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Songs mit viel Gefühl und Tiefgang

Blomberger Songfestival war ein Musikerlebnis der Spitzenklasse

Blom­berg (la/­lig). Das Blom­ber­ger Songs­fes­ti­val traf wie­der ein­mal den Nerv der Zuhö­rer. An zwei Aben­den hat­ten die Or­gansia­to­ren ein Mu­sik­pro­gramm auf die Beine ge­stellt, das mit Qua­lität und Viel­falt ü­ber­zeug­te. Der Song­fes­ti­val-Frei­tag mit Haupt­act Anne Hai­gis, wun­der­voll in Szene ge­setzt von Gi­tar­ris­tin und Pia­nis­tin Ina Boo, so­wie mit Na­dine Fin­ger­hut und Da­niel Schulz und Ste­fa­nie Hem­pel mit Kers­tin Sund im Vor­pro­gramm bot un­ver­gleich­li­che Frau­en­power und gran­diose Viel­falt.

Anne Hai­gis in­ter­pre­tierte ihre "­Song­per­len" aus ü­ber 30 Jah­ren Büh­nen­er­fah­rung mit Stimm­ge­walt und Ener­gie. Mit ih­rem Hit "Kind der Ster­ne", den Wolf Maahn für sie ge­schrie­ben hat, er­oberte sie die Her­zen der Zuhö­rer ebenso wie mit ih­ren blue­si­gen Songs. Da­bei band sie das Pu­bli­kum im­mer wie­der mit ein. Die Zuhö­rer nah­men dies gerne an und stimm­ten nach Kräf­ten ge­sang­lich und rhyth­misch mit ein. So wurde die Sän­ge­rin erst nach meh­re­ren Zu­ga­ben ent­las­sen und holte sich für den Ab­schluss des Kon­zer­tes auch Na­dine Fin­ger­hut und Ste­fa­nie Hem­pel mit ih­ren Duo-Part­nern da­zu.

Na­dine Fin­ger­hut hatte den Abend mit ih­ren ei­ge­nen, er­fri­schen­den und oft kri­ti­schen Songs eröff­net, wo­bei sie ein­fühl­sam von dem Per­cus­sio­nis­ten Da­niel Schulz be­glei­tet wur­de. Mit dem Song "Das Blaue vom Him­mel" hatte sie die Zuhö­rer so­fort auf ih­rer Sei­te. Mit die­sem Song hatte sie im Jahr 2012 den Ra­dio Song Con­test in der Ka­te­go­rie Deutsch Rock/­Pop ge­won­nen.

S­te­fa­nie Hem­pel ge­stal­tete ih­ren Part mit ei­nem Mix aus ei­ge­nen Songs und in­di­vi­du­el­len Bea­tles-In­ter­pre­ta­tio­nen. "Von ih­rer Stimme wurde be­reits be­haup­tet, dass sie süch­tig macht. Das kann das Blom­ber­ger Pu­bli­kum nun bestäti­gen", ist sich Mit-Or­ga­ni­sa­to­rin An­drea Plat si­cher. Ihre Duo-Part­ne­rin Kers­tin Sund ver­stand es aus­ge­zeich­net, Hem­pels In­ter­pre­ta­tio­nen je nach Song zu­sätz­li­che Dy­na­mik oder Tiefe zu ge­ben. Der Fes­ti­val-Sams­tag schloss mit ei­nem gut ge­laun­ten Wolf Maahn, der vor Ener­gie sprüh­te. Er setzte seine Hits ge­mein­sam mit den Zuhö­rern in Szene und das Pu­bli­kum bot einen er­staun­lich text­si­che­ren Chor. Sein ak­tu­el­les Pro­gramm ti­telt "­Songs vom Rande der Ga­la­xis" und diese wur­den durch ein ent­spre­chen­des Büh­nen­bild und eine auf­wän­dig in­stal­lierte Lights­how un­ter­malt.

Den Abend eröff­net hatte Volk­win Mül­ler, der ne­ben neu­en, ei­ge­nen Songs und zwei Len­non-In­ter­pre­ta­tio­nen auch noch Dirk Schelp­meier als Ü­ber­ra­schungs­gast auf die Bühne brach­te. Die neuen Songs von Volk­win sind in­ten­siv und berührend. Be­son­ders un­ter die Haut ging der Song "Wenn ei­ner geht", bei dem es um Ab­schied und Ver­lust, aber auch um Hoff­nung geht. Dirk Schelp­meier er­gänzte Volk­win her­vor­ra­gend und in­ter­pre­tierte mit ge­wohn­tem Charme und fein do­sier­tem Hu­mor auch zwei ei­gene Songs. Nach­dem die bei­den Mu­si­ker den Saal in Stim­mung ge­bracht hat­ten, be­trat der Blues-Vize-Welt­meis­ter Mi­chael van Mer­wyk die Büh­ne. Mit sei­ner ein­ma­li­gen Stimme und den vir­tuos vor­ge­tra­ge­nen blue­si­gen Klän­gen ver­setzte er die Zuhö­rer in eine an­dere Welt,

vom 10.12.2014 | Ausgabe-Nr. 50A

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