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Aufführung von "Bastian und Bastienne" begeisterte Schüler

Ein ganz neues Verständnis von Oper

 

Leo­polds­höhe (k­d). Eine nicht all­täg­li­che Er­fah­rung mach­ten 400 Jun­gen und Mäd­chen der Leo­polds­höhe Grund­schu­len: In der evan­ge­li­schen Kir­che er­leb­ten sie ihre erste Opernaufführung. Und sie wa­ren ein­fach be­geis­tert, was ih­nen die Ak­teure der "Jun­gen Oper" Nord­rhein-West­fa­len und Nie­der­sach­sen und Teile des Kam­mer­or­che­s­ters Det­mold eine Stunde lang bo­ten.

Auf kind­ge­rechte Weise wurde den Schü­le­rin­nen und Schü­lern Mo­zarts erste Oper "­Bas­tian und Bas­ti­en­ne" nahe ge­bracht. Mit Hilfe von Lu­cy, ei­nem Schaf, wur­den die ver­schie­de­nen Stimm­la­gen so­wie die Mu­sik­in­stru­mente er­klärt, be­vor die Ver­wechs­lungs­komö­die der bei­den Lie­ben­den be­gann. Die Ge­schich­te: Bau­ern­mäd­chen Bas­ti­enne zwei­felt an der Liebe ih­res Freun­des Bas­tian, der gern im nahe ge­le­ge­nen Schloss mit den be­tuch­ten Da­men flir­tet. Schä­fer Co­las emp­fiehlt der un­glück­lich Ver­lieb­ten, Bas­tian doch die Liebe zu ei­nem an­de­ren Mann vor­zu­spie­len - nicht ganz un­ei­gennüt­zig, denn der Schä­fer rech­net sich auch Chan­cen aus. Doch das Dop­pel­spiel en­det glück­lich: Bas­tian kämpft um Bas­ti­enne und wird letzt­end­lich nach lan­gem hin und her von sei­ner Ge­lieb­ten er­hört. Wolf­gang Ama­deus Mo­zart selbst war erst zwölf Jahre alt, als es diese seine erste Oper schrieb. Doch das war es nicht, was die Leo­polds­höher Grund­schü­ler an der Auf­führung be­geis­ter­te. Viel­mehr war es die Be­ga­bung des En­sem­bles, "­Bas­tian und Bas­ti­en­ne" al­ters­ge­recht in Szene zu set­zen und die Kin­der in die Hand­lung zu in­te­grie­ren. So suchte sich Bas­tian un­ter den an­we­sen­den Leh­re­rin­nen eine po­ten­ti­elle Ge­lieb­te, tanzte so­gar mit ei­ner Er­zie­he­rin im Mit­tel­gang der Kir­che. Bas­ti­enne hin­ge­gen him­melte einen sicht­lich schüch­tern wir­ken­den Schü­ler als ih­ren Ge­lieb­ten an - sehr zur Be­lus­ti­gung der Mit­schü­ler.

"­Was ihr heute in der Kir­che er­lebt, ist ein­zig­ar­tig in Lip­pe", sagte Hans-Joa­chim Nie­hage als Lei­ter der Grund­schule Nord, "wir dan­ken dem Lan­des­ver­band und der Ge­meinde Leo­polds­höhe, die uns bei dem Pro­jekt großzü­gig un­ter­stützt ha­ben." Bür­ger­meis­ter Ger­hard Schem­mel schloss sich der Mei­nung Nie­ha­ges an. Er konnte sich nicht er­in­nern, während sei­ner Schul­zeit et­was Ähn­li­ches er­lebt zu ha­ben.

vom 31.10.2007 | Ausgabe-Nr. 44A

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