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» Leopoldshöhe

Eine ungewisse Zukunft
für den Weihnachtszauber

Carola Hamm legt die Organisation des Marktes in Leopoldshöhe nieder

 

Leo­polds­höhe (k­d). Zum 15. Mal fand jetzt der "Weih­nachts­zau­ber" auf dem Hei­mat­hof in Leo­polds­höhe statt. Der zweitä­gige Kunst­hand­wer­ker­markt ver­lief wie­derum sehr er­folg­reich, nahm aber ein un­vor­her­ge­se­he­nes En­de.

Wie fi­li­gran Be­ton in Form ge­bracht wer­den kann, wurde am Stand von Ka­rin Wit­thöft deut­lich. Aus dem Ma­te­rial schuf sie klei­ne, zart wir­kende Her­zen, Sterne und Ni­koläu­se. Nach län­ge­rer Un­ter­bre­chung hatte sie sich ent­schlos­sen, wie­der teil­zu­neh­men. Die Ent­schei­dung war ge­nau rich­tig, denn das In­ter­esse der Be­su­cher war aus­ge­spro­chen groß und Ka­rin Wit­thöft konnte viele ih­rer in­di­vi­du­el­len Pro­dukte ver­kau­fen. Ma­rio Nie­mand, Di­plom-Holz­tech­ni­ker aus Oer­ling­hau­sen, war mit sei­nen in­di­vi­du­el­len Ar­bei­ten zum ers­ten Mal da­bei. Die Wein­kor­ken, Ker­zen­hal­ter, Ma­gnet­köpfe und Un­ter­set­zer aus Mas­siv­holz wirk­ten –ü­ber ihre prak­ti­sche Funk­tion hin­aus – wie kleine Kunst­wer­ke. Nie­mand ver­wen­det aus­sch­ließ­lich hei­mi­sche Höl­zer wie Nuss­baum, Bu­che oder Bir­ke. "A­ber auch der Pflau­men­baum vom Nach­barn wird schon mal ver­ar­bei­tet", meinte er. Auch Nie­mand zeigte sich mit dem re­gen Zu­spruch sehr zu­frie­den. "Da­mit habe ich wirk­lich nicht ge­rech­net", sagte er. Das breite An­ge­bot rund um den Hei­mat­hof reichte vom geräu­cher­ten Aal ü­ber selbst­ge­machte Mar­me­la­den und Plätz­chen bis zum Zu­behör für die Tee­zu­be­rei­tung. Da­mit die Viel­falt nicht durch un­lieb­same Kon­kur­renz be­ein­träch­tigt wird, lädt die Or­ga­ni­sa­to­rin Ca­rola Hamm aus je­dem krea­ti­ven Be­reich je­weils nur eine Per­son ein. Sie selbst stellte ihre in­di­vi­du­elle Mode für Frauen aus. In der Ca­fe­te­ria bot der För­der­ver­ein des BCB-Bas­ket­ball­ver­eins Leo­polds­höhe Ku­chen und Tor­ten aus ei­ge­ner Pro­duk­tion an. Ein be­son­de­rer Blick­fang war eine Sah­ne­torte in Form ei­nes Bas­ket­balls. Ma­rie Ei­fert aus Ub­be­dis­sen hatte das 30 Zen­ti­me­ter ho­he, süße Werk ge­schaf­fen. Ei­gent­lich ver­lief der "Weih­nachts­zau­ber" wie schon in den Jah­ren zu­vor. Beim ob­li­ga­to­ri­schen Sekt am La­ger­feuer zum Ende des Mark­tes teilte Ca­rola Hamm den Aus­stel­lern dann aber mit: "Ich werde mich vom Weih­nachts­zau­ber ver­ab­schie­den und ihn nicht mehr or­ga­ni­sie­ren." Dar­auf­hin herrschte eine große Be­trof­fen­heit, denn nie­mand hatte da­mit ge­rech­net, dass die Or­ga­ni­sa­to­rin ihre Ankün­di­gung von 2012 wahr ma­chen wür­de. "Es war schön, es hat Spaß ge­macht, es war aber auch ein Kraftak­t", sagte Ca­rola Hamm. "­Des­halb habe ich schon vor fünf Jah­ren al­len mit­ge­teilt, dass ich den Ent­schluss ge­fasst habe auf­zuhören. Ich werde mich wei­ter­hin an Märk­ten be­tei­li­gen und auch mein Ate­lier in Greste werde ich wei­ter­führen." Bis­her ge­lang es ihr nicht, je­man­den zu fin­den, der die Or­ga­ni­sa­tion ü­ber­nimmt. "Es ist mit viel Ar­beit ver­bun­den und man wird da­mit nicht reicht", lau­tete ihr Fa­zit. Die Stand­gel­der der Aus­stel­ler sind be­wusst so knapp kal­ku­liert, dass da­mit le­dig­lich die Kos­ten für die Miete des Hei­mat­ho­fes, die Wer­bung und die er­for­der­li­chen Hilfs­kräfte wie Park­platzein­wei­ser ge­deckt wer­den kön­nen. "Viel­leicht fin­det sich ein Weg, es ge­mein­sam in ei­nem Or­ga­ni­sa­ti­ons­team zu schaf­fen, denn der Zu­sam­men­halt al­ler und die Freude am ‚zau­bern‘ ist groß", meinte Ca­rola Hamm. "Ratschläge und Adres­sen gebe ich gern wei­ter. Gleich­zei­tig be­danke ich mich bei den vie­len treuen Be­su­chern. Sie ha­ben uns 15 Jahre lang in­spi­riert.

vom 11.11.2017 | Ausgabe-Nr. 45B

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