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Turnen und Toben

Viele Spiel- und Sportangebote für Kinder in der Südstadt

Oer­ling­hau­sen (k­d). Es gibt ein Land, in dem sich Kin­der wohl fühlen. In die­sem Sehn­suchts­ort kön­nen sie nach Her­zens­lust to­ben, tur­nen und spie­len. Das Land heißt "Oer­li­lan­d" und be­fin­det sich in der Sport­halle Oer­ling­hau­sen-Süd. Im­mer kurz nach dem Sil­ves­ter kön­nen auch junge "Tou­ris­ten" hin­ein. Am ver­gan­ge­nen Frei­tag tum­mel­ten sich rund 100 Kin­der in der Hal­le. Schnell wur­den die El­tern zu Sta­tis­ten, weil ihr Nach­wuchs ar­gu­men­tier­te: "Das kann ich al­les schon al­lei­ne."

De­an, an­dert­halb Jahre alt, krab­belt so ge­schickt ü­ber den Berg aus blauen Sport­mat­ten, als hätte er nie et­was an­dere ge­macht. Auf die hel­fende Hand sei­ner Mut­ter ver­zich­tet er gern. Kurz ab­stoßen und schon rutscht er sicht­lich zu­frie­den den klei­nen Ab­hang hin­un­ter. Ging das Ver­gnü­gen auch schnell zu En­de, der Spaß war groß. De­ans Mut­ter El­vira Du­man freute sich mit ih­rem Sohn, der das "Oer­li­lan­d" zum ers­ten Mal für sich ent­deck­te. Nach den Fei­er­ta­gen sei die kör­per­li­che Ak­ti­vität ge­nau das Rich­ti­ge. Den Krab­bel­kin­dern war ein ei­ge­ner Be­reich vor­be­hal­ten. Hier konn­ten sie un­ge­stört von den ro­bus­ten Äl­te­ren auf Rutsch­au­tos fah­ren, auf Schaum­stoff­blö­cken ba­lan­cie­ren und auf Laufrä­dern durch die große Sport­halle flit­zen. Hier und da ging es aber nicht ohne die El­tern, wenn sich die Spröss­linge auf die Roll­wa­gen setz­ten und von ih­ren El­tern ge­zo­gen wer­den woll­ten. Deut­lich schwie­ri­ger war es schon, sich auf den wack­li­gen Pe­da­los zu hal­ten. Im Mitt­le­ren Be­reich der Halle wa­ren die auf­ge­bau­ten Turn­geräte vor al­lem für die et­was äl­te­ren Kin­der at­trak­tiv. Wann darf man denn schon auf ei­nem Bar­ren her­um­klet­tern, an Sei­len hin und her schwin­gen oder an Rin­gen schwe­ben? Nie­mand pochte auf die Ein­hal­tung von Re­geln, fast al­les war er­laubt. Die zwölf Be­treue­rin­nen brauch­ten nur dann ein­zu­grei­fen, wenn die jun­gen Arme noch nicht bis zum Turn­gerät reich­ten. Am an­de­ren Hal­lenende schloss sich der ab­ge­sperrte Be­reich an, der für die Ki­cker re­ser­viert war. Be­reits zum ach­ten Mal or­ga­ni­sier­ten die Kita "Zau­ber­ber­g" Am Kal­der­berg und die Tur­n­ab­tei­lung des TSV Oer­ling­hau­sen das Spiel­pa­ra­dies. "Zau­ber­ber­g"-Mit­ar­bei­te­rin Bet­tina Sieb­rasse weiß, wie gut sich Kin­der ent­wi­ckeln, die sich viel be­we­gen. "In un­se­rer Ein­rich­tung för­dern wir die Be­we­gungs­ent­wick­lung der Kin­der. Mög­lich­kei­ten gibt es viele – in den Grup­pen­räu­men und im Außen­gelän­de, aber selbst im Flur und im Emp­fangs­be­reich. Das dient der Mo­to­rik und der Kör­per­wahr­neh­mung, aber selbst der sprach­li­chen Ent­wick­lung." Das "Oer­li­lan­d" ist zu­gleich ein tol­ler Wer­be­trä­ger für den Ver­einss­port, be­rich­tete Tur­n­ab­tei­lungs­lei­te­rin Pe­tra Baehr. "Ich bin si­cher, dass dem­nächst wie­der ver­mehrt El­tern mit ih­ren Kin­dern zu uns kom­men wer­den", sagte sie. Vor al­lem nach Weih­nach­ten und nach den Som­mer­fe­rien nehme das In­ter­esse zu. Für Kin­der bis zu zehn Jah­ren bie­tet der TSV ge­gen­wär­tig zehn ver­schie­den Grup­pen an, von "­Ba­bys in Be­we­gung"ü­ber die Krab­bel­kin­der und das El­tern-Kind-Tur­nen bis zu den Bal­lett­kur­sen. "­Be­reits jetzt sind alle Grup­pen rap­pel­voll", sagte Pe­tra Baehr. "Ei­gent­lich müss­ten wir schon in eine größere Halle um­zie­hen." Un­ter­des­sen freuen sich die Kin­der, dass sie sich hier frei aus­to­ben kön­nen.

vom 17.01.2018 | Ausgabe-Nr. 3A

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