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Grandiose Auftritte

Gala von Annika Otto begeistert

Kal­le­tal/ Lemgo (r­to). Zum ers­ten Mal hat An­nika Otto nach der Ü­ber­nahme des Tanz­stu­dios dance & arts in Ho­hen­hau­sen ge­zeigt, was sie und ihre Schü­le­rin­nen so drauf ha­ben. Die Tanz­päd­ago­gin setzt da­mit die Tra­di­tion des Tanz­stu­dios fort, alle zwei Jahre ein ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm auf die Bühne zu brin­gen. Das hat sie, zu­sam­men mit Va­nessa Luck­au, die beim TV Lemgo die tän­ze­ri­sche Er­zie­hung macht, er­ar­bei­tet. Zu ers­tem Mal wurde die Gala im Lem­goer Ma­ri­anne-We­ber-Gym­na­sium auf­ge­führt. Grund ist die Re­no­vie­rung der Aula in der Ge­mein­schafts­schule in Ho­hen­hau­sen. An­nika Otto un­ter­schei­det sich nicht nur äußer­lich deut­lich von ih­rer Vor­gän­ge­rin Sa­rah Me­di­na. Während die klei­ne, quir­lige Tän­ze­rin in ih­ren Ga­las auf Mu­si­cal-Ele­mente und ganze Ge­schich­ten setz­te, hat die große, schlanke An­nika Otto ih­ren Schwer­punkt auf ganz un­ter­schied­li­che mu­si­ka­li­sche und tän­ze­ri­sche Ele­mente ge­legt. Auf ei­ner pu­ris­ti­schen Büh­ne, die nur in schwarz und weiß ge­hal­ten, mit un­ter­schied­li­chen Licht­ef­fek­ten aus­ge­stal­tet war, bot sich den Zu­schau­ern an zwei Ta­gen das Pro­gramm ”Tan­zen, Tüll und Großes Ki­no”. Eine Show, die von Be­ginn an auf Kon­traste setz­te. Natür­lich eröff­ne­ten die Kleins­ten in der tän­ze­ri­schen Früher­zie­hung im Bie­nen­kostüm die Auf­tritte der an­de­ren und berühr­ten da­mit die Her­zen der Zu­schau­er. Doch schon mit den bei­den Dar­bie­tun­gen aus dem Film "­Die wun­der­bare Welt der Ame­lie”, mit dem zau­ber­haf­ten Schirm­chen­tanz und dem dar­auf fol­gen­den Wal­zer und dem ra­di­ka­len Schnitt zu "­Gre­a­ce” im nächs­ten Act, wurde klar, der Abend wird ab­wechs­lungs­reich. Nur mit ei­ner Pause in der Mitte des Pro­gramms folgte ein Auf­tritt dem an­de­ren. Der Wech­sel, wie bei­spiels­weise zwi­schen der agi­len Zumba-Truppe mit dem Schlei­er­tanz zu ”­Cold Ca­se” oder dem ”­Pom­pon Tanz” war im­mer wie­der ein Bruch zwi­schen Stil und Tempo und sorgte für Be­geis­te­rung beim Pu­bli­kum. Die Cho­reo­gra­fien von Va­nessa Luckau im klas­si­schen Bal­lett hat­ten viel von Aus­druck­stanz oder wie man heute sagt, zeit­genös­si­schem Tanz, bei dem die in­di­vi­du­elle und künst­le­ri­sche Dar­stel­lung von Ge­fühlen im Vor­der­grund ste­hen. Fan­tasi­en, die nicht nur bei ”S­ha­des of Grey" oder "­Give me Love” an­reg­ten. Auch die "D­schun­gel” Ein­lage der Body Work und Dance-Truppe un­ter der Cho­reo­gra­fie von Ca­ro­lin Bengt­son gehört da­zu. Be­ein­dru­ckend und den­noch ohne viel Drum­her­um, sah man sich hier in die Welt der Tiere im Dun­kel des Dschun­gels ver­setzt. Das Hig­light war auf je­den Fall das "Al­le­gret­to” von Carl Jen­kins, das kom­plett in Rot von Bal­le­ri­nen ge­tanzt wur­de, um dann in den mit schwar­zen Kostü­men aus­ge­stat­te­ten Spit­zen­tanz von "­Game of Thro­nes”ü­ber­zu­ge­hen. Am Ende stan­den nicht nur mehr als hun­dert be­tei­ligte Tän­ze­rin­nen und zwei Tän­zer auf der Büh­ne. Auch das Pu­bli­kum stand und spen­dete der sicht­licht ent­spann­ten und ü­ber­glück­li­chen Lei­te­rin des Tanz­stu­dios schal­len­den Ap­plaus.

vom 07.10.2017 | Ausgabe-Nr. 40B

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