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Gespräche vor historischer Kulisse

Hochschule OWL ist für Lippe von essentieller Bedeutung

 

Kreis Lip­pe. 250 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Un­ter­neh­men, Hoch­schu­le, Po­li­tik und Ver­wal­tung tra­fen sich kürz­lich zur 29. "Mu­se­ums­run­de" im LWL-Frei­licht­mu­seum Det­mold, um sich ü­ber die Wett­be­werbs- und die Zu­kunfts­fähig­keit der Re­gion aus­zut­au­schen. Die jähr­li­che Ver­an­stal­tung der Hoch­schule Ost­west­fa­len-Lip­pe, der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer Lippe zu Det­mold (IHK Lip­pe) und des Kon­zerns Kreis Lippe hat sich da­mit wie­der als das Zug­pferd für Wirt­schaft und Wis­sen­schaft in Lippe er­wie­sen. Die Ver­an­stal­tung griff un­ter dem Ti­tel "­Mar­sch, marsch . in die Zu­kunft" in­di­rekt auch die Son­deraus­stel­lung des Mu­se­ums ("­Mar­sch, marsch ins Beet - Neu ver­liebt in alte Sor­ten") auf. Außer­dem lern­ten die Gäste Trans­fer­pro­jekte ein­zel­ner Fach­be­rei­che so­wie Neu­be­ru­fene der Hoch­schule ken­nen.

In der Tal­krunde spra­chen IHK-Prä­si­dent Ernst-Mi­chael Has­se, Hoch­schul­prä­si­dent Dr. Oli­ver Herr­mann und Land­rat Frie­del Heu­win­kel ü­ber die Chan­cen des Stand­orts Lippe und die be­son­de­ren Her­aus­for­de­run­gen der Zu­kunft. Alle drei wa­ren op­ti­mis­tisch, dass sich Lippe auch wei­ter­hin er­folg­reich im Wett­be­werb der Re­gio­nen be­haup­ten kön­ne. Dazu brau­che

Lippe aber eine leis­tungs­fähige Ver­kehrs- und Breit­bandin­fra­struk­tur, in­no­va­ti­ons­för­der­li­che Rah­men­be­din­gun­gen und vor al­lem eine Stra­te­gie für die Si­che­rung des künf­ti­gen Fach­kräf­te­be­darfs. "­Der Wett­be­werb der Re­gio­nen wird här­ter, die de­mo­gra­phi­sche Ent­wick­lung ver­schärft die Si­tua­tion", warnte Land­rat Heu­win­kel. Der Fach­kräf­teman­gel sei für viele Un­ter­neh­men heute noch nicht be­droh­lich, das werde sich aber än­dern. "Lippe kann mit vie­len po­si­ti­ven Stand­ort­fak­to­ren punk­ten", so Heu­win­kel, "­die al­lein sind aber für viele junge Men­schen noch nicht aus­schlag­ge­bend, um in der Re­gion zu blei­ben."

"­Die mit­telstän­di­schen und viel­fach fa­mi­li­en­ge­führ­ten Un­ter­neh­men in Lippe bie­ten at­trak­tive Ar­beitsplätze in zu­kunfts­wei­sen­den Be­rufs­fel­der!", be­tonte IHK-Prä­si­dent Has­se. Das sei aber bei jun­gen Men­schen zu we­nig be­kannt. Er warb des­we­gen aus­drück­lich dafür, dass noch mehr Un­ter­neh­men mit den lip­pi­schen Schu­len und der Hoch­schule OWL zu­sam­men­ar­bei­ten. "Wir müs­sen die Ju­gend­li­chen und die Stu­die­ren­den so früh wie mög­lich für die Mit­ar­beit in un­se­ren Un­ter­neh­men be­geis­tern." Glück­lich zeigte sich Hasse ü­ber die po­si­tive Ent­wick­lung der Hoch­schule OWL: "­Die Hoch­schule ist der Nu­kleus für den zukünf­ti­gen wirt­schaft­li­chen Er­folg Lip­pes. Hier wer­den die Fach­kräfte aus­ge­bil­det, die wir in Zu­kunft brau­chen." Künf­tig müsse es noch viel mehr Ko­ope­ra­tio­nen von Un­ter­neh­men mit der Hoch­schule ge­ben. Mit der jüngst in der IHK-Voll­ver­samm­lung be­schlos­se­nen trans­fer­ori­en­tier­ten Stif­tungs­pro­fes­sur "­Ar­beits- und Fa­brik­sys­te­me" leiste die lip­pi­sche Wirt­schaft einen wich­ti­gen Bei­trag zur

­Zu­kunfts­si­che­rung des Stand­orts. "­Zu­dem hofft Has­se, dass For­schungs­er­geb­nisse künf­tig ver­mehrt zur Grün­dung von Hight­ech-Un­ter­neh­men ge­nutzt wür­den.

Hoch­schul­prä­si­dent Dr. Herr­mann zeich­nete die ra­sante Ent­wick­lung der Hoch­schule nach: Seit 2011 seien be­son­ders viele Stu­die­rende in die Ba­che­lor­stu­diengänge der Hoch­schu­len ge­strömt. "Ab dem kom­men­den Win­ter­se­mes­ter er­war­ten wir nun einen großen An­drang in den Mas­ter­stu­diengän­gen. Wir kön­nen aber all de­nen, die wei­ter­stu­die­ren möch­ten, nur dann einen Platz an­bie­ten, wenn die po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen stim­men." Dr. Herr­mann wünscht sich des­halb, dass der Hoch­schul­pakt mit dem Bund und dem Land NRW nicht nur fort­ge­setzt, son­dern auch auf Stu­die­rende in den Mas­ter­stu­diengän­gen aus­ge­baut wird. Darü­ber hin­aus hofft er, dass das ge­plante Hoch­schul­zu­kunfts­ge­setz des Lan­des die durch das bis­he­rige Ge­setz ge­won­ne­nen Frei­hei­ten nicht zu sehr be­schnei­det.

Im An­schluss an die Tal­krunde prä­sen­tier­ten Pro­fes­so­rin Dr. Su­sanne Schwi­ckert vom Fach­be­reich Det­mol­der Schule für Ar­chi­tek­tur und In­nen­ar­chi­tek­tur so­wie Pro­fes­sor Dr. Achim Stie­bing vom Fach­be­reich Life Science Tech­no­lo­gies ak­tu­elle Trans­fer­pro­jek­te. Vor dem ge­sel­li­gen Aus­klang in der Gast­stätte des Pa­der­bor­ner Dor­fes stellte Wag­ner mit Pro­fes­so­rin Dr.-Ing. Li Li und Pro­fes­sor Dr. Kor­bi­nian von Blan­cken­burg noch zwei neue Wis­sen­schaft­ler an der Hoch­schule vor.

vom 18.06.2014 | Ausgabe-Nr. 25A

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