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Aktuelle Infos aus dem Dorf

Elbrinxer "Smart Country Side"-Konferenz nur schwach besucht

Lügde-El­brin­xen (af­k). Die Di­gi­ta­li­sie­rung ist eins der großen The­men un­se­rer Zeit. We­cleh Chencen sie für den länd­li­chen Raum birgt, das ver­sucht das Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jekt "S­mart Coun­try Si­de" (SCS) der Kreise Lippe und Höx­ter der Be­völ­ke­rung nahe zu brin­gen. Ge­mein­sam sol­len Ideen für di­gi­tale An­wen­dun­gen ent­wi­ckelt wer­den, die die Le­bens­qua­lität, Da­seins­vor­sor­ge, Teil­habe und Mo­bi­lität in den Dör­fern ver­bes­sern sol­len. Bei ei­ner Dorf­kon­fe­renz im Mo­dell­ort El­brin­xen woll­ten die Pro­jekt­lei­ter mit den Bür­gern ins Ge­spräch kom­men. Die Re­so­nanz war je­doch eher ver­hal­ten.

Rund 20 El­brinxer be­tei­lig­ten sich dar­an, die Her­aus­for­de­run­gen für die Men­schen im Dorf zu ana­ly­sie­ren und nut­zer­freund­li­che Lö­sungs­vor­schläge zu er­ar­bei­ten, wo mo­derne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie hel­fen kann. "Hier er­ge­ben sich viele neue Chan­cen, um die Le­bens­qua­lität zu stei­gern", hoffte Bür­ger­meis­ter Heinz Re­ker. Das SCS-Pro­jekt­ma­na­ge­ment um Ann-Ka­thrin Ha­big­horst hatte das 1.172-Ein­woh­ner-Dorf El­brin­xen vorab ana­ly­siert, in­klu­sive der Me­dien­kom­pe­tenz. Wie nicht an­ders zu er­war­ten, war diese in der Re­gel bei den Jün­ge­ren höher als bei Äl­te­ren, die mit PC, Smart­phone und Co. häu­fi­ger Pro­bleme ha­ben. Dazu kommt, dass die In­ter­net-Ver­sor­gung in der Lüg­der Süd­stadt längst nicht ü­ber­all den mo­der­nen Leis­tungs­an­for­de­run­gen ent­spricht. "Das ist aber eine Grund­vor­aus­set­zung", mach­ten die Teil­neh­mer im­mer wie­der deut­lich. Eine ver­läss­li­che di­gi­tale Ver­net­zung könne dazu bei­tra­gen, ei­ner­seits die Kon­takte der Men­schen un­ter­ein­an­der, an­de­rer­seits aber auch den of­fi­zi­el­len In­for­ma­ti­ons­fluss zu ver­bes­sern. Die "S­mart Coun­try Si­de"-Ex­per­ten, die auf in­no­va­tive Ideen hof­fen, wis­sen aber auch: Viele Ideen und For­de­run­gen der Bür­ger ver­schie­de­ner Dör­fer glei­chen sich. Auch in El­brin­xen ste­hen ak­tu­elle In­for­ma­tio­nen aus dem Dorf ganz oben auf der Wunsch­lis­te. Orts­bür­ger­meis­ter Her­mann Wen­ne­ker ver­deut­lichte das am Bei­spiel des in je­dem Jahr mit al­len Ver­ei­nen ge­mein­sam auf­ge­stell­ten Ver­an­stal­tungs­ka­len­ders: "In dem Mo­ment, wenn er in Pa­pier­form ge­druckt ist, ist er schon wie­der ver­al­tet. Es än­dert sich stän­dig was." Ein in je­dem Haus­halt ab­ruf­ba­rer Plan ü­ber eine "El­brin­xen Ap­p" könnte dies bei ent­spre­chen­der Da­ten­pflege be­he­ben. Zu­sätz­lich wären In­fos ü­ber Ak­tu­el­les aus dem Dorf, den ÖP­NV, die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung und vie­les an­dere mehr ab­ruf­bar. Auch wenn die Nach­bar­schafts­hilfe in El­brin­xen noch tra­di­tio­nell und pro­blem­los klappt – bei kurz­fris­ti­gen Ge­su­chen könnte auch ü­bers Netz schnelle Hilfe er­be­ten wer­den. Die Er­geb­nisse aus der El­brinxer Ver­an­stal­tung fließen nicht nur in das Lüg­der IKEK-Ver­fah­ren ein, son­dern ab 2018 auch vom Kreis Lippe um­ge­setzt. Was letzt­lich in den Ge­nuss ei­ner Pro­jekt­för­de­rung kommt, muss jetzt die Aus­wer­tung der Bei­träge aus der Dorf­kon­fe­renz er­ge­ben.

vom 25.10.2017 | Ausgabe-Nr. 43A

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