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Weg zu mehr Fairness

"Alava nyo" beteiligt sich an Fairtrade-Steuerungsgruppe

Kreis Lip­pe: Weih­nacht­li­che Wa­ren für eine faire Be­sche­rung: Je­des Jahr in der Win­ter­zeit fin­den Kun­den des Eine-Welt-La­dens "Ala­va­nyo" in Det­mold Ge­schenke aus fai­rem Han­del, von Le­bens­mit­teln ü­ber Mu­sik­in­stru­mente und Spiel­wa­ren bis hin zu Tex­ti­lien und Schmuck gibt es hier fast al­les. "­Ge­rade zu Weih­nach­ten möch­ten wir auf einen men­schen­wür­di­gen Kon­sum auf­merk­sam ma­chen und und für das Thema faire Be­zah­lung sen­si­bi­li­sie­ren", er­klären Su­sanne Dilsch­mann und Em­mie Ra­kow­sky, Mit­ar­bei­te­rin­nen des "Ala­va­nyo". Mit dem Thema "fai­rer Han­del" be­schäf­tigt sich seit ei­ni­ger Zeit auch eine Steue­rungs­gruppe des Krei­ses Lip­pe, der sich die bei­den Frauen aus dem Ala­va­nyo jetzt an­ge­schlos­sen ha­ben. Ziel der Gruppe ist es, die Zer­ti­fi­zie­rung des Krei­ses als "Fair­trade-Land­kreis" zu er­rei­chen.

Der lip­pi­sche Kreis­tag hatte sich be­reits 2013 zu die­sem Schritt ent­schlos­sen und sich ver­pflich­tet, bei al­len Sit­zun­gen des Kreis­tags und der Aus­schüsse fair ge­han­del­ten Kaf­fee so­wie ein wei­te­res Pro­dukt aus fai­rem Han­del an­zu­bie­ten "­Mit der Bil­dung ei­ner Steue­rungs­gruppe ha­ben wir ein wei­te­res Kri­te­rium zur Er­rei­chung der Zer­ti­fi­zie­rung um­ge­setzt. ", er­klärt Dr. Ute Rö­der, Lei­te­rin des Fach­be­reichs Um­welt des Krei­ses Lip­pe. Die Steue­rungs­gruppe setzt sich un­ter an­de­rem aus Ver­tre­tern aus Po­li­tik, Wirt­schaft und Han­del zu­sam­men. "Wenn Fair­trade ge­lebt wer­den soll, müs­sen alle Be­rei­che der Ge­sell­schaft ein­ge­bun­den und für das Thema sen­si­bi­li­siert wer­den. Des­halb ist es so wert­voll, dass sich Ak­teure aus so un­ter­schied­li­chen Ge­bie­ten in die Steue­rungs­gruppe ein­brin­gen", be­tont Land­rat Dr. Axel Leh­mann. Ein ers­ter Schritt auf dem Weg zum Fair­trade-Land­kreis ist da­mit be­reits ge­schafft. Als nächs­tes müs­sen sich auch an­dere öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen wie Schu­len, Ver­eine und Kir­chen so­wie Ein­zel­han­dels­ge­schäfte und Ga­stro­no­mie­be­triebe dazu be­reit er­klären, fair ge­han­delte Pro­dukte zu ver­wen­den oder in das Sor­ti­ment auf­zu­neh­men. Ü­ber die Ver­gabe des Zer­ti­fi­kats ent­schei­det der Ver­ein "Trans­Fair", der die Ak­tion "Fair­trade-Land­kreis" ins Le­ben ge­ru­fen hat. Die Aus­zeich­nung wird für die Dauer von zwei Jah­ren ver­lie­hen. Da­nach kann eine wei­tere Zer­ti­fi­zie­rung er­fol­gen, wenn wei­ter­hin alle Kri­te­rien er­füllt sind. Wie gut die Chan­cen dafür ste­hen, das Zer­ti­fi­kat zu er­lan­gen? Ben­ja­min Krentz, Spre­cher der Steue­rungs­grup­pe, und Rai­ner Spre­cher der Fair­trade Gruppe Lemgo und Mit­glied der Steue­rungs­grup­pe, zei­gen sich zu­ver­sicht­lich: "Fair ge­han­delte Pro­dukte er­freuen sich im­mer größe­rer Be­liebt­heit. Die Men­schen kau­fen in­zwi­schen be­wus­s­ter ein und sind im­mer öf­ter dazu be­reit, an­ge­mes­sene Preise für die Wa­ren zu be­zah­len."

vom 02.01.2016 | Ausgabe-Nr. 53B

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