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"My fair Lady” fasziniert

Bellenberg feiert grandiose Premiere des bekannten Musicals

 

Horn-Bad Mein­berg (gh). Welch eine sa­gen­hafte Pre­mie­re! Mit "­stan­ding Ova­ti­ons­” hat das Pu­bli­kum am Sams­tag die Auf­führung von "My Fair La­dy" auf der Frei­licht­bühne Bel­len­berg be­ju­belte und so­gar eine Zu­gabe ver­langt. Die 30 Schau­spie­ler wa­ren ü­ber­glück­lich, als sie die Feu­er­taufe ge­meis­tert hat­ten: Zum ers­ten Mal führte das En­sem­ble ein Mu­si­cal auf – mit "My fair La­dy” dazu noch ei­nes der meist­ge­spiel­ten und be­kann­tes­ten al­ler Zei­ten.

Spiel­lei­te­rin Chris­tine Fe­der­schmid war ob der Re­so­nanz bei­nah sprach­los vor Freu­de. Aber eben nur fast: "Hier vor aus­ver­kauf­ten Thea­ter und dazu bei Son­nen­un­ter­gang zu spie­len, das ist so schön, das ist ein­fach wun­der­bar”, er­klärte sie und be­dankte sich beim ge­sam­ten Team. Dazu zählt auch Chor­lei­ter Ivan Jo­nes, der die Mit­wir­ken­den in mo­na­te­lan­gen Pro­ben fit für die Bühne mach­te. Denn Mu­sik spielt eine tra­gende Rolle in dem Stück, das 1996 am Broad­way urauf­ge­führt wur­de. Und die Me­lo­dien wie der Ever­green "Ich hät­t‘ ge­tanzt heut Nacht” sind auch äußert be­liebt: Der So­undtrack zum Mu­si­cal stand in Deutsch­land viele Wo­chen auf Platz 1 der Charts. Bei ein­gen der berühm­ten Lie­der san­gen so­gar ei­nige Zu­schauer mit. Viel Mühe wurde auch in die Kostüme in­ves­tiert. Die Wir­kung der vie­len, wun­der­schö­nen Ro­ben zeigte sich im­mer wie­der am Rau­nen, das durchs Pu­bli­kum ging. "Je­der hat einen großen Teil dazu bei­ge­tra­gen und Ivan Jo­nes ist es mit­zu­ver­dan­ken, dass wir die­ses an­spruchs­volle Mu­si­cal auf­führen konn­ten. Die Pre­miere war ein rie­si­ger Er­folg für ein klei­nes Thea­ter”, be­tonte Fe­der­schmi­d.

­Die Ge­schichte des Stückes spielt An­fang des 20. Jahr­hun­derts und ist schnell erzählt: Eli­za, die von ei­nem ei­ge­nen Blu­men­la­den träumt, trifft zu­fäl­lig auf den Sprach­pro­fes­sor Henry Higg­ins. Er gibt dem Blu­men­mäd­chen mit der "­Ber­li­ner Schnau­ze" Sprach­un­ter­richt, um aus ihm eine vor­nehme Lady zu ma­chen. Es fol­gen ei­nige Ver­wir­run­gen, und plötz­lich flammt die Liebe auf. In Bel­len­berg spielt Jens Kanne den herr­lich pe­dan­ti­schen Pro­fes­sor Higg­ins, Ben­ja­min Oehls ver­sprühte Charme als Oberst Hugh Picke­ring, Da­niela Wie­neke wan­delt sich als Eliza Doo­little sou­ver­än und aus­drucks­voll vom ein­fa­chen Mäd­chen zur stol­zen Da­me. Auch die an­de­ren Mit­wir­ken­den stan­den den Haupt­dar­stel­lern in dem Mix aus Spra­che, Mi­mik, Spiel, Sin­gen und Tan­zen in nichts nach. "Es ist ein ir­res Ge­fühlt, was ich ge­rade ha­be: Gän­se­haut – so eine su­per At­mo­s­phäre. Und wir ha­ben es ge­schafft”, zeigte sich Da­niela Wie­neke nach dem fi­na­len Ap­plaus ü­ber­wäl­tig­t.

Und auch die Zu­schauer wa­ren zu­frie­den. Sie be­lohn­ten die Schau­spie­ler im­mer wie­der mit to­sen­dem Bei­fall. "Wir sind to­tal be­geis­tert, was die Thea­ter­gruppe auf die Beine ge­stellt hat”, schwärmte Ma­rie Piecht­ta, die mit Ehe­mann Hel­mut Dau­er­gast der Frei­licht­bühne ist. Am heu­ti­gen Sams­tag­abend geht es wei­ter: Um 20 Uhr steht die nächste Vor­stel­lung an.

vom 27.07.2013 | Ausgabe-Nr. 30B

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