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Die Welt der Träume und Sehnsüchte

Ballett "Der Nussknacker" am 2. Weihnachtstag im Kur- und Stadttheater

 

Bad Sal­zu­flen (la). Es war be­reits bei der Uraufführung 1892 in Sankt Pe­ters­burg ein ü­ber­wäl­ti­gen­der Pu­bli­kums­er­folg – und ist es auch heute noch: "­Der Nuss­knacker"! Die von Pe­ter Il­jitsch Tschai­kow­sky kom­po­nierte Bal­lett­mu­sik zu dem deut­schen Kunst­mär­chen ver­spricht al­len Zu­schau­ern, den großen wie den klei­nen, ein kurz­wei­li­ges Weih­nachts­ver­gnü­gen, wenn es als Bal­lett in zwei Ak­ten und drei Sze­nen vom Mähri­schen Thea­ter Olo­mouc am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag, Frei­tag, 26. De­zem­ber, um 19.30 Uhr im Kur- und Stadt­thea­ter an der Park­straße in Bad Sal­zu­flen auf­ge­führt wird. Kar­ten im Vor­ver­kauf zu 28 bis 33 Euro gibt es an der Thea­ter­kasse der Kur­ver­wal­tung, Te­le­fon 05222/952909, und bei der Bür­ger­be­ra­tung im Rat­haus an der Ru­dolph-Bran­des-Al­lee. In dem ro­man­ti­schen Weih­nachts­mär­chen "­Nuss­knacker und Mau­sekö­nig" von E. T. A. Hoff­mann be­kommt die kleine Klara von ih­rem Pa­ten­on­kel Dros­sel­meier einen Nuss­knacker ge­schenkt, den das Mäd­chen so­fort ins Herz schließt. Für die Kin­der ist nun Schla­fens­zeit, doch Klara schleicht sich noch ein­mal zurück und er­lebt, wie der Nuss­knacker zum Le­ben er­wacht. Traum oder Rea­lität? Die Ver­wun­de­rung währt nur kurz, denn schon muss der höl­zerne Ge­selle eine Schlacht ge­gen die Ar­mee des Mäu­sekö­nigs schla­gen. Diese kann der Nuss­knacker mit Klaras Hilfe für sich ent­schei­den. Zum Dank nimmt er das Mäd­chen mit ins Reich der Zucker­fee und schließ­lich, nach bö­sen Ver­wick­lun­gen, ver­wan­delt er sich dann doch in einen gu­ten Mär­chen­prin­zen.

Mit dem "­Nuss­knacker" er­hielt Tschai­kow­sky end­lich – ein Jahr vor sei­nem frühen Tod – die lang ver­diente und er­sehnte An­er­ken­nung, die ihm bei den Bal­let­ten "Schwa­nen­see" und "­Dorn­rö­schen" ver­wehrt ge­blie­ben war. Der Auf­trag für Li­bretto und Cho­reo­gra­phie wurde er­neut an Ma­rius Pe­tipa ver­ge­ben, der nicht zu­letzt durch die cho­reo­gra­phi­sche Um­set­zung von Tschai­kow­skys Bal­lett­wer­ken Welt­berühmt­heit er­lang­te.

Nach ei­ner Er­kran­kung Pe­ti­pas be­en­dete sein As­sis­tent Lew Iwa­now die Cho­reo­gra­phie zu "­Der Nuss­knacker". Dies dürfte auch die Ur­sa­che für die stän­di­gen Ver­än­de­run­gen bei Dra­ma­tur­gie und Cho­reo­gra­phie sein, die "­Der Nuss­knacker" im Laufe der Jahre er­fah­ren hat. Kein an­de­res Bal­lett des klas­si­schen Re­per­toires wurde so oft um­in­ter­pre­tier­t.

Das Bal­lett wird vom Mähri­schen Thea­ter Olo­mouc in ei­ner opu­len­ten und lie­be­voll ge­stal­te­ten In­sze­nie­rung auf­ge­führt. Die künst­le­ri­sche Lei­tung liegt in den Hän­den des in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten Cho­reo­gra­phen Ro­bert Ba­lo­gh. In dem En­sem­ble wir­ken schon seit je­her Tän­ze­rin­nen und Tän­zern aus Russ­land mit, wo­durch die gran­diose rus­si­sche Bal­lett-Tra­di­tion ga­ran­tiert ist. Auch das auf­tre­tende Kin­der­bal­lett be­ste­hend aus acht jun­gen Tän­ze­rin­nen und Tän­zern des Tanz­stu­dios Olo­mouc, das dem Mähri­schen Thea­ter an­ge­schlos­se­nen ist, wird im Rah­men die­ser Tra­di­tion un­ter­rich­tet.

vom 20.12.2014 | Ausgabe-Nr. 51B

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