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Gütesiegel für Biolandhof Meiwes

Verein "Lippequalität" fördert regionale Vermarktung

 

Det­mold (ck). "Lip­pe­qua­lität" ist eine Ge­mein­schaft lip­pi­scher Be­trie­be, die re­gio­nale Pro­dukte mit be­son­de­ren Qua­litäts­merk­ma­len her­stel­len, ver­ar­bei­ten und un­ter dem ge­mein­sa­men Güte­sie­gel "Lip­pe­qua­lität" ver­mark­ten. Jetzt hat der Ver­eins­vor­sit­zende Gün­ter Puz­berg dem jüngs­ten Mit­glied, dem Bio­land­hof von Su­sanne und Mar­tin Mei­wes in Hei­li­gen­kir­chen, das Güte­sie­gel der "Lip­pe­qua­lität" ü­ber­reicht.

Eine breite Pro­dukt­pa­let­te, nach­hal­ti­ges Ar­bei­ten, klare Qua­litäts­kri­te­ri­en, keine Gen­tech­nik bei Saat­gut, Pflan­zen und Fut­ter­mit­teln, kurze We­ge, kein Klär­schlamm, scho­nende Tier­hal­tung, In­for­ma­tion für Ver­brau­cher, Er­halt der bäu­er­li­chen Kul­tur­land­schaft so­wie den Er­halt und die För­de­rung von Aus­bil­dungs­plät­zen in der Re­gion, das hat sich "Lip­pe­qua­lität" auf die Fah­nen ge­schrie­ben. "Wir tre­ten für Re­gio­na­lität, Trans­pa­renz und Qua­lität in Wirt­schaft, Hand­werk und Han­del ein", so der 2007 als Zu­sam­menschluss von Er­zeu­gern, Ver­ar­bei­tern und en­ga­gier­ten Bür­gern Lip­pes ge­grün­dete Ver­ein.

­Diese An­for­de­run­gen er­füllt der Bio­land­hof Mei­wes. Su­sanne und Mar­tin Mei­wes sind sicht­lich stolz. Sie sind seit mehr als 15 Jah­ren in Det­mold an­säs­sig und seit 9 Jah­ren in Hei­li­gen­kir­chen auf ih­rem Bio­land­hof tätig.

"Wir sind schon von An­fang an ein Bio­land­be­trieb. Uns ist die Nach­hal­tig­keit bei der Be­wirt­schaf­tung sehr wich­tig", so Mar­tin Mei­wes. Auf 16 Hektar An­bauf­läche wer­den 50 ver­schie­dene Gemü­se­sor­ten, Kar­tof­feln, Obst, Blu­men und Kräu­ter an­ge­baut. Dem­nächst, so plant das Un­ter­neh­men, soll es noch einen Heil­kräu­teran­bau für Aro­maöle ge­ben.

Wei­tere 30 Hektar An­bauf­läche kom­men bald da­zu. "Wir wer­den Back- und Fut­ter­ge­treide an­bau­en, wahr­schein­lich Din­kel, Wei­zen und Rog­gen", so Su­sanne Mei­wes. Mit ins Sor­ti­ment gehören die Bio-Ei­er. 450 Hüh­ner le­ben in 10 mo­bi­len Stäl­len auf dem Hof.

"Wir stel­len die Ställe alle zehn Tage um, so ha­ben sie im­mer fri­sches Klee un­ter den Füßen, und es kommt zu kei­ner Ver­schmut­zung", so die Bio­land­be­trei­ber.

Ver­mark­tet wer­den die Mei­wes-Pro­dukte ü­ber den ei­ge­nen Ho­fla­den und ü­ber sechs Wo­chen­märk­te. 20 feste Mit­ar­bei­ter und 10 Sai­son­ar­bei­ter hal­ten den Be­trieb am Lau­fen, denn auch 1.200 Qua­drat­me­ter Ge­wächs­häu­ser (Fo­li­en­tun­nel) müs­sen ge­pflegt wer­den. Zukünf­tig sol­len noch zwei Aus­zu­bil­dende das Team ver­stär­ken.

"Lip­pe­qua­lität" möchte die Re­gio­nal­ver­mark­tung wei­ter för­dern. Nach­weis­lich gebe es Lü­cken in ei­ni­gen lip­pi­schen Städ­ten und Ge­mein­den, wo in et­li­chen Spar­ten keine re­gio­nale Ver­sor­gung an­ge­bo­ten wird. "Jede Re­gion soll ihre ei­ge­nen Stär­ken ent­de­cken und för­dern", sagt Puz­berg.

vom 11.06.2014 | Ausgabe-Nr. 24A

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