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Museum goes Kabarett

Neue Wege im Braker Museum

 

Lemgo (r­to). Das We­ser­re­naissance-Mu­seum Schloss Brake will neue Wege ge­hen. In Ko­ope­ra­tion mit dem Kul­tur­büro OWL stellt es in den neuen Ver­an­stal­tungs­räu­men eine ei­gene Ka­ba­rett-Reihe auf die Bei­ne. Sie soll un­ter­halt­sam und hu­mor­voll sein, so eine Mit­tei­lung aus dem Haus. Den An­fang machte am Sonn­tag der in Bie­le­feld le­bende Ka­ba­ret­tist Ingo Bör­chers zu­sam­men mit dem ”A­cou­stic Energy Trio”. Oder bes­ser um­ge­kehrt, denn ent­ge­gen der Ankün­di­gung be­strit­ten die Mu­si­ker ge­fühlt den größe­ren Teil der Ver­an­stal­tung. Im We­ser­re­naissance-Mu­seum Schloss Brake prä­sen­tiert Ingo Bör­chers das ”­Bes­te” aus sei­nen bei­den So­lo­pro­gram­men "­Fe­rien auf Sagro­tan" und "Im­mer ich". Wort­ge­witzt und im schnel­len Tem­po, eine Ei­gen­art, die so man­chen Ka­ba­ret­tis­ten aus­macht, fa­bri­zierte der mit zahl­rei­chen re­nom­mier­ten Prei­sen aus­ge­zeich­nete Ka­ba­ret­tist al­ler­dings nicht wirk­lich viel Neu­es. Die irr­wit­zi­gen Poin­ten und poin­tier­ten Ge­genü­ber­stel­lun­gen aus dem Le­ben in die­ser sich so schnell ent­wi­ckeln­den Welt, ris­sen die Zuhö­rer mal mit, mal blieb das La­chen in der Kehle ste­cken. An sei­ner Seite hatte der Ka­ba­ret­tist drei Mu­si­ker: Das ”A­cou­stic Energy Trio”. Der US-Ame­ri­ka­ner Tony Kal­ten­berg (Gi­tar­ren und Ge­sang) und die Preisträ­ger des Deut­schen Klein­kunst­prei­ses 2013, Cars­ten Hor­mes (Bäs­se) und Wolf­gang Stute (Gi­tar­ren und Per­cus­sion) spiel­ten aus­nahms­los Ei­gen­kom­po­si­tio­nen. Da­bei hatte je­der der vir­tuo­sen Mu­si­ker sei­nen Frei­raum. Be­son­ders Tony Kal­ten­berg be­ein­druckte da­bei mit sei­ner Art des ”Tap­pings”, dem Spie­len der Gi­tarre nur auf dem Griff­brett des Gi­tar­ren­hal­ses. Zu­sam­men­fas­send kann man sa­gen, die Kom­bi­na­tion aus dem großen mu­si­ka­li­schen Kön­nen und dem Ka­ba­rett hat zu ei­nem un­ter­halt­sa­men Abend ge­führt, der viel­leicht sehr viel mehr Zu­schauer in das Schloss­mu­seum lock­te, als er­war­tet. In­ter­essan­ter Hin­ter­grund der neuen Ko­ope­ra­tion und der zukünf­ti­gen Ver­an­stal­tungs­reihe ist si­cher auch die Tat­sa­che, dass die ver­ant­wort­li­che neue Kraft im Mu­seum zu­vor als Mit­ar­bei­te­rin im Kul­tur­büro OWL tätig war. Eine Sym­biose die zukünf­tig si­cher bei­den Ein­rich­tun­gen ent­ge­gen­kom­men wird.

vom 27.01.2018 | Ausgabe-Nr. 4B

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