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Blindenschach-DM im Aura-Zentrum

H orn-Bad Mein­berg. Köpf­chen und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl spie­len vom 18. bis 26. Ok­to­ber eine große Rolle im "Au­ra" Bad Mein­berg. Dann fin­den dort die 35. Deut­sche Ein­zel­meis­ter­schaft im Blin­den­schach statt.

Schach ist für seh­be­hin­derte und blinde Spie­ler ein hoch ge­schätz­tes Hob­by, aber auch eine be­son­dere Her­aus­for­de­rung an die Kon­zen­tra­ti­ons­fähig­keit, schnelle Auf­fas­sungs­gabe und das Be­wer­ten kom­ple­xer Si­tua­tio­nen auf dem Schach­brett: Die weißen und schwar­zen Fel­der sind un­ter­schied­lich hoch auf dem Steck­schach­brett an­ge­ord­net. Um die schwar­zen von den weißen Stei­nen un­ter­schei­den zu kön­nen, tra­gen sie ein Nä­gel­chen an der Spit­ze. "Dazu gehört viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl!", er­klärt Ewald Heck aus Trois­dorf. Aus­rich­ter der DM ist der Deut­sche Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten-Schach­bund e.V. (DBS­B). "­Bis Mitte Sep­tem­ber ha­ben sich be­reits 16 Spie­ler aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet zu die­sem Tur­nier an­ge­mel­det", be­rich­tet Heck. An den Start ge­hen un­ter an­de­rem der neun­ma­lige Cham­pion Die­ter Rieg­ler aus Hei­del­berg so­wie die Ex-Meis­ter Olaf Do­bier­zin und Jür­gen Pohl­ers (beide Leip­zig). Mit Mirko Eich­sta­edt (Pots­dam) und Alex­an­der Schnei­der (Ham­burg) lau­ern zwei starke Nach­wuchss­pie­ler auf ihre Chan­ce. Ge­lei­tet wird die Meis­ter­schaft von Fritz Obert aus Han­no­ver. Nach 1969 ist dies die zweite Deut­sche Meis­ter­schaft, die in Horn-Bad Mein­berg statt­fin­det. Das Aura-Zen­trum ist seit vie­len Jah­ren Aus­tra­gungs­ort der NRW-Blin­den­schach­meis­ter­schaf­ten, die alle zwei Jahre statt­fin­den. Wei­tere In­fos gibt es im In­ter­net auf "ww­w.dbs­b.­de".

vom 17.10.2015 | Ausgabe-Nr. 42B

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