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Festliche Eheschließung will gut geplant sein

Zur Hochzeitsmesse kommen Paare aus ganz Lippe ins Autohaus Markötter

Det­mold (ah). Kein all­täg­li­ches Wa­ren­an­ge­bot im Au­to­haus an der Sprott­hauer Straße. Während die Hoch­zeits­messe hier zu Gast war, tra­ten Mo­to­ren, Rei­fen und PS in den Hin­ter­grund und weiße Klei­der, Fri­su­ren, Ringe und Fo­to­gra­fen ga­ben den Ton an. Auf en­gem Raum war die ge­ballte Fach­kom­pe­tenz zur fei­er­li­chen Ehe­schließung ver­sam­melt. Ohne weite Wege konn­ten die Be­su­cher sich also einen schnel­len Ü­ber­blick ver­schaf­fen, wor­auf es an den ein­zel­nen Stel­len an­kommt. Die wich­tigste Re­gel bei der Wahl des Klei­des et­wa: früh ge­nug mit der Su­che be­gin­nen. "­Min­des­tens vier Mo­na­te, noch bes­ser ein hal­bes Jahr vor der Hoch­zeit", riet Clau­dia Man­gold, die ein Braut­mo­den-Out­let be­treibt. Bräute müss­ten min­des­tens 200 Euro ein­pla­nen, nach oben hin gäbe es keine Gren­ze. Wer ein neues Kleid in Kon­fek­ti­ons­größe wünscht, der könne an die­sen Preis wohl noch eine Null dran hän­gen. Die Mög­lich­keit der Leih­gabe werde nur von we­ni­gen Frauen ge­nutzt, da die Kos­ten ei­nes Se­cond-Hand-Mo­dells mitt­ler­weile er­schwing­lich sei­en. Für die An­probe rät sie: "­Nicht mehr als zwei oder drei Per­so­nen mit­neh­men, sonst gibt es zu viele Mei­nun­gen". Die klas­si­sche A-Form sei im­mer vor­teil­haft, ge­rade auch für klei­nere Frau­en. Die so­ge­nannte "­Meer­jung­frau" hin­ge­gen stehe größe­ren Da­men be­son­ders gut. Pu­der­töne seien da­bei die Far­ben der Sai­son. Mit viel Spit­ze, dafür we­ni­ger Glit­zer. Zu­dem seien große Rü­cken­aus­schnitte mit hoch ge­schlos­se­ner Front sehr ak­tu­ell. 
­Bei den Rin­gen heißt das Schlag­wort "In­di­vi­dua­lität", da sind sich die Be­ra­te­rin­nen aus der Trau­ring­schmiede Bie­le­feld ei­nig. "Eine sehr neu­ar­tige Form der per­sön­li­chen Ge­stal­tung ist das Gra­vie­ren des Fin­ger­ab­drucks oder der Hand­schrift in oder auf einen Ring. Das funk­tio­niert mit­tels La­ser, der na­hezu alle Mo­tive ab­bil­den kann", sagt Ka­trin Wa­schins­ki. An­ders, als noch vor we­ni­gen Jah­ren, gehe die Form wie­der hin zu schma­len, zier­li­chen Rin­gen, auch Vor­steck­ringe seien ver­stärkt ge­fragt und ins­ge­samt wür­den die Krea­tio­nen ver­spiel­ter. Beim Ma­te­rial seien Pa­la­dium und Pla­tin ne­ben den Klas­si­kern aus Gold und Sil­ber je­der­zeit an­pass­bar, sollte die Form ein­mal ver­än­dert wer­den müs­sen. Ti­tan oder Edel­stahl hin­ge­gen nicht. Preis­lich sei von 200 bis 7.000 Euro al­les mög­lich. 
Heute Wich­ti­ger denn je: Gute Fo­tos. Wer mehr als bloße Smart­phone-Knip­se­rei möch­te, der lan­det schnell beim pro­fes­sio­nel­len Hoch­zeits­fo­to­gra­fen. "Das Wich­tigste für meine Ar­beit ist die Sym­pa­thie", sagt Profi Vi­tali Schmidt. Nur durch Ver­trauen könn­ten un­ver­krampfte Fo­tos ent­ste­hen. Dies sollte am bes­ten durch ein Vor­ge­spräch her­aus­ge­fun­den wer­den. Im bes­ten Fall werde dann schon ge­klärt, ob ein Fo­to­al­bum, Bil­der für die Woh­nung oder die große Lein­wand im Schlaf­zim­mer ge­wünscht sei­en. Wich­tig sei außer­dem, wie Ex­per­tin Na­t­ha­lie Mas­meier an­gibt, "Sty­led-Shoots" (ge­stellte Fo­tos) und Hoch­zeits­re­por­ta­gen. Letz­tere er­for­dere viel Spon­ta­nität, krea­tive Im­pro­vi­sa­tion, Aus­dauer und ein auf­merk­sa­mes Au­ge. Dafür sollte ein Bud­get ab 2000 Euro ein­ge­plant wer­den. 
­Großes Thema für junge Paare ist heute der Hoch­zeit­sort. Von der Feier im ei­ge­nen Gar­ten bis hin zur Trau­ung auf dem Kreuz­fahrt­schiff ist al­les mög­lich, Gren­zen set­zen hier nur das Bud­get und die War­te­zeit, die Paare be­reit sind, in Kauf zu neh­men. In je­dem Fall emp­fehle es sich, seine Feier min­des­tens ein hal­bes Jahr vor­her an­zu­mel­den, sagt Merle Fried­richs­mei­er, Ban­ket­tas­sis­ten­tin des Qua­lity Ho­tels "Vi­tal zum Stern" in Horn-Bad Mein­berg. Eine be­queme Mög­lich­keit bil­det zu­dem ein "Rum­dum sorg­los"-Pa­ket in Zu­sam­men­ar­beit mit ei­nem Event­s­er­vice. "­Die Be­rei­che, um die wir uns küm­mern, kön­nen natür­lich fle­xi­bel aus­ge­wählt wer­den, aber auf Wunsch or­ga­ni­sie­ren wir sämt­li­che Kon­takte rund um die Ver­an­stal­tung", er­klärt Jas­min Klein von "in­fi­ni­ty­"-Events. Im hei­mi­schen Gar­ten sind ak­tu­ell hoch­wer­tige Grill­buf­fets in Mode ge­kom­men, be­rich­tet Jas­min Klein von "in­fi­ni­ty­"-Events: "Das kre­i­ert eine gemüt­li­che, lo­ckere At­mo­s­phäre". In der Re­gel brin­gen die Or­ga­ni­sa­to­ren da­bei al­les mit, was sie für die Zu­be­rei­tung ih­rer Spei­sen benöti­gen.

vom 28.02.2018 | Ausgabe-Nr. 9A

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