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» Horn-Bad Meinberg

Geschichte auf den Weg gebracht

Horn-Bad Mein­berg (ks). Die Straßen­na­men im his­to­ri­schen Stadt­kern Horn sind alt, teil­weise so alt, dass ihre Be­deu­tung heute nicht mehr ver­stan­den wird. Ver­gleicht man die Ver­gan­gen­heit mit der Ge­gen­wart, dann ist fest­zu­stel­len, dass auch die Stadt Horn ihr Ge­sicht er­heb­lich ver­än­dert hat. Zahl­rei­che Hin­weis­schil­der, die un­ter­halb der Straßen­schil­der mon­tiert wur­den, wei­sen heute in Horn dar­auf hin, dass die Stadt Horn vor 760 Jah­ren nicht ein­fach »eröff­net« wurde wie eine Tra­ban­ten­stadt. Erst die Ge­schichte der Straßen­na­men ver­deut­licht Ver­än­de­run­gen der Stadt, die sich un­ter al­ter Tra­di­tion in Jahr­hun­der­ten ent­wi­ckel­te.

­Mit den zu­sätz­li­chen de­tail­lier­ten An­ga­ben an Straßen­schil­dern möch­ten der Hei­mat­ver­ein Horn und die Stadt­ver­wal­tung nicht nur auf his­to­ri­sche Merk­wür­dig­kei­ten hin­wei­sen, son­dern zu­gleich ein Be­wusst­sein schaf­fen, wie wich­tig die Mit­tel­straße einst als Hell­weg war oder was hin­ter dem Na­men Franz Haus­mann steht. Na­men, Or­te, Wege und sons­tige Straßen­be­zeich­nun­gen, die be­reits heute nicht mehr in der lang­jäh­ri­gen Ge­schichte der Stadt Horn er­klär­bar sind.

Wich­tigs­ter Be­stand­teil und vor­nehm­li­ches Ziel ist es für den Hei­mat­ver­ein Horn wie der Stadt­ver­wal­tung, die städ­ti­sche Ei­gen­art zu er­hal­ten, zu pfle­gen und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Die struk­tu­rel­len Ver­än­de­run­gen in die­sem Jahr­hun­dert wa­ren er­heb­lich durch­grei­fen­der als die in den ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten. Mit der Schil­der-Ak­tion ist es dem Hei­mat­ver­ein Horn ge­lun­gen, sich den Zeit­ver­hält­nis­sen an­zu­pas­sen und kleine Grund­la­gen des hei­mat­be­zo­ge­nen Stadt­wis­sen ü­ber Straßen­schil­der zu ver­mit­teln.

Anne Oelers-Al­ber­tin, Vor­sit­zende des Hei­mat­ver­eins Horn, ver­deut­lichte im Ge­spräch, dass der Hei­mat­ver­ein die Ver­pflich­tung ü­ber­nom­men ha­be, das Be­son­dere in der Stadt Horn mit Sorg­falt zu be­wah­ren, und diese in eine si­chere Zu­kunft zu führen. Bür­ger­meis­ter Eber­hard Block be­rich­te­te: »Um diese Dinge wie­der ins Be­wuss­ten zu ho­len, hat die Stadt in en­ger Zu­sam­men­ar­beit mit dem His­to­ri­ker Ro­land Linde kurze Texte ent­wi­ckelt, die un­ter zahl­rei­chen Straßen­na­men an­ge­bracht wur­den«. Er­mög­licht wurde die Ak­tion erst durch dem Hei­mat­ver­ein Horn, der die Hälfte der Kos­ten ü­ber­nom­men hat.

Für man­chen mag es eher läs­tig und kei­nes­wegs hilf­reich sein, der Ver­gan­gen­heit ge­stei­gerte Auf­merk­sam­keit zu­kom­men zu­las­sen. Die Fra­ge, wo­her kom­men wir, wo leb­ten un­sere Vor­fah­ren, was für Sit­ten und Ge­bräu­che hat­ten sie, scheint für viele den­noch nicht un­in­ter­essant zu sein. Wer der Ver­gan­gen­heit nach­geht, er­fährt auch stets ei­ni­ges ü­ber die Zu­kunft. Diese weise Er­kennt­nis steht hin­ter dem Bemühen des Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein und der Stadt Horn-Bad Mein­berg. Eber­hard Block: »Wir möch­ten dem Bür­ger so­wie dem Gast die Ge­schichte der Stadt ver­deut­li­chen«.

vom 19.04.2008 | Ausgabe-Nr. 16B

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