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Neue Regionalmarke für Produkte von lippischen Bauernhöfen

Natürlich(es) aus Lippe

 

Kreis Lip­pe/ Leo­polds­höhe (go). Noch druck­frisch ist das Logo mit lip­pi­scher Ro­se, ei­nem grün-gel­ben Schweif und dem Schrift­zug in grün »natür­lich aus Lip­pe«. Es soll Pro­dukte von lip­pi­schen Bau­ern­hö­fen als hei­mi­sche Er­zeug­nisse kennt­lich ma­chen.

Die Idee für die neue Re­gio­nal­marke ent­stand An­fang 2008, so die In­itia­to­ren in ei­nem Pres­se­ge­spräch. Durch die Glo­ba­li­sie­rung näh­men re­gio­nale Pro­dukte einen be­son­de­ren Stel­len­wert ein. Durch den Kauf hei­mi­scher Pro­dukte sol­len sich die Ver­brau­cher auf re­gio­nale Un­ter­schiede und Be­son­der­hei­ten be­sin­nen. Was wäre Lippe ohne die lip­pi­sche Le­ber­wur­st? Gleich­zei­tig soll durch den Ver­kauf der mit »natür­lich aus Lip­pe« ver­trie­be­nen Pro­dukte die re­gio­nale Wirt­schaft an­ge­kur­belt wer­den, so die In­itia­to­ren wei­ter.

Drei Pro­dukt­li­nien gehören bis­her zur Re­gio­nal­mar­ke: Eier vom Mei­er­hof aus Even­hau­sen, Kar­tof­feln aus den land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­ben von Rai­ner Haase und Wil­helm Meier aus Bad Sal­zu­flen und drit­tens Wurst und Fleisch von Ingo Rhie­meier aus Lemgo-Rhie­ne.

Qua­lität und Fri­sche so­wie eine nach­voll­zieh­bare Pro­duk­tion aus Lippe - dafür soll die neue Re­gio­nal­marke ste­hen. Um das zu er­rei­chen, wer­den die Er­zeu­ger­be­triebe von der Land­wirt­schafts­kam­mer NRW fach­lich be­ra­ten und un­ter­stützt.

Das »natür­lich« in der Pro­dukt­li­nie »­Meier vom Mei­er­hof aus Even­hau­sen« steht für Eier von Hüh­nern aus Bo­den­hal­tung, die mit lip­pi­schem Wei­zen ge­füt­tert wer­den. Frisch kom­men die Eier di­rekt vom Stall in den Ho­fla­den be­zie­hungs­weise in den Ein­zel­han­del. Zwei Ein­zel­händ­ler aus Lip­pe, Chris­tian Böers und Axel Weh­ner, bestätig­ten beim Pres­se­ge­spräch, dass die Ver­brau­cher ge­zielt nach re­gio­na­len Pro­duk­ten fra­gen. Bis­her wer­den die Pro­dukte un­ter der neuen Re­gio­nal­marke an knapp 20 Stel­len – Hoflä­den und Le­bens­mit­te­lein­zel­han­dels­ge­schäfte – ver­kauft. Das soll noch aus­ge­wei­tet wer­den. Auch ü­ber Lip­pes Gren­zen hin­aus; so­weit es die Re­gio­na­lität zulässt, sagte Mar­gitta Uh­lich von der Land­wirt­schafts­kam­mer NRW.

»Natür­lich aus Lip­pe« heißt für Flei­scher Ingo Rhie­mei­er: Die Schweine stam­men aus land­wirt­schaft­li­chen Fa­mi­li­en­be­trie­ben aus dem nähe­rern Um­kreis, die Tiere wer­den auf Stroh ge­hal­ten, es wer­den keine Jung­tiere ver­ar­bei­tet. Die Wurst ist frei von Kon­ser­vie­rungs­stof­fen und Ge­schmacks­ver­stär­kern und vor al­lem: Die Wurst wird nach al­ten lip­pi­schen Re­zep­ten her­ge­stellt.

Beim Kar­tof­felan­bau von Rai­ner Haase und Wil­helm Meier steht die Re­gio­nal­marke für re­gel­mäßige Bo­den­un­ter­su­chun­gen, Ü­ber­prü­fung der Ni­trat­werte in den Kar­tof­feln vor der Ver­mark­tung, den Ver­zicht auf Klär­schlamm und be­triebs­fremde Kom­pos­te.

In Ab­gren­zung zur Re­gio­nal­marke »Lippe Qua­lität« will »Natür­lich aus Lip­pe« mit ei­ner schlan­ken Führungs­ebene aus­kom­men. »Natür­lich aus Lip­pe« soll als reine In­ter­es­sen­ge­mein­schaft or­ga­ni­siert blei­ben.

vom 19.04.2008 | Ausgabe-Nr. 16B

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