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Wieder Kunst, Handwerk und Handel rund um die Marktscheune

Elbrinxen lädt zum 80. Martini-Markt

El­brin­xen (af­k). Er gehört zu den Herbst­märk­ten, die ge­rade hier in der Re­gion eine große Tra­di­tion ha­ben: Auch in die­sem Jahr lädt der Mar­ti­ni­markt rund um die El­brinxer Markt­scheune wie­der zum Bum­meln ein – dies­mal so­gar schon zum 80. Mal! Der Mar­ti­ni­markt be­ginnt am Sams­tag um 14 Uhr und am Sonn­tag um 11 Uhr.

1927 or­ga­ni­sierte der El­brinxer Ge­mein­de­rat einen Kram- und Vieh­markt. Im Laufe der Jahre hat sich vie­les geän­dert. In den An­fangs­jah­ren war es ei­ner der größten Viehmärkte im lip­pi­schen Sü­dos­ten. Die dör­f­li­che Be­völ­ke­rung hatte hier die Ge­le­gen­heit, sich für das kom­mende Jahr mit land­wirt­schaft­li­chen und für das täg­li­che Le­ben wich­tigs­ten Uten­si­lien und Pro­duk­ten ein­zu­de­cken. Natür­lich war es auch im­mer eine gute Ge­le­gen­heit, alte Be­kannte und Freunde zu tref­fen und neue Freund­schaf­ten zu knüp­fen.

Aus dem Kram- und Vieh­markt von einst ist in­zwi­schen ein ni­veau­vol­ler Herbst- und Kunst­hand­wer­ker­markt ge­wor­den. An At­trak­ti­vität hat die Ver­an­stal­tung da­durch nicht nur nichts ver­lo­ren, son­dern eher noch hin­zu­ge­won­nen. Die Or­ga­ni­sa­tion liegt in den Hän­den des Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­eins El­brin­xen. Viele Hel­fer bemühen sich je­des Jahr, neue Hand­wer­ker und Aus­stel­ler zu ver­pflich­ten, so dass sich im­mer wie­der ein an­de­res Bild er­gibt. Was aber bleibt, ist der Stand­ort, der mit sei­nen ver­win­kel­ten Gas­sen und Plät­zen rund um das dör­f­li­che Kul­tur­zen­trum Markt­scheune einen idea­len Rah­men für den Mar­ti­ni­markt bie­tet. Ob beim Korb­flech­ter, Schmied oder bei ei­ner We­be­rin – ü­ber­all gibt es al­tes Hand­werk live zu er­le­ben. In die­sem Jahr gibt es auch selbst ge­machte Seife und ex­tra­va­gan­ten Schmuck aus Zinn zu kau­fen.

­Die ört­li­chen Ver­eine prä­sen­tie­ren sich mit Ver­kaufs-, Schätz-, Spiel- und In­for­ma­ti­ons­stän­den. Und die El­brinxer Dorf­bühne ver­kauft Kar­ten für ihr ak­tu­el­les Stück »Frau­en­po­wer« am 23. No­vem­ber. Erst­mals seit Jah­ren kommt auch wie­der die von vie­len be­reits ver­misste Straßen-Ke­gel­bahn zum Ein­satz, an der schon so man­che Runde aus­ge­ke­gelt wur­de.

A­ber auch die Kin­der kom­men nicht zu kurz. Ka­rus­sell fah­ren, Kin­der­thea­ter mit Eva Ria Gers­ten­ber­ger, Kin­der­schmin­ken – es gibt im­mer et­was zu er­le­ben.

Auf dem Hof We­se­mann kön­nen die Be­su­cher in die­sem Jahr auch er­le­ben, wie es früher beim Dre­schen mit ei­ner al­ten Dresch­ma­schine und ei­ner Wind­fege zu­ging. Un­ter der Lei­tung des El­brinxer Stor­chen­ver­eins zei­gen Ju­gend­li­che das Stri­cke bin­den. Die Frauen wer­den einen kunst­vol­len Ern­te­kranz ge­stal­ten. Der Mu­se­ums­ver­ein aus Lügde kommt mit ei­ner an­ti­ken Ap­fel­schäl­ma­schine und ei­nem Gerät, dass Mehlsä­cke aus­klop­fen kann. Und so wer­den die Be­su­cher in die »­gu­te, alte Zeit« zurück­ver­setz­t.

Ei­nes ist ü­ber die alle Jahre er­hal­ten ge­blie­ben – die Ge­flü­gel­ver­lo­sung. Hier gibt es brat­fer­tige Hähn­chen, En­ten und Gänse zu ge­win­nen. Als Haupt­preis lockt eine Reise zum Weih­nachts­markt in Lü­beck und Gut­scheine für eine der zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen in der El­brinxer Markt­scheu­ne, wie zum Bei­spiel »­Din­ner for one« am Sil­ves­ter­nach­mit­tag.

Und natür­lich kommt auch das leib­li­che Wohl nicht zu kurz. An den Im­biss- und Ge­trän­kestän­den fin­det si­cher je­der et­was. Die fleißi­gen Bäcke­rin­nen des Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­eins bie­ten ihre selbst ge­mach­ten Waf­feln an und die El­tern des Kin­der­gar­tens in Sab­ben­hau­sen zau­bern ein reich­hal­ti­ges Ku­chen­buf­fet.

­Zum Ab­schluss des Mar­ti­ni­mark­tes, am Sonn­tag um 18 Uhr, ver­sam­meln sich die Kin­der mit ih­ren La­ter­nen zum Mar­tin­sum­zug durch die Straßen.

vom 27.10.2007 | Ausgabe-Nr. 43B

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