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Viel Engagement im Hintergrund

Fortbildung betreiben die Feuerwehrleute sehr gründlich

Oer­ling­hau­sen (k­d). Der größte Teil der Feu­er­wehr­ar­beit bleibt für die Öf­fent­lich­keit un­sicht­bar. Denn die Auf­ga­ben be­ste­hen nicht al­lein in Einsät­zen bei Not­fäl­len, son­dern haupt­säch­lich in re­gel­mäßi­ger Fort­bil­dung. "­Die­ser Teil un­se­rer Ar­beit hat einen sehr ho­hen Stel­len­wer­t", sagte Tho­mas Krons­ha­ge, der Lei­ter der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr in Oer­ling­hau­sen, bei der Jah­res­ver­samm­lung in der Aula des Gym­na­si­ums.

"Am liebs­ten würde ich diese Ver­samm­lung zu ei­ner Pflicht­ver­an­stal­tung für alle Bür­ger ma­chen", meinte Bür­ger­meis­ter Dirk Be­cker in sei­nem Grußwort. "­Denn nie­mand weiß, wie viele Stun­den und Tage die Wehr­leute im Hin­ter­grund für die Si­cher­heit un­se­rer Stadt auf­wen­den." Im Jahr 2017 wa­ren die Frauen und Män­ner der Wehr ins­ge­samt 3.520 Stun­den im Ein­satz. Dem­ge­genü­ber wand­ten sie 7.200 Stun­den für die ei­gene Wei­ter­bil­dung auf. Im ver­gan­ge­nen Jahr gab es 166 Einsät­ze, be­rich­tete Lösch­zug­füh­rer Udo Sie­ve­ke. 75 Mal musste tech­ni­sche Hilfe ge­leis­tet wer­den, 70 rückte die Wehr zur Brand­bekämp­fung aus. Un­ter an­de­rem wur­den drei Groß­brände ver­zeich­net. Al­ler­dings gab es auch 38 Fehl­alar­me, weil Brand­mel­de­an­la­gen aus­gelöst wur­den. Ein Groß­teil ent­fiel auf die Zen­trale Un­ter­brin­gungs­ein­heit an der Ro­bert-Kron­feld-Straße, sagte Sie­ve­ke. Die Wehr mit den bei­den Stand­orten in Oer­ling­hau­sen und Hel­pup hat 103 ak­tive Mit­glie­der (Vor­jahr: 100), da­von sind 15 weib­lich. Fran­ziska Marks, Ra­mona Kün­ke­meyer und Kirs­ten Ha­n­ekamp sind jetzt an ih­ren zwei Sil­ber­nen Bal­ken auf den Schul­ter­klap­pen zu er­ken­nen, denn sie wur­den zur Brand­meis­te­rin be­för­dert. "Dann ha­ben wir dem­nächst in Oer­ling­hau­sen die ge­ballte Frau­en­po­wer", meinte Wehr­füh­rer Krons­ha­ge. Der Ju­gend­wehr gehören 42 Ju­gend­li­che an, 37 Jun­gen und fünf Mäd­chen. Sie wer­den von zwölf Ju­gend­war­ten be­treut. "Wir ha­ben zwar noch keine Nach­wuchs­sor­gen, aber den­noch ist die Ent­wick­lung be­sorg­nis­er­re­gen­d", meinte Ju­gend­wart Chri­stoph Reu­ter. Die Mit­glie­der­zahl bei den Ju­gend­li­chen sei be­reits im drit­ten Jahr in Folge rück­läu­fig. Vor al­lem aus der Ju­gend­wehr kön­nen sich die er­wach­se­nen Ein­satz­kräfte ver­stär­ken. Der Mu­sik­zug un­ter der Lei­tung der Kla­ri­net­tis­tin Ma­tan Da­vid um­fasst 29 In­stru­men­ta­lis­ten. 2017 wurde die For­ma­tion 130 Jahre alt. Ne­ben ei­nem Ju­biläums­kon­zert sind die Mu­si­ker wei­tere vier Mal auf­ge­tre­ten. Am 13. Mai 2018 wird es un­ter dem Motto "­Feu­er­wehr in Con­cert – Let’s en­ter­tain you!" er­neut ein Kon­zert ge­ben. Das Feu­er­wehreh­ren­zei­chen in Sil­ber für 25-jäh­rige Zu­gehö­rig­keit er­hiel­ten Matt­hias Bracht, Jan Ho­ren­burg, Mar­tin Ort­lepp, Da­niel Hohm, Hen­rik Klei­mann, Chri­stof Han­ke, Alex­an­der Wag­ner und Kon­stan­tin Han­ning. Seit 40 Jah­ren gehört Mi­chael Mat­tern der Wehr an. Fried­helm Brun­ner und Wolf­gang Köl­ler­meier kom­men auf 55 Jah­ren. Und Ge­org Nied­wo­rok trägt be­reits weit 70 Jah­ren die blaue Uni­form.

vom 14.02.2018 | Ausgabe-Nr. 7A

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