brand­in­spek­tor und Cars­ten Stock so­wie Dirk Land­wehr zum Brand­o­be­rin­spek­tor be­för­dert. Das Feu­er­wehreh­ren­zei­chen in Sil­ber für 25-jäh­rige ak­tive Mit­glied­schaft er­hiel­ten Bet­tina Ro­mott, Jan-Se­bas­tian Schals­ki, Sven Jo­han­nes­mann so­wie Thors­ten Ned­der­mann. Mi­chael Schmidt, Dirk Schmidt und An­dreas Ru­the wur­den für 35 Jahre mit dem Ab­zei­chen in Gold aus­ge­zeich­net. Erich Hem­mel­mann ist seit 60 Jah­ren Mit­glied in der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr und darf sich ü­ber die Spange freu­en.

vom 07.03.2018 | Ausgabe-Nr. 10A

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