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Einkaufsvergnügen und Kirmestrubel

Beim 111. Frühjahrs-Markt herrschte Hochbetrieb in der Zuckerstadt

Lage (sc). Bunt, gut ge­launt und son­nig ist am ver­gan­ge­nen Wo­chen­ende der Früh­ling in Lage ein­ge­zo­gen. Beste Be­din­gun­gen also für die 111. Auf­lage des tra­di­tio­nel­len Früh­jahrs-Mark­tes. Dement­spre­chend strahl­ten am Sonn­tag Be­su­cher, Schau­stel­ler und die Kauf­mann­schaft.

"­Den Glühwein hät­ten wir zu Hause las­sen kön­nen", lachte Sa­bine Steuer an ih­rem Ge­tränke-Stand, an dem an­ge­sichts der mil­den Tem­pe­ra­tu­ren Kalt­ge­tränke Hoch­kon­junk­tur hat­ten. Di­rekt auf dem Markt­platz herrschte an al­len drei Markt­ta­gen dich­tes Ge­drän­ge. "Das liegt si­cher­lich auch dar­an, dass der Auto-Scoo­ter als ech­ter Ma­gnet erst­ma­lig hier plat­ziert wer­den muss­te. Das bringt mehr Kir­mes-Flair in die Stadt­mit­te", fin­det Markt­meis­ter Adolf Steu­er, der auf­grund der Bau­maß­nah­men in der In­nen­stadt im­pro­vi­sie­ren muss­te, da die Fläche am ehe­ma­li­gen City-Cen­ter-Park­platz nicht zur Ver­fü­gung stand. &l­t;h4 class="­Zwi­schenue­ber­schrift"&g­t;­ZWI­SCHEN­TI­TEL Mehr Kir­mes-Flair im Zen­trum­Nor­ma­ler­weise geht es auf dem La­gen­ser Markt­platz eher ru­hig und be­schau­lich zu. Doch schon der erste Ro­sen­mon­tags­um­zug hat be­wie­sen, dass hier auch mal or­dent­lich Ra­batz ge­macht wer­den kann. So ging es auch am Wo­chende in La­ges gu­ter Stube mit der Neu­plat­zie­rung des Au­tos­coo­ters rich­tig rund. Denn das Au­tos­coo­ter­fah­ren wird mit meist sehr lau­ter Mu­sik un­ter­malt. Es wird ü­ber­wie­gend Techno-, Dance- und Disco-Mu­sik ge­spielt. Der Be­trei­ber macht zwi­schen­durch flotte Sprüche, eine Licht­an­lage sorgt für Dis­ko­ef­fek­te. Ne­bel­ma­schi­nen hül­len die Fahr­fläche kurz­zei­tig in weißen Ne­bel. Die ge­samte En­ter­tain­ment­an­lage ist bei mo­der­nen Au­tos­coo­tern com­pu­ter­ge­steu­ert. Auf Volks­fes­ten sind die Au­tos­coo­ter auch we­gen des Mu­sik­pro­gramms und der Dis­ko­at­mo­s­phäre be­lieb­ter An­zie­hungs- und Treff­punkt für junge Leu­te. Das Kon­zept ist auch in Lage auf­ge­gan­gen. Der kom­pri­mierte Auf­bau ent­lang der Lan­gen Straße so­wie der Bergstraße kam bei den meis­ten Be­schi­ckern gut an. "Am heu­ti­gen Sonn­tag ist rich­tig was los und auch der Frei­tag war sehr gut be­sucht", bestätigte Helga Marx. Mit ih­rer Crê­pes-Bude steht sie seit Jahr­zehn­ten all­jähr­lich ge­genü­ber der "Süßen Ecke". "­Mir ge­fällt es hier, ich mag Lage und sehe es als nied­li­ches klei­nes Städt­chen mit Po­ten­tial", lobte die Schau­stel­le­rin, die sich hier in­zwi­schen einen großen Stamm­kun­den­kreis auf­ge­baut hat, mit Blick auf die an­ste­hen­den bau­li­chen Ver­än­de­run­gen. Seine Pre­miere in Lage hat Mi­ros­law Gamba mit sei­nen "­Spi­ral-Kar­tof­feln" am Spieß ge­fei­ert. "Ein ech­ter Trend und Selbst­läu­fer", freute er sich ü­ber gute Ge­schäf­te. Skep­tisch da­ge­gen be­ur­teilte Neu­ling Kay Then das Früh­lings­markt-Kon­zept in La­ge. "Hier fehlt es an Kunst­hand­werk, um die At­trak­ti­vität zu stei­gern", so der Ber­li­ner, der mit sei­nem Bre­zel-Ex­press und der mit Scho­ko­lade ü­ber­zo­ge­nen Spe­zial-Va­ri­ante eine durch­wach­sene Bi­lanz zog. "In die­sem Jahr ist wirk­lich ei­ni­ges neu, wir ha­ben den Be­su­chern viel zu bie­ten ", ver­wies Adolf Steuer un­ter an­de­rem auf den "­De­vil Dan­ce", ein Fahr­ge­schäft, dass seine Pas­sa­giere or­dent­lich ro­tie­ren lässt. Am Frei­tag kos­te­ten die Fahr­ten in sämt­li­chen Ka­rus­sells nur einen Eu­ro, um die Geld­beu­tel der Fa­mi­lien zu scho­nen. Viel zu bie­ten hat­ten auch die Ein­zel­händ­ler. Neueste Kol­lek­tio­nen und at­trak­tive An­ge­bo­ten sorg­ten für volle Ge­schäfte und prall ge­füllte Ein­kaufsta­schen. Schnäpp­chen gab es auch auf dem Floh­markt. Vom wert­vol­len Sa­mo­war ü­ber Le­s­e­lek­türe bis hin zu Kin­der­spiel­zeug reichte das An­ge­bot. "Wir sind mit der Re­so­nanz sehr zu­frie­den", bestätigte Floh­markt­lei­ter Oli­ver Opitz. Und wie könnte es an­ders sein? Auch er fei­erte Pre­mie­re. Als Nach­fol­ger sei­nes Schwie­ger­va­ters Gün­ter Gauß lenkte Opitz erst­mals die Trö­del-Ge­schicke.

vom 15.03.2017 | Ausgabe-Nr. 11A

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