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Farbe – Musik für die Augen

Werke von Karin Dorn bringen Farbe ins Sommertheater

Det­mold (js). Das Foyer im Det­mol­der Som­mer­thea­ter er­strahlt seit Kur­zem be­son­ders far­ben­froh. Grund sind die Bil­der der Künst­le­rin Ka­rin Dorn, die mit ih­rer Far­ben­pracht eine ge­wisse Leich­tig­keit er­we­cken. Das Motto der Aus­stel­lung "Farbe - Mu­sik für die Au­gen", hätte pas­sen­der nicht ge­wählt wer­den kön­nen. Die Idee zu die­sem Ti­tel hatte Ka­rin Dorn selbst, denn das Som­mer­thea­ter ist ja als Thea­ter sehr von Mu­sik und Klein­kunst ge­prägt. Wie das Som­mer­thea­ter selbst, erzählen die Bil­der Ge­schich­ten – Ge­schich­ten aus dem Le­ben. Manch­mal spon­tan ge­fun­den in Au­gen­bli­cken, in de­nen man sich an be­stimm­ten Or­ten auf­hält. Denn die meis­ten der Werke sind Mo­ment­auf­nah­men, die Ka­rin Dorn auf ih­ren Rei­sen ein­ge­fan­gen und mit ih­rem ganz ei­ge­nen Cha­rak­ter und Hu­mor ver­se­hen hat. Das Bild "­Fi­nan­cial Ti­mes mit Gold­bras­se" zum Bei­spiel. Die Idee dafür ent­stand auf ei­nem Markt in Bar­ce­lo­na. Dort hatte ein Händ­ler den Fisch so auf dem Markt dar­ge­reicht. Das "Try­pty­chon" reiht sich in eine Ge­schichte ü­ber das Rei­sen ein und stellt ein Still­le­ben von Kof­fern dar, die den Rei­sen­den be­glei­ten. Die starke Kraft der Far­ben in in­spi­rierte Kom­po­si­tio­nen um­zu­set­zen, sei für sie im­mer wie­der eine große Her­aus­for­de­rung, so die Künst­le­rin. Doch mit ih­rer alt­meis­ter­li­chen Tech­nik und im De­cou­page-Ver­fah­ren und mit Lack kom­bi­niert, ist es ihr ge­lun­gen diese Viel­falt zu er­rei­chen. Mit ih­ren ein­ge­bau­ten Ele­men­ten wie Zei­tungs­pa­pier bei dem Bild "­Ber­li­ner Ro­se" oder Sand beim "Rei­ter­hand­schuh", baut sie reale Ver­satz­stü­cke in ihre Werke ein, die sie dem Ge­mal­ten ge­genü­ber­stellt. Ka­rin Dorns Bil­der sind rea­lis­tisch und das auf ei­nem hand­werk­lich ho­hem Ni­veau. Die Aus­stel­lung im Foyer des Det­mol­der Som­mer­thea­ter ist noch bis zum 26. Juni zu se­hen.

vom 25.05.2016 | Ausgabe-Nr. 21A

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