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Auftischen und einmischen

Frauenmahl der Evangelischen Frauen in Lippe kam gut an

 

Kreis Lip­pe/­Det­mold. Aus An­lass des Re­for­ma­ti­ons­ju­biläums tra­fen sich 140 Frauen zu ei­nem "Frau­en­mahl" in der Mu­se­ums­gast­stätte "Im Weißen Ross" im LWL-Frei­licht­mu­seum Det­mold. Die Evan­ge­li­schen Frauen in Lippe (E­FiL) hat­ten zu ei­nem ku­li­na­ri­schen und geis­tig in­spi­rie­ren­den Abend in schö­nem Am­biente ein­ge­la­den. Das Be­son­de­re: Zwi­schen den ein­zel­nen Menügän­gen wur­den Tisch­re­den à la Mar­tin Lu­ther ge­hal­ten, dies­mal al­ler­dings von Frau­en, die die Zu­kunft von Kir­che und Ge­sell­schaft in den Blick nah­men. Nach Be­grüßung und Ein­führung – ge­stal­tet von Bil­dungs­re­fe­ren­tin Mo­nika Kor­bach und Pfar­re­rin Bri­gitte Fen­ner mit mu­si­ka­li­scher Un­ter­ma­lung durch Dörte Voll­mer – star­te­ten das mehr­gän­gige Menü und die Tisch­red­ne­rin­nen.

Agnes Stern­schul­te, Land­schaftsö­ko­lo­gin am Frei­licht­mu­se­um, erzähl­te, wie wich­tig es für den Er­halt der Schöp­fung sei, die Ar­ten­viel­falt zu be­wah­ren und alte Sor­ten in Gar­ten und Feld zu er­hal­ten. Dies sei nicht nur ein Bei­trag zur ge­sun­den Ernährung, son­dern auch ein wich­ti­ger Schritt ge­gen die Ü­ber­macht der Saat­gut­fir­men. Vor dem Haupt­gang nahm die Ge­schäfts­füh­re­rin der Evan­ge­li­schen Frauen in Deutsch­land (E­Fi­D), Dr. Eske Woll­rad, die Zu­kunft der Kir­che aus weib­li­cher Sicht ins Vi­sier. "­Die Kir­che wird klei­ner sein, sie wird äl­ter sein und auch är­mer." Den­noch habe die Kir­che eine Zu­kunft. Sie dürfe da­bei je­doch nicht nur ü­ber Spar­maß­nah­men re­den. Sie müsse In­ves­ti­tio­nen wa­gen. Aus Sicht von Eske Woll­rad müss­ten dies In­ves­ti­tio­nen in die kirch­li­che Ar­beit von Frauen sein. Frauen seien die tra­gen­den Säu­len in den Ge­mein­den. Häu­fig würde al­ler­dings so ge­tan, als könne man auf sie so selbst­ver­ständ­lich zurück­grei­fen wie auf das Was­ser aus der Lei­tung. Sie regte die Frauen an den Ti­schen an, sich vor­zu­stel­len, sie kä­men 2030 an ei­ner Kir­che vor­bei und die Tür stünde of­fen. Was möch­ten Sie dann in ihr er­le­ben? Auf ihre Weise be­ant­wor­tete die dritte Tisch­red­ne­rin, Bil­dungs­re­fe­ren­tin Ka­tha­rina Ar­nol­di, diese Fra­ge. Sie stellte das Pro­jekt "Her­zens­sprech­stun­de" vor und wid­mete sich der Fra­ge, an wel­chen un­ge­wöhn­li­chen Or­ten die Kir­che Men­schen ins Ge­spräch brin­gen kann. Zum Bei­spiel in der Sprech­stunde beim Haus­arzt. Sie stellte das Kon­zept ei­ner Art mo­bi­len Seel­sorge vor. Während des Es­sens war der Raum an­ge­füllt mit sich fröh­lich aus­tau­schen­den Stim­men. "Das ver­langt nach Wie­der­ho­lung", so die Mei­nung am Schluss.

vom 29.07.2017 | Ausgabe-Nr. 30B

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