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Becker wird Bürgermeister

Mehr als zwei Drittel wählten den Wechsel im Rathaus

Oer­ling­hau­sen (k­d). Mit ei­ner deut­li­chen Mehr­heit von 70,12 Pro­zent der ab­ge­ge­be­nen Stim­men ha­ben die Oer­ling­hau­ser Dirk Be­cker (SPD) zum Bür­ger­meis­ter ge­wählt. Für die Amts­in­ha­be­rin Dr. Ur­sula Her­b­ort vo­tier­ten le­dig­lich 29,88 Pro­zent. Da­mit geht ihre Amts­zeit nach ins­ge­samt 16 Jah­ren zu En­de. Der Aus­gang der Wahl war mit großer Span­nung er­war­tet wor­den. Der Her­aus­for­de­rer, bis­lang Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter, war als ge­mein­sa­mer Kan­di­dat der SPD, der Grü­nen, der Freien Wäh­ler und der FDP ins Ren­nen ge­gan­gen. Die große Zu­stim­mung für Be­cker muss je­doch vor dem Hin­ter­grund ei­ner ge­rin­gen Wahl­be­tei­li­gung be­trach­tet wer­den. Et­was mehr als die Hälfte (52,54 Pro­zent) der 13.937 Wahl­be­rech­tig­ten sind an die Ur­nen ge­gan­gen. 2009 lag die Wahl­be­tei­li­gung noch bei 58,88 Pro­zent, 2004 bei 61,41 Pro­zent. "Das Wahl­er­geb­nis macht mir fast Angst, denn kein Mensch al­leine kann die Er­war­tun­gen er­fül­len, die hin­ter so ei­nem Er­geb­nis ste­hen", er­klärte Be­cker in ei­ner ers­ten Stel­lung­nah­me. "Bür­ger­meis­ter die­ser Stadt zu sein, ist für mich die größte Ehre mei­ner po­li­ti­schen Lauf­bahn." Die Fähig­keit zum Dia­log und zum po­li­ti­schen Kom­pro­miss nannte er als seine Haupt­zie­le. In den ers­ten 100 Ta­gen will Be­cker zunächst an ei­ner ver­läss­li­chen Ba­sis für gute Ent­schei­dun­gen im Rat der Stadt ar­bei­ten. So möchte er "­Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zesse an­stoßen, Ver­trauen auf­bauen so­wie Da­ten und Fak­ten für Ent­schei­dun­gen vor­le­gen." Stadt­rat, Bür­ger und Ver­wal­tung benötig­ten wie­der ein ver­trau­ens­vol­les Mit­ein­an­der, um ge­mein­sam gute Ent­schei­dun­gen für Oer­ling­hau­sen zu tref­fen, er­klärte er. "Ich werde alle Rats­frak­tio­nen, alle ge­sell­schaft­li­chen Grup­pen so­wie die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zum of­fe­nen Dia­log ü­ber die wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen ein­la­den. Die be­reits be­gon­ne­nen Bür­ger­fo­ren sind hierzu ein ers­ter Schritt, den ich kon­kre­ti­sie­ren und vers­te­ti­gen wer­de."

vom 16.09.2015 | Ausgabe-Nr. 38A

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