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Besuch in der alten Heimat

Peter Orloff und der Schwarzmeer Kosakenchor in Lemgo

Lemgo (la). Es ist be­reits gute Tra­di­tion, wenn am Sams­tag, 14. Ja­nu­ar, 19,30 Uhr, zum wie­der­hol­ten Male in der Kir­che St. Jo­hann, Mit­tel­straße 137, wie­der ein fest­li­ches Kon­zert des berühm­ten Schwarz­meer Ko­sa­ken-Cho­res er­klingt. Dem Chor un­ter der Lei­tung und Mit­wir­kung von Pe­ter Or­loff, dem ge­bür­ti­gen Lem­goer, der einst vor ü­ber 50 Jah­ren als jüngs­ter Sän­ger al­ler Ko­sa­ken­chöre der Welt seine le­gen­däre Kar­riere be­grün­de­te.

Aus dem klei­nen Jun­gen mit der schon da­mals auf­se­hen­er­re­gen­den Stimme wurde die Schla­ger­le­gende Pe­ter Or­loff, der Kö­nig der Hit­pa­ra­den mit 19 ei­ge­nen Charts-No­tie­run­gen und zahl­rei­chen Gol­de­nen Schall­plat­ten. Seit 23 Jah­ren führt er mit "­Cha­ris­ma, Charme und Stimm­ge­wal­t" das einst von sei­nem Va­ter, dem Theo­lo­gen und Sohn ei­nes Ge­ne­rals, Ni­ko­lai Or­loff jahr­zehn­te­lang ge­lei­tete und in den 90er-Jah­ren wie­der be­grün­dete En­sem­ble auf aus­ge­dehn­ten tri­um­pha­len Kon­zert­tour­neen von Er­folg zu Er­folg. 2017 ist ein be­son­de­res Jahr - vor 80 Jah­ren er­folgte die Grün­dung des ers­ten En­sem­bles des berühm­ten welt­be­kann­ten Cho­res, an dem der Va­ter von Pe­ter Or­loff, Pas­tor Ni­ko­lai Or­loff, großen An­teil hat­te. Pe­ter Or­loff selbst kon­zer­tierte sei­ner­zeit noch mit Mit­glie­dern der ers­ten Stunde und ist im Ju­biläums­jahr seit 25 Jah­ren mu­si­ka­li­scher Ge­samt­lei­ter des Schwarz­meer Ko­sa­ken-Cho­res. Die Zu­schauer kön­nen sich auf ein ebenso fas­zi­nie­ren­des wie berühren­des Kon­zer­ter­eig­nis die­ses En­sem­bles freu­en, ver­spricht eine Pres­se­mel­dung des Ver­an­stal­ters. Russ­land und die Ukraine ha­ben der­zeit ein Pro­blem, aber hier kon­zer­tie­ren hoch­de­ko­rierte ukrai­ni­sche und rus­si­sche Sän­ger der ab­so­lu­ten Welt­klasse in herz­li­chem Ein­ver­neh­men – atem­be­rau­bende Tenöre, ab­grund­tiefe Bässe und als be­son­de­res High­light eine ab­so­lute Welt­ra­rität, ein männ­li­cher So­pran von der Kie­wer Oper. Stimm­wun­der oder Wun­der­stim­men – bei­des stimmt! Dem En­sem­ble gehören auch drei der bes­ten rus­si­schen In­stru­men­tal-Vir­tuo­sen an. Dank sei­ner na­hezu ein­zig­ar­ti­gen Be­set­zung ist der Schwarz­meer Ko­sa­ken-Chor in der La­ge, ein wirk­lich außer­ge­wöhn­li­ches Pro­gramm auf­zu­führen, das weit ü­ber das hin­aus­geht, was man von ei­nem Ko­sa­ken-Chor üb­li­cher­weise er­war­tet. Oder wann hat man je in die­sem Zu­sam­men­hang Werke gehört wie "Schwa­nen­see", "Leise fle­hen meine Lie­der" oder – das Pa­ra­de­solo al­ler großen Tenöre –"­Nes­sun dor­ma". Herz­stück des Kon­zerts sind natür­lich auch die schöns­ten Kost­bar­kei­ten aus dem rei­chen Schatz der rus­si­schen und ukrai­ni­schen Mu­sik­li­te­ra­tur wie die berühm­ten "A­bend­glo­cken", "­Die zwölf Räu­ber", "Ich bete an die Macht der Lie­be", "S­tenka Ra­sin", "Das ein­same Glöck­chen" und "­Ka­lin­ka". Es ist eine mu­si­ka­li­sche Reise durch das schnee­be­deckte Land von Mos­kau bis an den Bai­kal­see, von Kiew bis St. Pe­ters­burg mit Ro­man­zen, Ge­schich­ten und Bal­la­den von ü­ber­wäl­ti­gen­der Aus­drucks­kraft, tiefer Me­lan­cho­lie und ü­ber­schäu­men­dem Tem­pe­ra­ment. Hel­den­ta­ten, Ruhm und Größe ver­gan­ge­ner Tage er­strah­len neu in hel­lem Glanz und ru­fen Sehnsüchte und Er­in­ne­run­gen wach - ein wah­res Feu­er­werk der Emo­tio­nen. Ein­tritts­kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf in der Lemgo-In­for­ma­tion, Kra­mer­straße 3 so­wie an der Abend­kas­se.

vom 28.12.2016 | Ausgabe-Nr. 52A

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