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» Bad Salzuflen

Kindergarten »Mix Max« weiht neuen Bewegungsraum ein

»Zusammen sind wir stark«

Bad Sal­zu­flen (m­h). »Schnipp!« – Es ist voll­bracht: Ka­thrin aus der »Ro­ten Grup­pe« des Kin­der­gar­tens »­Mix Ma­x« hat das Band zum neuen Be­we­gungs­raum durch­ge­schnit­ten. Der ver­gan­gene Sams­tag war für die Kin­der, Mit­ar­bei­te­rin­nen und El­tern ein ganz be­son­de­rer Tag. Mit ei­nem großen Fest wurde der lang er­sehnte Raum ein­ge­weiht.

Auf die­sen Mo­ment hat­ten alle fast drei Jahre ge­war­tet. Im Ja­nuar 2005 grün­de­ten 15 Frauen den För­der­ver­ein zu Guns­ten des Kin­der­gar­tens mit dem Ziel, Geld für einen Raum zu sam­meln, in dem die Klei­nen nach Her­zen­lust to­ben und sich sport­lich betäti­gen konn­ten. »Vor­her muss­ten die Kin­der dazu im­mer rü­ber in die Sport­halle des Schul­zen­trums. Das war für sie natür­lich ziem­lich ät­zen­d«, er­klärte An­drea Fliege vom För­der­ver­ein. Darum wurde nach Kräf­ten Geld ge­sam­melt – und eine La­wine ins Rol­len ge­bracht. »­Der Ar­chi­tekt hat sich be­reit er­klärt, die Halle für die Hälfte des­sen auf­zu­stel­len, die wir zunächst an­vi­siert hat­ten«, so Kin­der­gar­ten­lei­te­rin Car­men Zim­behl. 100.000 Euro sollte der Raum schließ­lich kos­ten.

Ein großer An­schub kam von der Stadt Bad Sal­zu­flen: Wenn El­tern, Kin­der und Mit­ar­bei­ter es schaf­fen, 50.000 Euro an Spen­den zu sam­meln, steuere die Stadt die an­dere Hälfte da­zu, hieß es aus dem Rat­haus. »Da ha­ben sich alle El­tern und Kin­der auf die So­cken ge­macht«, meint Zim­behl schmun­zelnd. »­Die Kin­der ha­ben bei ei­nem Spon­so­ren­lauf sa­gen­hafte 1.800 Euro er­lau­fen – das war ein tol­ler An­fang. Ich sage es wie der kleine Bär von Ja­nosch: ‘­Zu­sam­men sind wir stark’«.

Hilfe kam von vie­len Sei­ten, wie För­der­ver­eins-Vor­sit­zende Ma­rion San­der be­rich­te­te. »Da wa­ren Kin­der, die auf dem Park­platz zwei Cent ge­fun­den ha­ben. Junge Fa­mi­li­en, mit­ten im Haus­bau steck­ten, und trotz­dem Geld für die Halle ga­ben. Ehe­ma­lige Kin­der­gar­ten­müt­ter, die sich mit Feuerei­fer ein­setz­ten. Ein Zahn­arzt, der von der Pa­ti­en­tin auf dem Be­hand­lungs­stuhl von der Sa­che er­fuhr, und so­fort Un­ter­stüt­zung an­bot. Fir­men, die Ma­te­rial güns­ti­ger ge­ge­ben oder ge­spen­det ha­ben.Eine Stif­tung, aus der ein großzü­gi­ger Geld­be­trag an uns floss. Für all diese Hilfe sa­gen wir dan­ke.«

Bür­ger­meis­ter Dr. Wolf­gang Hons­dorf lobte das große En­ga­ge­ment des För­der­ver­eins und all sei­nen Hel­fern. »­Man kann ge­mein­sam viel er­rei­chen, das ha­ben Sie ein­drucks­voll be­wie­sen«.

Als das Band zer­schnit­ten war, hieß es Schuhe aus und ran an die Geräte – zu­min­dest für die Kin­der.

­Die Er­wach­se­nen konn­ten sich in­des­sen an le­cke­rem Ku­chen stär­ken.

vom 24.10.2007 | Ausgabe-Nr. 43A

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