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Mitglieder des Hegerings Windwehe ergänzten die Streuobstwiesen in Leopoldshöhe-Greste

»Geheimrat Dr. Oldenburg« trifft die »Gute Luise«

Leo­polds­höhe-Greste (k­d). Es muss nicht un­be­dingt »­Granny Smit­h« aus Chile oder »­Brae­burn« aus Neu­see­land sein. Wer be­wusst ein­kauft, fin­det in Lippe sein Obst vor der Haustür. Und Leo­polds­höhe be­sitzt so­gar eine ei­gene Ap­fel­sor­te: Vor rund 100 Jah­ren wurde hier erst­mals der »Tan­nen­krü­ger« ge­züch­tet. Diese und wei­tere ein­hei­mi­sche Obst­bäume ka­men am Sams­tag in Greste bei ei­ner Pflanz­ak­tion des He­ge­rings Wind­wehe zu neuen Eh­ren.

In je­dem Jahr führt der He­ge­ring Wind­we­he, or­ga­ni­siert in der Kreis­jä­ger­schaft Lip­pe, eine Na­tur­schutz­ak­tion durch, sagte der Lei­ter Pe­ter Kräu­sel. Im Fe­bruar kam des­halb die Idee auf, im al­ten Teil von Greste mit sei­nem schö­nen Orts­bild die al­ten Streu­obst­wie­sen zu er­gän­zen und neu zu be­pflan­zen. »Ir­gend­wann ist auch für Bäume die bio­lo­gi­sche Zeit ab­ge­lau­fen«, er­klärte Kräu­sel. In Ab­spra­che mit Pe­ter Geh­ler vom Um­welt­amt des Krei­ses Lippe wur­den die Obst­sor­ten aus­ge­sucht.

­Der »Tan­nen­krü­ger« bot sich fast von al­lein an, denn der süß-saure Ap­fel mit gel­ber bis grü­ner Schale wurde 1905 auf dem Hof Tan­nen­krug von dem Züch­ter Cro­ne­meyer aus der Gold­par­mäne ge­zo­gen. Noch äl­ter ist die rot-grüne Bies­ter­fel­der Re­net­te, 1850 auf Schloss Bies­ter­feld bei Lügde ge­züch­tet.

A­ber auch der »Ex­ter­ta­ler Kat­zen­kopf«, der »­Ge­heim­rat Dr. Ol­den­bur­g« und wei­tere his­to­ri­sche Ap­fel­sor­ten stan­den auf der Wunsch­lis­te. Un­ter den Bir­nen wa­ren die »­Gute Lui­se« und die Speck­birne so­wie die Neuzüch­tung Na­shi, eine Ap­fel­bir­ne, ver­tre­ten. 30 Mit­glie­der des He­ge­rings, un­ter ih­nen sie­ben Land­wir­te, ein Gärt­ner­meis­ter und die stell­ver­tre­tende Land­rätin Ma­nuela Gro­cho­wiak-Schmie­ding, grif­fen zu Schau­fel und Spa­ten, um die 158 Jung­bäume auf den Pri­vat­flächen fach­ge­recht ein­zu­set­zen. An den Ma­te­ri­al­kos­ten in Höhe von 4.100 Euro hat­ten sich der Kreis Lip­pe, die Ge­meinde Leo­polds­höhe, der land­wirt­schaft­li­che Ver­ein Teu­to­burg so­wie der Was­ser- und Bo­den­ver­band Leo­polds­höhe-Oer­ling­hau­sen be­tei­lig­t.

Auch wei­ter­hin wird sich der He­ge­ring um die Bäume küm­mern. »­Be­reits 1991 ha­ben wir mit Schü­lern der Ge­samt­schule Leo­polds­höhe eine Streu­obst­wiese an­ge­leg­t«; sagte Kräu­sel, »auch sie wird noch heute von uns ge­pfleg­t.« Re­vier­gänge und Vor­träge vor Schü­lern wer­den ge­nutzt, um die Zu­sam­men­hänge in der Na­tur und die Auf­ga­ben der Jä­ger dar­zu­stel­len.

­Dem He­ge­ring Wind­wehe gehören in Oer­ling­hau­sen und Leo­polds­höhe 170 Mit­glie­der an, dar­un­ter ein ho­her An­teil jun­ger Jä­ger.

vom 24.10.2007 | Ausgabe-Nr. 43A

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