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Rat beschließt neues Logo für Detmold

Die »Wunderschöne« wandelt sich zur »Kulturstadt im Teutoburger Wald«

Det­mold (ts). Für viele Ein­woh­ner und man­che Gäste wird Det­mold wohl auch in Zu­kunft ein »wun­der­schöne Stadt« blei­ben, doch der Beiname »­Die Wun­der­schö­ne«, der auf das durch Jo­sef Plaut be­kannt ge­machte Lied zurück­geht, wird zukünf­tig nicht mehr in of­fi­zi­el­len Bro­schüren und Ver­öf­fent­li­chun­gen ver­wen­det, ge­nau­so­we­nig wie der sym­bo­li­sche No­ten­schlüs­sel mit der lip­pi­schen Ro­se. Ge­gen die Stim­men der CDU und bei Ent­hal­tung von Prinz Ste­phan zur Lippe (FDP) be­schloss der Rat auf sei­ner jüngs­ten Sit­zung die Ein­führung ei­nes neuen Lo­gos, das ganz ohne Bild­hafte Ele­mente aus­komm­t.

Im Vor­feld der Ent­schei­dung hatte es ei­nige Tur­bu­len­zen um die Ge­stal­tung des Lo­gos so­wie we­gen der Ver­fah­rens­weise der Ver­wal­tung ge­ge­ben. Die hatte die Ein­führung ei­nes neuen Lo­gos als »lau­fen­des Ge­schäft« ein­ge­stuft, das nicht dem Rat zum Be­schluss vor­ge­legt wer­den müs­se. So hatte eine in­terne Ar­beits­grup­pe, an der frei­lich auch Rats­mit­glie­der be­tei­ligt wa­ren, die Ge­stal­tung ei­nes neuen Lo­gos aus­ge­schrie­ben und aus ins­ge­samt 12 Ar­bei­ten den Sie­ger aus­ge­wählt. Der Ent­wurf der Agen­tur Ro­bert ba­siert auf dem Schrift­typ »Tree­fro­g«. Die Dar­stel­lung des Wor­tes »­Det­mol­d« wurde ü­ber­ar­bei­tet, nach­dem in der ur­sprüng­li­chen Form für viele »­Det­wold« zu le­sen war. Der Schrift­zug wird er­gänzt durch einen senk­rech­ten Strich und den Zu­satz »­Kul­tur­stadt im Teu­to­bur­ger Wald«.

Nach An­sicht von CDU-Frak­ti­ons­chef Ste­phan Gri­gat ist das neue Logo ein »­Ge­kra­kel ohne Wie­der­er­ken­nungs­wer­t« das we­nig prä­gnant sei und in der Be­völ­ke­rung grob ne­ga­tiv be­wer­tet wer­de. Außer­dem stelle es we­gen der Ver­wen­dung ei­ner Stan­dard­schrift keine ei­gene krea­tive Leis­tung dar. Gri­gat for­der­te, ein Det­mol­der Logo müsse zwin­gend den Zu­satz »­Die Wun­der­schö­ne« und einen Hin­weis auf das Her­manns­denk­mal bein­hal­ten. »Wenn man et­was Be­währ­tes hat, sollte man nichts ü­bers Knie bre­chen«, be­tonte Gri­gat. Ganz an­ders sah das SPD-Frak­ti­ons­chef Ha­rald Matz. Er be­zeich­nete es als po­si­tiv, dass in der Ar­beits­gruppe auch In­ter­es­sen­grup­pen wie Kauf­leu­te, Kul­tur­schaf­fen­de, Ver­eine und In­sti­tu­tio­nen mit­ge­ar­bei­tet hät­ten, außer­dem habe er viele po­si­tive Re­ak­tio­nen auf das Logo er­fah­ren. »Das Er­schei­nungs­bild Det­molds hat sich ge­wan­delt, und das neue Logo trägt dem in sehr mo­der­ner und zeit­gemäßer Weise Rech­nung«. Den Ge­schmack der Grü­nen hat das Logo nicht ge­trof­fen, trotz­dem stimmte die Rats­frak­tion ge­schlos­sen für den Ent­wurf, da es im Ar­beits­kreis ein­stim­mig an­ge­nom­men wor­den sei und auch Or­ga­ni­sa­tio­nen wie die Wer­be­ge­mein­schaft und der Lan­des­ver­band zu­ge­sagt hät­ten, es zu ver­wen­den. Auch die FWG-Frak­tion stimmte »zäh­ne­knir­schen­d« zu, wie Frak­ti­ons­chef Rü­di­ger Krenz es for­mu­lier­te. Das alte Logo mit dem No­ten­schlüs­sel sei ver­al­tet und nicht mehr zeit­gemäß. Für die FDP bemän­gelte Tho­mas Trapp­mann das nicht öf­fent­li­che Ver­fah­ren der Aus­wahl, er hätte gerne auch die an­de­ren Ent­würfe ge­se­hen.

vom 24.10.2007 | Ausgabe-Nr. 43A

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