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Bürger äußern ihre Wünsche und Ideen

80 Teilnehmer beim Auftakt zum Lagenser Stadtentwicklungskonzept

 

Lage (WAG). Die Stadt Lage wapp­net sich für die Zu­kunft. Um de­mo­gra­phi­schen Ver­än­de­run­gen und da­mit den An­sprüchen an In­fra­struk­tur, der Ent­wick­lung von Sied­lungs­flächen und des Land­schafts- und Na­tur­raums ge­recht zu wer­den, soll ein Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept (S­TEK) auf den Weg ge­bracht wer­den. Die­ser fort­schrei­bungs­fähige Leit­fa­den legt fest, wie das Woh­num­feld in den nächs­ten zehn bis 15 Jah­ren aus­se­hen soll. Zur Auf­takt­ver­an­stal­tung ka­men am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag gut 80 Ein­woh­ner in die Aula am Wer­rean­ger. 

Die The­men der Stadt­ent­wick­lung sind viel­fäl­tig: Es geht um In­fra­struk­tur, gute ärzt­li­che Ver­sor­gung, ein voll­wer­ti­ges Schul­an­ge­bot, die För­de­rung von Ver­ei­nen und die Si­che­rung dör­f­li­cher Struk­tu­ren. Raum­pla­ner Jens-Pe­ter Hues­mann fragte die Bür­ger nach ih­ren An­sprüche, die sie an die Stadt ha­ben. "­Die Stadt­ent­wick­lung ist kom­plex, sie in ein Kon­zept ein­fließen zu las­sen, ist eine am­bi­tio­nierte Auf­ga­be", sagte der Di­plom-In­ge­nieur. Da­bei gehe es zunächst auch nicht dar­um, wer ent­spre­chende Maß­nah­men wird be­zah­len müs­sen. Denn das Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept bilde die Grund­lage für För­der­pro­gramme von Eu­ropäi­scher Union, Bund und Land. Es wird gel­ten für Ver­än­de­run­gen in den be­bau­ten und un­be­bau­ten Be­rei­chen der Kern­stadt und der Orts­tei­le. Da­bei müsse man nicht al­les neu er­fin­den, sagte Hues­mann. Man­ches könnte man dem De­mo­gra­fie­be­richt, der LEA­DER-Be­wer­bung, der kom­mu­na­len Ver­kehrs­ent­wick­lungs­pla­nung und dem Kli­ma­schutz­kon­zept ent­neh­men. Kli­ma­schutz, Le­ben in Lage und au­to­freie City Nach der Vor­stel­lung des Kon­zepts ka­men die Bür­ger zu Wort. Olli Mül­ler aus Hei­den wünscht sich ne­ben ei­nem gu­ten An­ge­bot für den Öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr eine eben­sol­ches für Schu­len. Dazu gehört für ihn auch eine Fach­hoch­schu­le. Bernd Ro­et­zel aus Har­dis­sen kommt der Be­reich "Le­ben in La­ge" zu kurz. Auch die Wer­re, die durch Lage fließt, sollte man im Blick be­hal­ten. An­dere pflich­te­ten ihm darin bei, dass der Fluss eine Fülle von An­re­gun­gen auch für den Frei­zeitsek­tor bie­te. Es brau­che auch mehr Bänke und Grün­flächen in der In­nen­stadt, da­mit man sich dort wohl­fühlen kön­ne. Au­tos müss­ten "raus aus der Ci­ty­". Vol­ker Schu­bach be­tonte den Aspekt "Kli­ma­schutz". Ge­plant sei die "Um­zin­ge­lung" La­ges durch eine Um­ge­hungs­straße. Man müsse ü­ber­le­gen, wie man da­mit zu­recht­kom­me. Gerd Bi­cker regte an, die In­fra­struk­tur für Fahr­rad­fah­rer aus­zu­bau­en. Es müsse Spaß ma­chen, mit dem Rad in die Stadt zu fah­ren. "Rad­wege müs­sen aus­ge­baut wer­den. Der von und nach Hei­den ü­ber Gut Aven­haus hin­aus", be­tonte Ul­rich Hoff­mann. Zu­dem um­fasse Stadt­ent­wick­lung auch die Be­rei­che Schule und Wirt­schafts­för­de­rung. Für Heinz Wal­ter ist der de­mo­gra­fi­sche Wan­del ein hei­kles The­ma. Denn man komme nicht um­hin, we­sent­li­che Auf­ga­ben in der Stadt zu kon­zen­trie­ren. Da­her müss­ten ein­zelne Orts­teile zukünf­tig wei­tere Ein­schrän­kun­gen hin­neh­men. Wei­tere Werkstät­ten ge­plant Nach der Auf­takt­ver­an­stal­tung soll die Dis­kus­sion um die Zu­kunft der Zucker­stadt in den kom­men­den Mo­na­ten in öf­fent­li­chen Werkstät­ten wei­ter­ge­hen. Die Ver­wal­tung wird die Ter­mine dazu recht­zei­tig be­kannt ge­ben. Die Stadt ist auf­ge­teilt in die Ge­biete Nord, Ost, Kern­stadt, Süd und West. Die Bür­ger aus den Orts­tei­len kön­nen sich an der Er­ar­bei­tung von Zie­len be­tei­li­gen. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Be­rei­che Woh­nen, Ver­sor­gung, Bil­dung, Be­treu­ung, Ar­bei­ten, Mo­bi­lität, Er­ho­lung und Sport.

vom 18.03.2017 | Ausgabe-Nr. 11B

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