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Beim Flugplatzfest war erstmals auch Heli Flight International vertreten

In einer Stunde im Urlaub

Oer­ling­hau­sen (k­d). Wenn das Luft­sport­zen­trum in Oer­ling­hau­sen ein­mal jähr­lich zum Tag der of­fe­nen Tür ein­lädt, ist der An­drang re­gel­mäßig groß. Auch an den bei­den Pfingst­ta­gen ström­ten wie­der Tau­sende auf den Platz im Sü­den der Stadt. Zum ers­ten Mal prä­sen­tierte sich hier die

­Firma Heli Flight In­ter­na­tio­nal der

Öf­fent­lich­keit.

­Dun­kel­rot-me­tal­lic glänzt der na­gel­neue Hub­schrau­ber in der Son­ne. Die vier­sit­zige »R44 Ra­ven II« hat der ge­schäfts­führende Ge­sell­schaf­ter Ma­rio Me­kus per­sön­lich aus Los An­ge­les ab­ge­holt und nach Deutsch­land ver­schifft. Seit ei­nem Vier­tel­jahr ist die Firma Heli Flight In­ter­na­tio­nal auf dem Flug­platz Oer­ling­hau­sen prä­sent und hat hier drei Ma­schi­nen sta­tio­niert. Am Tag der of­fe­nen Tür nutz­ten et­li­che Be­su­cher die Mög­lich­keit, sich das Gelände der Lan­des­gar­ten­schau in Riet­berg für 20 Mi­nu­ten von oben an­zu­schau­en.

»Rund­flüge wer­den aber kein Schwer­punkt für un­s«, sagte Me­kus. Er setze viel­mehr auf den Trans­port von Ge­schäfts­rei­sen­den, die lange Au­to­fahr­ten, Staus und Stress ver­mei­den wol­len. Wer mag, darf dann auch mal kurze Zeit selbst das Steuer be­die­nen. Schließ­lich las­sen sich auch im­mer mehr Ur­lau­ber per He­li­ko­pter zum Zielort brin­gen. In Ro­stock hat die Firma den Auf­trag, einen Shutt­le­ser­vice für Ho­tel­gäste zu bie­ten.

Außer­dem will Me­kus Kurz­trips an­bie­ten, zum Bei­spiel für vier Tage zur »Hanse Sail«, nach Frank­reich, Ita­lien und zu den deut­schen In­seln. Wer es sich leis­ten will, kann den All­tag schnell hin­ter sich las­sen: Vom Teu­to­bur­ger Wald bis nach Nor­der­ney dau­ert es per Hub­schrau­ber nur 56 Mi­nu­ten.

­Bei vie­len Un­ter­neh­mens­chefs, so hat Me­kus fest­ge­stellt, be­steht ein aus­ge­präg­tes In­ter­es­se, auch selbst die Flug­li­zenz zu er­wer­ben. »­Sie wol­len un­ab­hän­gig sein und Zeit ge­win­nen. Man kommt auch bei schlech­tem Wet­ter fast im­mer raus«, sagte er. Da­her wer­den die vier an­ge­stell­ten Be­rufs­pi­lo­ten der Heli Flight auch eine Aus­bil­dung an­bie­ten.

­Die Be­fürch­tun­gen der An­woh­ner vor allzu großem Flug­lärm hat Me­kus sehr wohl zur Kennt­nis ge­nom­men, hält sie je­doch für un­be­rech­tigt. Ein Groß­teil der Fir­men­ak­ti­vitäten werde gar nicht in Oer­ling­hau­sen statt­fin­den, so sein Ar­gu­ment. »In den zurück­lie­gen­den acht Wo­chen ha­ben wir ge­rade mal 64 Starts und Lan­dun­gen ge­hab­t«, sagte er. Zum Teil sei Heli Flight auch schon für Lärm ver­ant­wort­lich ge­macht, der von lange krei­sen­den Po­li­zei­hub­schrau­bern aus­ge­gan­gen sei.

vom 17.05.2008 | Ausgabe-Nr. 20B

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