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Zukunft Lages gestalten

Informationen zu Grundlagen städtebaulicher Entwicklung

Lage (WAG). Die Po­li­ti­ker im Aus­schuss für Wirt­schaft und Stadt­ent­wick­lung ha­ben sich in ih­rer Sit­zung Ende März mit ei­ner Flut von Plä­nen zur Zu­kunft La­ges be­fasst. Auf der Ta­ges­ord­nung stan­den das  Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept, der Lan­des­ent­wick­lungs­plan und der Flächen­nut­zungs- und Re­gio­nal­plan. "Eine zu­ge­ge­ben et­was tro­ckene The­ma­tik, aber es lohnt sich, sich da­mit ein­ge­hend zu be­schäf­ti­gen, eröff­net es uns doch die Mög­lich­keit, Ein­fluss auf die Zu­kunft un­se­rer Stadt zu neh­men", sieht Vor­sit­zen­der Hans Hofste (SPD) die Vor­zü­ge.

Würde man sich nicht mit den In­hal­ten der Kon­zepte aus­ein­an­der­set­zen, ü­ber­ließe man Lage den ü­ber­ge­ord­ne­ten Behör­den. Diese be­stimm­ten dann ü­ber die Köpfe der Bür­ger hin­weg et­was, das die kom­mu­nale Pla­nungs­ho­heit be­en­de, so Hofste wei­ter. Das Büro Drees und Hues­mann und Bür­ger ar­bei­ten der­zeit ge­mein­sam am Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept (S­TEK). Das STEK bil­det die Grund­lage für wei­tere räum­li­che Pla­nun­gen und hat Fol­gen für den Lan­des­ent­wick­lungs- und Flächen­nut­zungs­plan. So­bald die Er­geb­nisse vor­lie­gen, kann die Stadt für ge­zielte Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Wohn­qua­lität För­deran­träge auf den Weg brin­gen. Einen Schwer­punkt legt die Stadt auf die Ent­wick­lung neuer Ge­wer­be­ge­bie­te. "Wir ha­ben im Mo­ment einen er­höh­ten Be­darf, aber kaum An­ge­bo­te", un­ter­strich Hans Hofs­te. Der vor­lie­gende Lan­des­ent­wick­lungs­plan NRW schränkt den Flächen­ver­brauch, der sich 2015 lan­des­weit auf neun bis zehn Hektar am Tag be­lief, ein. In Lage ist er nach den Wor­ten von Det­lef Köh­ler in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren um bis zu 20 Pro­zent an­ge­stie­gen. Des­halb gelte es, Wirt­schafts- und Sied­lungs­flächen zu spa­ren, um die Land­schaft zu scho­nen. Im Re­gio­nal­plan (R-Plan) wer­den all­ge­meine Sied­lungs­be­rei­che und Be­rei­che für die ge­werb­li­che und in­dus­tri­elle Nut­zung fest­ge­legt. Der Flächen­ver­brauch soll nach dem Wil­len der Lan­des­re­gie­rung auf fünf Hektar am Tag re­du­ziert wer­den. Im Hin­blick auf die Aus­wei­sung wei­te­rer Ge­wer­be­flächen strebt man eine en­gere in­ter­kom­mu­nale Zu­sam­men­ar­beit an. Die Frei­flächen in der In­nen­stadt sol­len mög­lichst er­hal­ten wer­den. Lage gilt als waldarm. Der An­teil liegt un­ter 20 Pro­zent des Stadt­ge­bie­tes. Eine Stadt wie Bie­le­feld hat höhere Wald­flächen­an­tei­le. Der Flächen­nut­zungs­plan (F­NP) ist Richt­schnur für die städ­te­bau­li­che Ent­wick­lung ei­ner Kom­mu­ne. In ihm wer­den so­wohl Flächen für neue Wohn­ge­biete und Ver­kehrs­flächen, aber auch land­wirt­schaft­li­che Flächen und sol­che, die der Er­ho­lung die­nen aus­ge­wie­sen.

vom 15.04.2017 | Ausgabe-Nr. 15B

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