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Begegnung, Bewegung und jede Menge Spaß

Menschen mit und ohne Handicap feiern 25 Jahre Integrative Sportgemeinschaft

Lemgo (n­r). Trom­meln, tan­zen, lau­fen und fei­ern. Die Sport­gala zum 25-jäh­ri­gen Be­ste­hen der In­te­gra­ti­ven Sport­ge­mein­schaft Eben-Ezer (IGS) war bunt, ener­gie­ge­la­den und vor al­lem eins: ge­mein­schaft­lich. 350 Men­schen mit und ohne Han­di­cap ha­ben am ver­gan­ge­nen Frei­tag ein bun­tes Pro­gramm er­lebt, mit­ge­stal­tet oder ein­fach nur ge­nos­sen.

Da wo sonst die ver­schie­dens­ten Sport­grup­pen in der großen Sport­halle trai­nie­ren und sich tref­fen, wa­ren lange Bank- und Tisch­rei­hen, Bühne und natür­lich Ak­ti­ons­fläche für die un­ter­schied­lichs­ten Sport­vor­führun­gen auf­ge­baut. Ein ganz schö­nes Stück Stre­cke hät­ten sie in 25 Jah­ren zurück­ge­legt, be­schrieb der erste Vor­sit­zende Bern­hard Schnoor: "In­te­gra­ti­ver als Sport geht es kaum. In die­ser Zeit ha­ben sich viele Men­schen mit und ohne Han­di­cap beim Sport ge­trof­fen und in eben die­ser Zeit ha­ben wir diese Men­schen be­weg­t." 1991 zur Sat­zungs­un­ter­zeich­nung sei das noch ein ganz neu­er, mo­der­ner Ge­danke ge­we­sen und der sei in vor­bild­li­cher Weise um­ge­setzt wor­den. Letzt­end­lich gehe es bei der IGS "­nicht um Wett­be­werb und Zehn­tel­se­kun­den, son­dern um Be­geg­nung und Be­we­gung", be­schrieb es Bür­ger­meis­ter Dr. Rei­ner Aus­ter­mann. Die­sen in­te­gra­ti­ven Ge­dan­ken hat die ISG mit be­freun­de­ten Ver­ei­nen zur Sport­gala ganz an­schau­lich mit den un­ter­schied­lichs­ten Sho­wein­la­gen de­mons­triert. Das ging vom Tan­zen ü­ber Akro­ba­tik, Trom­meln, Roll­schuh­küren bis hin zu Staf­fel­lauf oder Kunst­rad­fah­ren. Die Gäste im Saal wur­den schon gleich zu Be­ginn mit­ge­ris­sen und be­san­gen beim Ver­eins­lied, das an He­lene Fi­schers "A­tem­los" an­ge­lehnt ist, den Sport. Da tanzte die ISG Tanz­sport­gruppe zu "­Fe­liz Na­vi­da­d", zur Fuß­ball­hymne "Ein Hoch auf un­s" trom­melte die ISG-Mitt­wochs­gruppe "­Drums Ali­ve" ganz viel Rhyth­mus in die Rei­hen der Zu­schauer und bau­ten Schü­ler der Astrid-Lind­gren-Schule bei der Auf-und-ab-Akro­ba­tik mensch­li­che Py­ra­mi­den. Bern­hard Schnoor lobte die gute Zu­sam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen Ver­ei­ne. Der in­klu­sive Ge­danke werde im­mer wie­der bei den un­ter­schied­lichs­ten Be­geg­nun­gen, wie dem in­te­gra­ti­ven Spiel- und Sport­fest, beim Wan­dern, Wal­ken oder Lau­fen oder auch Fuß­ball­spie­len um­ge­setzt. Daran dach­ten die Gäste des Abends al­ler­dings erst ein­mal nicht, denn nach Sho­wein­la­gen und Buf­fet ging es für ein Groß­teil der An­we­sen­den di­rekt auf die Tanz­fläche, denn so sieht es die ISG schließ­lich vor: Men­schen in Be­we­gung brin­gen.

vom 24.12.2016 | Ausgabe-Nr. 51B

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