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80. Elbrinxer Martini-Markt erlebte am Wochenende einen riesigen Ansturm

Ein Paradies für Herbstmarkt-Fans

El­brin­xen (af­k). Es war ein Mar­tini-Markt, wie er im Bu­che steht: Die 80. Aus­gabe die­ses Herbst­mark­tes in El­brin­xen ü­ber­traf alle Er­war­tun­gen von der Wit­te­rung und von den Be­su­cher­zah­len her. Der Vor­sit­zende des Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­eins, Det­lef von der Hei­de, und Markt­lei­te­rin Heidi Loke strahl­ten mit den Schau­stel­lern um die Wet­te, denn es lief am letz­ten Wo­chen­ende schlicht­weg op­ti­mal. Park­plätze wur­den Man­gel­wa­re, die Straßen­rän­der wa­ren schon weit vor dem Markt-Areal mit Fahr­zeu­gen zu­ge­stellt, je­der freie Me­ter wurde ge­nutzt. Und so sah es dann auch rund um das dör­f­li­che Kul­tur­zen­trum Markt­scheune und den Markt­weg aus. Die Stände wa­ren ü­ber weite Pha­sen der Öff­nungs­zei­ten dicht um­la­gert, und so man­cher trug in Ta­schen und Tüten ein Schnäpp­chen mit nach Hau­se. Auf je­den Fall be­ka­men die vie­len tau­send Be­su­cher am Wo­chen­ende jede Menge Ein­drü­cke bun­ten Trei­bens mit, denn die El­brinxer Or­ga­ni­sa­to­ren hat­ten sich wie­der alle Mühe ge­ge­ben, ein ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm und An­ge­bot für Kin­der und Er­wach­sene auf die Beine zu stel­len. Er­freu­lich das Ni­veau die­ser Ver­an­stal­tung, die sich wohl­tu­end vom rei­nen Kon­sum­reiz vie­ler gleich­ar­ti­ger Märkte ab­hebt und Be­su­chern auch Zeit und Raum gibt, sich in Ruhe zum Bei­spiel mit der ein oder an­de­ren Hand­werks­kunst zu be­fas­sen.

Der Mar­tini-Markt bie­tet auch stets eine gute Mög­lich­keit, das Dorf El­brin­xen ei­ner brei­te­ren Öf­fent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren. Und viele Ver­eine nut­zen diese Chan­ce, in­dem sie sich ak­tiv in das Markt­ge­sche­hen mit ei­ge­nen Stän­den und Ak­tio­nen ein­brin­gen. Wenn das Wet­ter dann so wie jetzt mit­spielt, dann macht das al­len Be­tei­lig­ten natür­lich umso mehr Freu­de. Zu ei­nem Ren­ner wurde da­bei die open air-Ke­gel­bahn, die seit ei­ni­gen Jah­ren nicht mehr in Be­trieb ge­we­sen war. Sie fei­erte jetzt ein Co­me­back. Für das Be­treu­ungs­per­so­nal hieß es zwar un­er­müd­lich die neun Ke­gel per Hand auf­zu­bauen – aber man hatte Spaß da­bei, egal, ob Kin­der oder Er­wach­sene die Ku­gel ü­ber die berg­auf ver­lau­fende Bahn in Ziel roll­ten. Natür­lich wurde jede »­Pum­pe« (das Ab­kom­men der Ku­gel von der Bahn) mit an­feu­ern­den oder läs­ter­li­chen Sprüchen be­glei­tet – aber es war ein Ver­gnü­gen der be­son­de­ren Art und wird wohl in Zu­kunft wie­der re­gel­mäßig beim Mar­tini-Markt zu er­le­ben sein.

Tra­di­tion hat selbst­ver­ständ­lich die Ge­flü­gel­ver­lo­sung, die in El­brin­xen ein­fach zum Markt da­zu­gehört. Hähn­chen, En­ten, Gänse ste­hen als Preise be­reit, wenn zum Los­preis von 50 Cent je­der die Chance auf einen Weih­nachts­bra­ten hat. Darü­ber hin­aus hatte der Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein auch wie­der Haupt­preise aus­ge­lobt, dar­un­ter eine Fahrt zum Weih­nachts­markt nach Lü­beck, einen Gut­schein für Ver­an­stal­tun­gen in der Markt­scheune oder auch einen Schlem­mer­gut­schein. Bei die­sen Prei­sen war der An­drang auch ent­spre­chend groß.

Eine zu­sätz­li­che At­trak­tion ist der Hof We­se­mann ge­wor­den. Hier wa­ren dies­mal wie­der ne­ben al­ten Land­ma­schi­nen auch eine Sei­le­rei an­zu­tref­fen. Es wurde de­mons­triert, wie eine Ern­te­krone in stun­den­lan­ger Klein­ar­beit ent­steht, die his­to­ri­sche Ap­fel­schäl- und die Sack­klopf­ma­schine des Hei­mat- und Mu­se­ums­ver­eins Lügde zo­gen Scha­ren von In­ter­es­sen­ten an, und auch die Jä­ger in­for­mier­ten, ein­sch­ließ­lich des Falk­ner Da­niel Mül­ler, der ein Tier mit­ge­bracht hat­te. Be­reit­wil­lig gab er Aus­kunft ü­ber den Raub­vo­gel und die Falk­ne­rei. Für die Kin­der ist der Mar­tini-Markt eben­falls stets ein klei­nes Pa­ra­dies, denn sie kön­nen sich hier an vie­len Stän­den ak­tiv be­tei­li­gen, bei ei­ni­gen Run­den auf dem Nost­al­gie-Ka­rus­sell ent­span­nen oder sich bei den Shows von Eva-Ma­ria Gers­ten­ber­ger mit­ma­chen.

Die Markt­scheune selbst war wie­der ein El­do­rado des Kunst­hand­werks – auch hier war wie in je­dem Jahr für den Ge­schmack et­was da­bei. Eine sehr ge­lun­gene und große Aus­wahl der Schau­stel­ler mit un­ter­schied­li­chen Wa­ren stei­gert den An­reiz und das In­ter­esse der Be­su­cher. Es lässt die Zeit zum Ge­spräch mit den Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­kern, aber auch zum Aus­su­chen. Bei die­sem seit Jah­ren er­folg­reich um­ge­setz­ten Kon­zept in der Markt­scheune zeigt sich die lange Er­fah­rung der Or­ga­ni­sa­to­ren!

Tra­di­tio­nell schloss der La­ter­ne­num­zug der Kin­der den Mar­tini- Markt ab, der als ei­ner der er­folg­reichs­ten in die Ge­schichte ein­ge­hen wird.

vom 31.10.2007 | Ausgabe-Nr. 44A

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