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Test schafft Sicherheit

Tischlerinnung bietet praktische Entscheidungshilfe

Kreis Lip­pe. Die Ar­beit mit Holz und an­de­ren mo­der­nen Werk­stof­fen – für viele Ju­gend­li­che ein Traum­job. Doch man­cher Traum ist schnell ge­platzt, wenn die Wirk­lich­keit Ein­zug hält. Der Be­ruf des Tisch­lers ist zwar at­trak­tiv, aber auch an­spruchs­voll. Die Tisch­ler-In­nung Lippe bie­tet des­halb einen spe­zi­el­len Eig­nungs­test für ihr Hand­werk an.

"Jun­gen Men­schen fällt die Be­rufs­wahl meist nicht leicht", sagt Gerd Töp­per, Ober­meis­ter der hie­si­gen Tisch­le­rin­nung. "In der Schule ha­ben sie kaum Vor­stel­lun­gen vom Ar­beits­le­ben ent­wi­ckeln kön­nen, und Be­rufe gibt es wie Sand am Meer." Ei­ner da­von ist der Tisch­ler. "Un­ser Test soll Ju­gend­li­chen, die sich für un­ser Hand­werk in­ter­es­sie­ren, die Vor­aus­set­zun­gen deut­lich ma­chen, die dafür hilf­reich sin­d", so Töp­per. "­Sie sol­len in ih­rer Ent­schei­dung si­che­rer wer­den." Die Ak­tion fin­det am 26. No­vem­ber von 9 Uhr bis 13 Uhr im Fe­lix-Fe­chen­bach-Be­rufs­kol­leg in Det­mold statt. Der rund einstün­dige Test ist frei­wil­lig und stellt den Ju­gend­li­chen Auf­ga­ben aus den Be­rei­chen Rech­nen, räum­li­ches Vor­stel­lungs­ver­mö­gen, tech­ni­sches Grund­ver­ständ­nis, Recht­schrei­bung und All­ge­mein­wis­sen. Auch die Kon­zen­tra­ti­ons­fähig­keit wird ge­prüft. "­Selbst­ver­ständ­lich muss ein Tisch­ler eine prak­ti­sche Ader ha­ben", er­klärt Töp­per. "A­ber Köpf­chen gehört eben auch da­zu. Hier setzt un­ser Test an." Je­der Teil­neh­mer be­kommt nach dem Test ein Zer­ti­fi­kat mit sei­nen Er­geb­nis­sen. Es gibt Aus­kunft ü­ber die prin­zi­pi­elle Eig­nung und rät un­ter Um­stän­den da­zu, Wis­sens­lü­cken zu schließen und zur bes­se­ren Ent­schei­dungs­grund­lage ein Prak­ti­kum zu ab­sol­vie­ren. Dem, der den Test nicht be­steht, wird emp­foh­len, die Be­rufs­wahl noch ein­mal zu ü­ber­den­ken. "­Man­che Ju­gend­li­che bringt das viel­leicht auf den Bo­den der Tat­sa­chen zurück", er­klärt Töp­per. "­Ge­rade das kann aber hilf­reich sein. Denn natür­lich be­deu­tet ein nicht be­stan­de­ner Test nicht das En­de. Viel­mehr wol­len wir Wa­ckel­kan­di­da­ten dazu an­spor­nen, sich in der Schule mehr an­zu­stren­gen und bes­sere Leis­tun­gen zu zei­gen. Dann ha­ben sie bei uns auf je­den Fall gute Chan­cen." Sinn­voll ist der Test auch für die Tisch­le­rei­en. Denn mit dem Zer­ti­fi­kat kön­nen sich die Teil­neh­mer bei ih­nen um eine Lehr­stelle oder ein Prak­ti­kum be­wer­ben. Die Be­triebs­in­ha­ber ha­ben so gute An­halts­punk­te, wel­che Vor­aus­set­zun­gen ein Be­wer­ber mit­bringt. "­Durch die sin­ken­den Schü­ler­zah­len wer­den die Aus­zu­bil­den­den lang­sam knapp", er­klärt Töp­per. "Umso wich­ti­ger ist es, freie Lehr­stel­len mit ge­eig­ne­ten Leu­ten zu be­set­zen. Un­ser Test ver­rin­gert die Wahr­schein­lich­keit, dass eine Tisch­ler-Lehre vor­zei­tig ab­ge­bro­chen wird."

vom 19.11.2016 | Ausgabe-Nr. 46B

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