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Lippische Polizei registriert einen deutlichen Anstieg der Wohnungseinbrüche

Täter agieren im Schutz der Dunkelheit

Kreis Lip­pe. Alle Jahre wie­der steigt zu Be­ginn der »­dunklen Jah­res­zeit« die Zahl der Ein­brüche. Im Schutz der Dun­kel­heit fühlen sich die un­ge­be­te­nen Gäste un­be­ob­ach­tet. Be­son­ders ge­si­cherte Türen und Fens­ter, Be­we­gungs­mel­der oder auch Alarm­an­la­gen er­schwe­ren den Ein­bre­chern die Ar­beit, kön­nen diese letzt­lich aber auch nur be­dingt vom Vor­ha­ben ab­hal­ten. Wich­tig ist in die­sem Zu­sam­men­hang auch eine auf­merk­same Nach­bar­schaft. Wenn sich die Ga­no­ven be­ob­ach­tet fühlen, se­hen sie in den meißten Fäl­len vom Vor­ha­ben ab. In­so­fern bit­tet die Po­li­zei in Lippe im All­ge­mei­nen so­wie im Be­son­de­ren um die Auf­merk­sam­keit der Be­völ­ke­rung. Sie ap­pel­liert an die Bür­ger, ver­däch­tige Be­ob­ach­tun­gen ­so­fort zu mel­den.

In meh­re­ren kon­kre­ten Fäl­len der ver­gan­ge­nen Ta­ge, hofft die Pol­zei auf Zeu­gen, die mög­li­cher­weise Täter bei, vor oder nach Aus­führung ih­rer Ein­brüche be­ob­ach­tet ha­ben. In wurde am Don­ners­tag­mor­gen ge­gen 8.30 Uhr wurde ein Un­be­kann­ter er­wi­scht, als er ge­rade im Be­griff war, in eine Ober­ge­schoss­woh­nung ei­nes Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses an der Ge­orgstraße ein­zu­stei­gen. Der mut­maß­li­che Täter flüch­tete so­fort ins Freie und ver­schwand zwi­schen den Häu­sern. Nach Zeu­gen­aus­sa­gen han­delte es sich um einen etwa 20 Jahre al­ten und um die 170 Zen­ti­me­ter großen Mann. Er trug eine schwarze Ja­cke und eine Müt­ze, ist Bart­trä­ger und spricht ge­bro­chen Deutsch. Nicht nur in die­sem Fall hofft die Po­li­zei auf wei­tere Zeu­gen.

In der Ge­meinde Oer­ling­hau­sen sind am Don­ners­tag­aben­d

drei Ein­brüche in Häu­ser be­kannt ge­wor­den, zwei da­von im Orts­teil Hel­pup. An der Ber­li­ner Straße stie­gen die Täter zwi­schen 15 Uhr und 21Uhr in ein Ein­fa­mi­li­en­haus ein und such­ten in na­hezu al­len Räu­men nach Die­bes­gut. Die ge­naue Beute ist noch nicht be­kannt. Im Hel­pu­per Acker­weg wurde ir­gend­wann tagsü­ber in ein Rei­hen­haus ein­ge­bro­chen.

Auch hier ist noch nichts ü­ber die mög­li­che Beute der Täter be­kannt. Schließ­lich ist noch ein Ein­bruchs­ver­such in ein Haus "Im El­ken­kamp" (Hel­pup) zwi­schen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr ver­übt wor­den. Der oder die Täter rich­te­ten zwar ent­spre­chen­den Scha­den an, be­tra­ten das Ge­bäu­de

je­doch nicht und ver­schwan­den. Mög­li­cher­weise wur­den sie ge­stör­t.

Im Orts­teil Ma­torf-Kirch­heide sind am Don­ners­tag eben­falls zwei Ein­brüche in Häu­ser be­kannt ge­wor­den. Die Täter stie­gen zwi­schen 12 Uhr und 19 Uhr in ein Ge­bäude im Drif­ten­weg ein und such­ten nach Beu­te. Sie ver­schwan­den mit ei­ni­gen Schmuckstü­cken. Zwi­schen 10.30 Uhr und 20 Uhr dran­gen Ein­bre­cher in ein Haus am "­Son­nen­hü­gel"

ein und durch­such­ten sämt­li­che Räu­me. In die­sem Fall ist zur mög­li­chen

­Beute noch nichts Ge­naues be­kannt. In Bad Sal­zu­flen dran­gen bis­her un­be­kannte Täter "Auf dem Quell­siek" im Orts­teil Ehr­sen-Bre­den ir­gend­wann tagsü­ber in eine Woh­nung in ei­nes Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses

ein. Sie durch­wühl­ten Schränke und an­dere Behält­nisse nach Beute und ver­schwan­den wie­der. Es ist nicht be­kannt, was sie mit­ge­nom­men ha­ben.

Ob zwi­schen den ein­zel­nen Ta­ten bzw. Ört­lich­kei­ten Zu­sam­men­hänge be­ste­hen, kann noch nicht ge­sagt wer­den. Hier er­hof­fen sich die Er­mitt­ler durch ein­ge­hende Hin­weise mehr Auf­schluss. Wem in den ge­nann­ten Be­rei­chen et­was auf­ge­fal­len ist, was mit den Ta­ten im Zu­sam­men­hang ste­hen könn­te, der möge sich un­be­dingt mel­den. In die­sem Zu­sam­men­hang ist in­ter­essant, ob Per­so­nen oder Fahr­zeuge be­merkt wur­den, die nor­ma­ler­weise nicht in das vor­han­dene und ge­wohnte Woh­num­feld pas­sen. Sind Per­so­nen be­merkt wor­den, die sich auf­fäl­lig für Häu­ser in­ter­es­siert ha­ben?

Hin­weise nimmt jede Po­li­zei­dienst­stelle ent­ge­gen. Die Po­li­zei weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass zur un­ver­züg­li­chen Ü­ber­mitt­lung der Hin­weise auch der Po­li­zei­ruf 110 ge­nutzt wer­den kann.

vom 22.11.2017 | Ausgabe-Nr. 47A

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