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» Bad Salzuflen

Von Wellen, Wind, Meer und Fernweh

Konzert der Chöre "Frisch auf" Wülfer mit dem Shantychor "Kliffkieker"

Bad Sal­zu­flen/Wül­fer-Bex­ten (dib). Un­ter dem Motto "­Mit Voll­dampf vor­aus" bo­ten die Chöre "­Frisch auf­" mit tat­kräf­ti­ger Un­ter­stüt­zung des Her­for­der Shan­ty­cho­res "K­liff­kie­ker" am ver­gan­ge­nen Wo­chen­ende in der voll be­setz­ten Sport­halle des Bür­ger­hau­ses in Wül­fer einen un­ter­halt­sa­men ma­ri­ti­men Nach­mit­tag, der mit vie­len be­kann­ten See­manns­lie­dern ge­spickt war und beste Un­ter­hal­tung auf ho­hem Ni­veau bot. Zunächst stimm­ten der Frau­en­chor und der Männer­ge­sang­ver­ein Wül­fer un­ter der be­währ­ten Lei­tung von Christa Krü­ger die Gäste schwung­voll auf das ma­ri­time Kon­zert ein, in­dem sie san­gen "Heut ist ein Tag zum Fröh­lich sein" und die Gäste auf­for­der­ten: "­Kommt mit uns auf die Reise ins Land der Me­lo­dien". Die­ser Auf­for­de­rung folgte das Pu­bli­kum gerne und stimmte der Fest­stel­lung der Wül­fe­ner Chöre zu, die be­schwingt be­haup­te­ten "­Diese flotte Me­lo­die geht mir nicht mehr aus dem Sinn". Da­mit hat­ten sie voll ins Schwarze ge­trof­fen, denn die Kliff­kie­ker bo­ten ein mit mu­si­ka­li­schen Höhe­punk­ten aus­ge­füll­tes Pro­gramm, das den Zuhö­rern si­cher noch lange in Er­in­ne­rung blei­ben wird. Nach der Be­grüßung an Bord des "Mu­sik­damp­fer­s" fuh­ren die Kliff­kie­ker "500 Mei­len hin­aus aufs Meer" und brach­ten gleich beim ers­ten Lied gute Laune in die Hal­le. Sie san­gen von Mäd­chen und Rum, die den See­mann um­brin­gen, vom sal­zi­gen See­wind, von Was­ser ü­ber­all und da­von, dass sie trotz Was­ser nichts zu trin­ken hät­ten. Ihre schwung­vol­len Me­lo­dien prä­sen­tier­ten die "K­lif­fies" auf al­ler­höchs­tem mu­si­ka­li­schen Ni­veau, denn etwa drei Vier­tel al­ler Lie­der san­gen sie vier­stim­mig. "Hein Mück aus Bre­mer­ha­ven" hatte nur eine Braut - eine in Ha­van­na, eine in Ha­waii, eine in Na­gasa­ki… Den be­kann­ten Lo­lita-Song "­See­mann, laß das träu­men" prä­sen­tierte der Chor in ei­nem un­ge­wohn­ten, ro­cki­gen Stil und So­list Wal­ter Os­ter­kamp be­geis­terte das Pu­bli­kum mit "Volle Fahrt, San­tia­no". Zwi­schen den Lie­dern lo­cker­ten die Kliff­kie­ker das Pro­gramm mit ei­ni­gen klei­nen Sket­chen noch wei­ter auf. "­Kud­deldad­del­du" war auf der gan­zen Welt Zu­hause und mit dem Hans-Al­bers-Song nah­men die Sän­ger das Pu­bli­kum nachts um halb eins mit auf die Ree­per­bahn. Die Kliff­kie­ker san­gen von Fern­weh und von der Sehn­sucht des See­manns nach der Hei­mat - mal ro­ckig, mal pop­pig und auch mal swin­gend. Zum Ab­schluss die­ses tol­len Kon­zer­tes ging es mit Voll­dampf zurück nach Wes­ter­land und die Zu­ga­be, der be­kannte Achim Rei­chel Song "A­loha he­ha" be­geis­terte das Pu­bli­kum to­tal. Ins­ge­samt prä­sen­tierte der Her­for­der Shan­ty­chor ein Pro­gramm, das bei den Zuhö­rern keine Wün­sche ü­b­rig ließ. Bis auf einen. Von Wel­len, Wind und Meer, von Fern- und Heim­weh ha­ben sie ge­sun­gen und das Pu­bli­kum mit­ge­ris­sen. Aber der eine oder an­dere hätte sich auch ein ech­tes See­mann­lied, einen rich­ti­gen, klas­si­schen Shanty eben, der von der har­ten Ar­beit der Män­ner an Bord der Wind­jam­mer bei star­kem Sturm erzählt, ge­wünscht. Der hat im Pro­gramm lei­der ge­fehlt - ob­wohl die Kliff­kie­ker auch echte Shan­tys in ih­rem Re­per­toire ha­ben. Trotz­dem war es eine rich­tig schöne und un­ter­halt­same See­rei­se, die das Pu­bli­kum mit lang an­hal­ten­dem Bei­fall ge­bührend be­lohnt hat.

vom 05.06.2013 | Ausgabe-Nr. 23A

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