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Phoenix Contact nimmt das neue Innovation Center Electronics in Betrieb

Neues Herzstück von Phoenix-Electronics

Bad Pyr­mont (af­k). Im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich der In­no­va­ti­ons­kraft schnei­den deut­sche Un­ter­neh­men im Spit­zen­be­reich ab. Die Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik ist ein Bei­spiel dafür, dass durch kon­ti­nu­ier­li­che In­no­va­tion eine Welt­markt­po­si­tion er­reicht wer­den kann. In Bad Pyr­mont hat das Un­ter­neh­men Phoe­nix Con­tact im Bei­sein von viel Pro­mi­nenz, dar­un­ter Nie­der­sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Chris­tian Wulf, sein neues In­no­va­ti­ons­zen­trum eröff­net.

Schon al­lein der Ein­gangs­be­reich zum neuen In­no­va­tion Cen­ter Elec­tro­nics in der Drin­ge­nauer Straße ist im­po­sant: Spie­gel­ver­glaste Fassa­den zie­ren den fünfstö­cki­gen Ge­bäu­de­kom­plex, in­nen öff­net sich ein hel­les Foy­er, hin­ter dem Haus ver­bin­det ein so ge­nann­ter Sky­walk die Fir­men­kom­plexe an der Tha­ler Land­straße ü­ber die Bahn­stre­cke hin­weg. Aber ab dem Foyer geht für Be­triebs­fremde ohne Be­glei­tung nicht mehr viel, denn da­hin­ter be­ginnt so­zu­sa­gen »das Ge­hirn« die­ses Un­ter­neh­mens, die Krea­tiv- und Ent­wick­lungs­ab­tei­lung, und da lässt man sich ver­ständ­li­cher­weise aus den ver­schie­dens­ten Grün­den nicht gern in die Kar­ten schau­en. Hier wer­den die Wei­chen ge­stellt für In­no­va­tio­nen, mit de­nen Phoe­nix Con­tact seine Spit­zen­stel­lung auf dem Welt­markt im brei­ten Spek­trum der Elek­tro­nik be­haup­ten will. Dass das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men aus Blom­berg mit ei­nem Jah­res­um­satz von ü­ber 1 Mil­li­arde Euro und sei­nen in­zwi­schen welt­weit 9.300 Mit­ar­bei­tern (dar­un­ter al­lein jetzt 1.060 in Bad Pyr­mont) aber nicht nur schöne Fassade zeigt, son­dern vor al­lem durch in­tel­li­gente Leis­tun­gen da­hin­ter ü­ber­zeugt, machte der Ge­schäfts­füh­rer des Un­ter­neh­mens, Ro­land Bent, mit der Dar­stel­lung der neuen Be­deu­tung des Stand­orts Bad Pyr­mont deut­lich: »Heute ar­bei­ten hier 200 Ent­wick­lungs­in­ge­nieure und Tech­ni­ker, an die 250 Pro­dukt­ma­na­ger, Mar­ke­ting- und Ver­triebss­pe­zia­lis­ten in en­ger Zu­sam­men­ar­beit mit der Pro­duk­tion zu­sam­men an un­se­ren Pro­duk­ten. Bad Pyr­mont ist heute die Hei­mat ge­wor­den un­se­rer elek­tro­ni­schen Ge­schäfts­be­rei­che In­ter­face und Au­to­ma­tion Sys­tems, die mit rund ein­tau­send Mit­ar­bei­tern hier un­ge­fähr ein Drit­tel un­se­res welt­wei­ten Um­sat­zes re­prä­sen­tie­ren. Zum Ende die­ses Jah­res wird hier von Bad Pyr­mont aus un­ge­fähr 400 Mil­lio­nen Euro Mark­tum­satz ge­ne­riert und ge­steu­er­t.«

­Seit Mitte 1996 fer­tigt Phoe­nix Con­tact hoch in­te­grierte elek­tro­ni­sche Bau­grup­pen mit mo­der­nen Pro­duk­ti­ons­me­tho­den. Bent: »­Die Pro­duk­te, die hier ent­wi­ckelt wer­den und hier pro­du­ziert wer­den, steu­ern Pro­duk­ti­ons­an­la­gen der Au­to­mo­bil­in­dus­trie welt­weit, re­geln Wind­kraft­an­la­gen, ü­ber­wa­chen, si­chern pro­duk­ti­ons­tech­ni­sche Ab­läufe in der Che­mie Pe­tro­che­mie ab, tra­gen dazu bei, dass Ma­schi­nen­bauer in der gan­zen Welt noch wett­be­werbs­fähi­ger sein kön­nen, wenn sie un­sere Pro­dukte ein­set­zen. Die au­to­ma­ti­sier­ten Pro­duk­ti­ons­abläufe für Haus­halts­geräte ge­nauso wie für Le­bens­mit­tel. Kurz­um: Hier ent­ste­hen Hight­ech- Pro­dukte aus Nie­der­sach­sen für alle wich­ti­gen Kun­den in der gan­zen Welt.«

Nie­der­sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Chris­tian Wulff kennt das Un­ter­neh­men, ob­wohl es sei­nen Stamm­sitz im Nach­bar­bun­des­land Nord­rhein- West­fa­len hat, sehr gut. Des­halb war es denn auch keine Höf­lich­keits­flos­kel, als er fest­stell­te: »­Sie ha­ben ein­fach einen un­heim­lich gu­ten Ruf in der Welt als Ge­schäfts­part­ner, als Pro­blem­lö­ser, als Ge­winn­stei­ge­rer, nach dem Mot­to: Wer et­was mit Phoe­nix Con­tact macht geht’s bes­ser als wenn er es nicht macht.

Und ich habe den Ein­druck: Seit VW und Audi mehr mit ih­nen

ma­chen, geht’s de­nen in den letz­ten Jah­ren schon im­mer bes­ser. Audi hat im­mer mehr mit ih­nen ge­macht, des­halb ging’s de­nen im­mer schon bes­ser als VW.«

­Pyr­monts Bür­ger­meis­te­rin Elke Chris­tina Ro­eder lobte nicht nur die hohe so­ziale Kom­pe­tenz des Un­ter­neh­mens son­dern hob auch die Selbst­ver­pflich­tung von Phoe­nix Con­tact als Aus­bil­dungs­be­trieb her­vor: »­Mit un­ter­neh­me­ri­scher Ver­ant­wor­tung und mit ganz großem Weit­blick leis­tet Phoe­nix Con­tact seit Jahr­zehn­ten In­ves­ti­tio­nen für die Zu­kunft. Ihre Un­ter­neh­mens­kul­tur baut auf Ver­trauen und Part­ner­schaft auf, für ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter glei­cher­maßen wie für ihre Kun­den und Ge­schäfts­part­ner. Ihre un­ter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung reicht sehr weit.«

­Die­ses Thema nahm auch der Mi­nis­ter­prä­si­dent gern auf: »Wir ap­pel­lie­ren an die Wirt­schaft zu­sätz­li­che Aus­bil­dungs­plätze be­reit­zu­stel­len. Das ist bei ih­rem Un­ter­neh­men so nicht not­wen­dig, weil sie dem Thema Aus­bil­dung im­mer ganz große Be­deu­tung bei­ge­mes­sen ha­ben. Das konnte ich im letz­ten Jahr se­hen, als ich bei ih­nen war und in Blom­berg diese vie­len jun­gen Leute ge­se­hen ha­be, die seit Jahr­zehn­ten bei ih­nen ex­zel­lent aus­ge­bil­det wer­den. Wer ein­mal bei ih­nen an­ge­fan­gen hat, will nie wie­der weg. Sie ha­ben – glaube ich – die ge­ringste Fluk­tua­tion al­ler ver­gleich­ba­ren Un­ter­neh­men in Deutsch­land. Das ist ja auch ein Aus­weis für Be­triebs­kli­ma, für Mit­ein­an­der von Vor­stand, Ge­schäfts­führung und Be­triebs­rat. Und ich fin­de: Da sind sie ein Vor­bild für an­de­re.«

Für 23 Mil­lio­nen Euro ist das neue Bau­werk mit ei­ner Nutz­fläche von 15.000 qm ent­stan­den. Es be­her­bergt die Ab­tei­lun­gen Ent­wick­lung, Mar­ke­ting und Ver­trieb der Elek­tro­nik-Ge­schäfts­be­rei­che In­ter­face- Tech­nik und Au­to­ma­tion Sys­tems. Der Pyr­mon­ter Ar­chi­tekt Wer­ner Brands­tet­ter, der auch für die­ses Phoe­nix Con­tact- Pro­jekt die Ver­ant­wor­tung trug, machte aus Sicht des Pla­ners die be­son­dere Stel­lung die­ses Ge­bäu­des deut­lich: »Es ist das zur Zeit mo­d­ernste Ge­bäude der Phoe­nix- Grup­pe, sehr hohe tech­ni­sche Aus­stat­tung, ver­bun­den mit mo­der­ner und – wie sie alle se­hen – un­far­bi­ger zeit­lo­ser Ar­chi­tek­tur. Das ICE ist das Herz­stück von Phoe­nix Elec­tro­nics und alle Mit­ar­bei­ter sind jetzt un­ter ei­nem Dach.«

­Bau­herr Klaus Ei­sert sieht in die­sem Ge­bäude al­ler­dings auch noch mehr: »So ein Ge­bäude ist ein Zei­chen. Ein Zei­chen in den Markt nicht nur in die Re­gion, auch an die Mit­ar­bei­ter. Aber es ist auch ein Zei­chen in den Markt hin­ein, an die Wett­be­wer­ber, an die Kun­den vor al­len Din­gen. Ich hof­fe, Sie ha­ben am Ende die­ser Ver­an­stal­tung das Ge­fühl, dass sie als Kunde eine gute In­ves­ti­tion ge­macht ha­ben, eine gute In­ves­ti­tion in die Zu­kunft.«

vom 09.04.2008 | Ausgabe-Nr. 15A

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