LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Kultur

Konzert der Nordwest-
deutschen Philharmonie:

Haydn-Trompetenkonzert und Beethovens "Fünfte"

 

Bad Sal­zu­flen. Mit Schu­berts "Drit­ter" wird es ein­ge­lei­tet, mit Beetho­vens "Fünf­ter" be­en­det und da­zwi­schen mit Haydns Kon­zert für Trom­pete und Or­che­s­ter kom­plet­tiert. Die städ­ti­sche Abon­ne­ment-Reihe wird mit dem Sin­fo­nie­kon­zert der Nord­west­deut­schen Phil­har­mo­nie am Sams­tag, 20. Ja­nu­ar, um 19.30 Uhr in der Kon­zert­halle im Kur­park von Bad Sal­zu­flen fort­ge­setzt. Die Lei­tung des Kon­zer­tes hat als Gast Chri­stof Prick, Chef­di­ri­gent des Beetho­ven-Or­che­s­ters Bonn. Für die so­lis­ti­schen Auf­ga­ben konnte der preis­ge­krönte Schwei­zer Trom­pe­ter Lio­nel Jaque­rol ver­pflich­tet wer­den. Das Kon­zert für Trom­pete und Or­che­s­ter in Es-Dur kom­po­nierte Jo­seph Haydn 1796 für die von An­ton Wei­din­ger er­fun­dene Klap­pen­trom­pe­te. Es war das erste Kon­zert für die­ses neue In­stru­ment und gilt bis heute als Stan­dard­werk für die Trom­pe­te. Die Ende des 18. Jahr­hun­derts ge­baute Klap­pen­trom­pete er­laubte es dem Spie­ler erst­mals, nicht nur die Na­tur­ton­rei­he, son­dern auch Me­lo­dien in tie­fen Ton­be­rei­chen und chro­ma­ti­sche Durch­gänge zu spie­len. Und Lud­wig van Beetho­vens "Fünf­te" (c-Moll, opus 67) gehört zu sei­nen berühm­tes­ten Wer­ken – und gilt weit­hin als das po­pulärste Stück der klas­si­schen Mu­sik. Der in Ham­burg ge­bo­rene Di­ri­gent Chri­stof Prick stu­dierte an der Hoch­schule für Mu­sik und Thea­ter sei­ner Hei­mat­stadt und wurde 1974 als Deutsch­lands da­mals jüngs­ter Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor an das Saar­län­di­sche Staats­thea­ter Saar­brü­cken be­ru­fen. Später war er für das Ba­di­sche Staats­thea­ter in Karls­ruhe und die dor­tige Ba­di­sche Staats­ka­pelle ver­ant­wort­lich, ab 1993 für die Staats­o­per Han­no­ver und zu­letzt bis 2011 für das Staats­thea­ter und die Bay­ri­sche Staats­phil­har­mo­nie in Nürn­berg. Er lei­tete Ar­beits­pha­sen, Kon­zerte und Rei­sen des deut­schen Bun­des­ju­gend­or­che­s­ters als des­sen stän­di­ger Di­ri­gent und wurde zu­dem im Jahr 2001 von der Hoch­schule für Mu­sik und Thea­ter als or­dent­li­cher Pro­fes­sor für das Haupt­fach und die Meis­ter­klasse Di­ri­gie­ren sei­ner Hei­mat­stadt Ham­burg be­ru­fen. Der 1991 ge­bo­rene Schwei­zer Lio­nel Jaque­rod be­gann im Al­ter von acht Jah­ren mit dem Trom­pe­ten­spiel, er­hielt an­fäng­lich Un­ter­richt am Kon­ser­va­to­rium Frei­burg, war dann Jung­stu­dent an der Hoch­schule für Mu­sik Lau­san­ne, wo er 2014 sei­nen "­Mas­ter of Per­for­man­ce, Ma­jor in Or­che­s­tral Per­for­man­ce" ab­sol­vier­te. Zu­sätz­lich wurde er aus­ge­zeich­net mit dem Preis für die beste Ab­schluss­prü­fung sei­nes Jahr­gan­ges. In die­ser Zeit nahm der junge Trom­pe­ter er­folg­reich an den be­deu­tends­ten Schwei­zer So­lis­ten­wett­be­wer­ben teil und wurde mehr­fa­cher Preisträ­ger. Gleich­zei­tig lernte er auch Kla­vier, Or­gel und Ge­sang. Seit 2015 stu­diert er an der Folk­wang Uni­ver­sität in Es­sen. Or­che­s­te­rer­fah­run­gen sam­melte er bei der Sin­fo­ni­etta de Lau­sanne und beim Ber­ner Sin­fo­nie­or­che­s­ter. In die­sem Jahr spielt er bei ei­ner Solo-Tour­nee in Tai­wan und Süd­ko­rea so­wie mit dem Ge­neva Brass Quin­tett auf in­ter­na­tio­na­len Büh­nen. Kar­ten im Vor­ver­kauf gibt es von 16 bis 31 Euro an der Thea­ter­kasse der Kur­ver­wal­tung (Te­le­fon­num­mer 05222 952909) und bei der Bür­ger­be­ra­tung im Rat­haus an der Ru­dolph-Bran­des-Al­lee.

vom 13.01.2018 | Ausgabe-Nr. 2B

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten