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1.500 Möbel haben neue Besitzer

Das Projekt "Von Hand zu Hand" ist erfolgreich gestartet

 

Det­mold (ab). Das Pro­jekt "Mö­bel­s­pen­de…von Hand zu Han­d" wurde im April die­ses Jah­res ge­st­ar­tet. Nicht ein­mal ein hal­bes Jahr später, wech­selt be­reits das 1.500ste Mö­belstück den Be­sit­zer. Von dem Er­folg sind die Stadt Det­mold und ihre Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner selbst ü­ber­rascht.

Das Pro­jekt soll die Lü­cke fül­len, die das 2014 ge­schlos­sene "­Kauf­haus Al­ler­han­d" hin­ter­las­sen hat. Die Idee: Die einen spen­den ihre nicht mehr benötig­ten Schrän­ke, Ses­sel, Ti­sche, Stühle oder Bet­ten, da­mit diese an Men­schen wei­ter­ge­ge­ben wer­den kön­nen, die sich sel­ber keine Mö­bel leis­ten kön­nen. Der Be­darf sei groß, be­tonte Pro­jekt­lei­ter Jür­gen Lin­ne­mann. Und zwar auf bei­den Sei­ten: Zum einen sind die zahl­rei­chen Spen­der froh, ihre gut er­hal­te­nen Mö­bel ab­ge­ben zu kön­nen, die zu schade zum Weg­wer­fen sind. Zum an­de­ren kön­nen be­dürf­tige Men­schen sich hier pas­sende Stü­cke aus­su­chen. Und das al­les ohne Geld, "­man kann hier nichts kau­fen", be­tont Dörte Pie­per von der Stadt Det­mold. Wenn keine ei­gene Trans­port­mög­lich­keit be­steht, wer­den die Mö­bel nach Hause ge­lie­fert. Ü­ber 250 Tou­ren sei man bis­her ge­fah­ren und habe da­bei rund 20 Ton­nen an Mo­bi­liar be­wegt. Rund 40.000 Euro an Mö­beln habe man so in den ver­gan­ge­nen fün­fein­halb Mo­na­ten ver­teilt, meint Lin­ne­mann. Schon jetzt agiere man kreis­weit, ein Vier­tel al­ler Spen­den stamme Det­molds Nach­bar­kom­mu­nen. Tat­kräf­tige Hilfe gibt es von Mit­ar­bei­tern der Eu­wa­tec. Die ge­meinnüt­zige GmbH be­schäf­tigt im Pro­jekt "­Ar­beit und Spra­che" ge­flüch­tete Men­schen. Ab­wech­selnd be­kom­men die Teil­neh­mer ü­ber einen län­ge­ren Zeit­raum ta­ge­weise Deutsch­un­ter­richt, an den rest­li­chen Ta­gen kön­nen sie bei der Ar­beit in der Mö­bel-Spende das Ge­lernte di­rekt an­wen­den und si­che­rer wer­den, er­läu­tert Her­mann Rit­ter, Eu­wa­tec-Re­gio­nal­lei­tung Lip­pe. Ein Schwer­punkt lag seit Be­ginn auf der Aus­stat­tung von Woh­nun­gen für Flücht­lin­ge, er­klärte Lin­ne­mann. Hier werde der Be­darf noch wei­ter stei­gen, wenn die Not­un­ter­kunft an der Ade­nau­er­straße Ende die­ses Jah­res ge­schlos­sen wird, und Det­mold zu­ge­wie­sene Flücht­linge in Woh­nun­gen un­ter­ge­bracht wer­den. (Noch) nicht im An­ge­bot sind Haus­rat und Elek­tro­ar­ti­kel. Diese An­ge­bots­lü­cke könnte in na­her Zu­kunft das ge­plante Se­cond-Hand-Kauf­haus in Det­mold schließen, hofft Lin­ne­mann. Die Mö­bel-Spende im ehe­ma­li­gen Kuh­stall auf dem Gut Her­ber­hau­sen ist diens­tags und don­ners­tags von 11 bis 14.30 Uhr geöff­net. Wer Stühle, Küchen­schrän­ke, Küchen­ti­sche, Bet­ten, Klei­der­schränke oder Wohn­zim­mer-Gar­ni­tu­ren spen­den möch­te, ver­ein­bart einen Ter­min un­ter der Ruf­num­mer (05231) 977902 oder per E-Mail an "­in­fo@­mo­ebel-spen­de.­de". "­Die Ab­gabe der Mö­bel er­folgt an Men­schen, die den Det­mol­der Pass vor­le­gen kön­nen, bzw. diese Kri­te­rien er­fül­len, wenn sie ih­ren Wohn­ort in an­de­ren lip­pi­schen Ge­mein­den ha­ben", teilt die Stadt Det­mold mit. Wei­tere In­fos auf "ww­w.­mo­ebel-spen­de.­de".

vom 27.08.2016 | Ausgabe-Nr. 34B

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